Titelaufnahme

Titel
Resistenzsituation klinischer Streptokokken-Isolate : Phänotypisches Resistenzverhalten und genotypische Mechanismen
Weitere Titel
Resistance situation of clinical streptococcus isolates Phenotypic resistance characteristics and genotypic mechanisms
VerfasserSchmalzbauer, Belinda
Betreuer / BetreuerinDürschmied, Bernhard
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Streptokokken / Mikrobiologische Sensibilitätsprüfung / Phänotypisches Resistenzverhalten / Next-Generation Sequencing / Genotypische Resistenzmechanismen
Schlagwörter (EN)Streptococci / Microbiological susceptibility testing / Phenotypic resistance characteristics / Next-Generation Sequencing / Genotypic resistance mechanisms
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Antibiotikaresistenzen bei Streptokokken können durch mikrobiologische Methoden, wie z.B. den Plättchendiffusionstest und den Gradiententest, detektiert werden. Für die Routinediagnostik ist es wichtig zu wissen, ob der Plättchendiffusionstest zuverlässig ist, oder ob bei manchen Resistenzphänomenen der Gradiententest angeschlossen werden muss. Durch den Plättchendiffusionstest können Resistenzphänomene bereits phänotypisch nachgewiesen werden. Bei Sensibilitätsprüfungen wird das Resultat als sensibel, intermediär oder resistent eingestuft. In manchen Fällen ist es jedoch auch möglich auf spezifische Phänotypen bzw. auch Genotypen zu schließen. Mit Next-Generation Sequencing kann innerhalb kürzester Zeit die Nukleotidabfolge mehrerer Isolate gleichzeitig detektiert und visualisiert werden, wodurch es möglich wird, Resistenzgene zu identifizieren.

Die Sensibilitätsprüfung bei 105 Streptokokken-Isolaten zeigte folgende Situation: Penicillin gegenüber waren 9,5% der Streptokokken-Isolate intermediär und 1,9% resistent. 9,5% waren resistent gegenüber Erythromycin. Bei Clindamycin lag die Resistenzrate bei 11,4%. 17,1% der Isolate waren resistent gegenüber Tetracyclin und Linezolid zeigte bei allen Isolaten in vitro 100% Wirksamkeit. Österreich liegt im europaweiten Vergleich im unteren Drittel.

Es konnte der M-, LSAP-, iMLSB- und cMLSB- Phänotyp beobachtet werden. Genotypisch wurden der LSAP-, iMLSB- und cMLSB- Phänotyp bestätigt. Die detektierten Gene waren lsa(C), erm(TR) und erm(B). Bei fünf tetracyclinresistenten Streptokokken konnte das tet(M) Gen identifiziert werden.

Im Zuge dieses Bachelorprojektes zeigte sich, dass, wenn die Sensibilitätsprüfungen nach den Vorgaben des European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) durchgeführt werden, die Resultate des Plättchendiffusionstest und des Gradiententest übereinstimmen.

Zusammenfassung (Englisch)

Antimicrobial resistance at streptococci can be detected through microbiological methods like disk diffusion test and Etest. For the routine it is important to know if the disk diffusion test is sufficient or if the Etest has to be made as well. The results at antimicrobial susceptibility testing are categorized as sensible, intermediate or resistant. Sometimes it is also possible to identify specific phenotypes and genotypes. With Next-Generation Sequencing the nucleotide sequences of different isolates can be analysed and visualised parallel very briefly. This makes it possible to identify resistance genes.

The antimicrobial susceptibility testing of 105 different streptococcus isolates showed: 9,5% of the isolates were intermediate and 1,9% resistant to penicillin. 9,5% of the streptococci were resistant to erythromycin. Clindamycin showed a resistance rate of 11,4%. 17,1% were resistant to tetracycline and linezolid showed 100% efficiency in vitro. Austria is in the lower third in comparison to Europe.

The M-, LSAP-, iMLSB- and cMLSB-phenotype could be observed during this project. The LSAP-, iMLSB- and cMLSB-phenotype were confirmed genotypic. The detected resistance genes were lsa(C), erm(TR) and erm(B). At five tetracycline resistant isolates the tet(M) gene could be found.

This project demonstrated that if the guidelines of the European Committee on Antimicrobial Susceptibility Testing (EUCAST) are obeyed strictly, the results of the disk diffusion test and Etest are valid and show no discrepancy.