Titelaufnahme

Titel
Implementierung eines Enzymimmunoassays zur Aviditätsbestimmung irregulärer antierythrozytärer Antikörper
Weitere Titel
Implementation of an enzymimmunoassay to determine the avidity of irregular antibodies against red blood cells
VerfasserLeroch, Stephanie
GutachterRieß, Christine
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Irreguläre antierythrozytäre Antikörper / Ghost / Avidität / ELISA / Immunhämatologie
Schlagwörter (EN)Red cell antibodies / avidity / ghost / ELISA / immunohematology
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Im Falle einer Bluttransfusion werden immer Erythrozytenkonzentrate welche bzgl. der (ir-) regulären antierythrozytären Antikörper kompatibel sind verwendet. In besonderen Fällen, wenn es schwierig oder unmöglich ist in angemessener Zeit kompatible Konzentrate zur Verfügung zu stellen, wie z.B. bei multiplen Antikörperspezifitäten oder High Incidence Antigenes (HIA), zu denen auch die High Titer Low Avidity (HTLA) Antikörper gehören, kann ausnahmsweise gegen bestimmte Antikörperspezifitäten transfundiert werden. Hierfür entscheidend ist die klinische Signifikanz der Antikörper.

Verschiedene Faktoren geben Hinweise auf die klinische Signifikanz von Antikörpern z.B. die Reaktionstemperatur, Antikörperklasse (IgG, IgM), die Fähigkeit der Komplementaktivierung sowie die Antigendichte. Die Messung der Avidität der irregulären antierythrozytären Antikörper, kann einen weiteren Faktor für die Abklärung der klinischen Signifikanz darstellen.

Deshalb widmet sich diese Arbeit der Implementierung eines Enzym-linked Immunoassays (ELISA), welcher die Avidität irregulärer antierythrozytärer Antikörper misst, indem die Resistenz gegen Antigen-Antikörper-Dissoziation mittels steigender Ureakonzentration bestimmt wird. Nach der Behandlung mit Harnstoff werden die noch vorhandenen Antikörper-Antigen-Komplexe mittels einem enzymmarkierten Antikörpers detektiert, wobei nach Entwicklung des ELISAs die optische Dichte (OD) gemessen wird. Weiters wird die Avidität von bekannten klinisch signifikanten Antikörpern und nicht klinisch signifikanten Antikörpern verglichen, um festzustellen welchen Unterschied es zwischen der Avidität verschiedener klinisch signifikanter Antikörper gibt.

Bei den Vorversuchen, in denen die Beschichtung der Mikrotiterplatten überprüft wurde, stellte sich heraus, dass das Messsignal nur sehr schwach ist und kaum von den Blanks bzw. Negativkontrollen abweichen. Aus diesem Grund wurden verschiedene Methoden der Beschichtung sowie des Aufbaus des ELISAs variiert, um stärkere Signale zu erhalten. Im Rahmen dieser empirischen Arbeit ist es nicht gelungen den ELISA zur Bestimmung der Avidität zu implementieren, da bis zuletzt nur schwache Signale gemessen wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

If a blood transfusion is needed there are always used concentrated red blood cells which are compatible with the regular und irregular antibodies against erythrocites. In problematic cases, some specific antibodies can be neglected and nevertheless transfused. This depends on the clinical significance of the antibodies, wich depends on e.g. temperature of reaction, class of antibody (IgG, IgM), the ability to activate complements or density of antigenes. Furthermore, measuring the avidity of irregular antibodies against erythrocites can help to determine the clinical significance.

Therefore this thesis deals with the implementation of an Enzyme-linked Immunoassay (ELISA), which measures the avidity of irregular antibodies against erythrocites, by determining the resistance to antigene-antibody-dissociaton with the use of increasing urea concentrations. The optical density is measured, after the detection of the remaining antibody-antigene-complexes through emzyme linked antibodies and compared to known cinical significant, and non-significant antibodies.

Pretests were carried out to examine the coating of the microtiter plates. They showed a very weak signal and that it hardly differs from the blank or negative control. Therefore several methods of coating as well as ELISA settings were varied to increase the signals. Within this empirical work it has not succeeded to implement an ELISA for determination of avidity, because the measured signals stayed too weak.