Titelaufnahme

Titel
Physiotherapeutische Maßnahmen zur Entspannung im Rahmen der Gesundheitsförderung in der Volksschule
Weitere Titel
Physical therapeutic interventions for relaxation in the framework of the promotion of health in elementary schools
VerfasserKunihs, Alina
GutachterEbner, Susanne
Erschienen2013
Datum der AbgabeMai 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

PhysiotherapeutInnen gelten zwar als SpezialistInnen für Fehlfunktionen des Bewegungsapparates, durch zahlreiche Änderungen im Gesundheitswesen, rücken vermehrt auch die Bereiche der Gesundheitsförderung und Prävention in den Arbeitsbereich der PhysiotherapeutInnen. Im Erwachsenenalter ist Tag täglich die Rede von übermäßiger Stressbelastung. Das diese Überförderung jedoch bereits im Kindesalter ein großes Thema ist und auch Kinder und Jugendliche durch viele Faktoren Stressbelastung erfahren, bedenken noch die wenigsten.

Eine Überlastung des Körpers kann kurzzeitig meist gut kompensiert werden und wirkt auf kurze Zeit gesehen oft sogar aktivierend, da der Adrenalinspiegel ansteigt und das sympathische System generell in die Höhe gefahren wird. Chronische Stresseinwirkung kann jedoch die Funktionen des Körpers beeinträchtigen und zu organischen Schäden führen. Eine Menge Literatur und viele Studien, wie auch die HBSC-Studie von 2010, die sich mit der Gesundheit und dem Gesundheitverhalten der österreichischen Schülerinnen und SChülern auseinander gesetzt hat, bestätigen das Vorkommen von psychosomatischen Beschwerden bereits im Kindes- und Jugendalter. Neben Bauch- und Kopfschmerzen, klagen Kinder häufig über Schwindel und Nervosität. Schlafstörungen zählen mit 17,2% zu den psychosomatischen Hauptbeschwerden der Altergruppe der 11 - 17jährigen.

Betrachtet man diese Resultate aus physiotherapeutischer Sicht, so sollte eine präventive Intervention als angestrebtes Ziel gesetzt werden. Auf jeden Fall sollten Maßnahmen in der Altergruppe gesetzt werden, in der bereits die ersten körperlichen Symptome bemerkbar sind. Um wirklich vorbeugend zu handeln, wäre die Setzung von Interventionen vermutlich schon in der Altergruppe der 6 - 10jährigen von nöten, in denen zumindest die Rückmeldung von Beschwerden noch gering ist.

Physiologisch betrachtet, wird durch Stressbelastung das sympathische System aktiviert. Der Umkehrschluss legt die Vermutung nahe, dass sich zur Reduktion von chronischer Stressbelastung, die Maßnahmen am besten eignen, die zu einer Senkung der Sympathikusaktivität führen. Entspannungstechniken und Ruherituale können bei erfolgreicher Anwendungen körperliche Reaktionen hervorrufen, die zu einer Reduzierung des Erregungsniveaus der Zellen führen, wodurch ein nachweislich, positiver Effekt auf physiologischer Ebene erreicht werden kann. Gleichzeitig sind Entspannungsverfahren durch die verminderte Wahrnehmung von externen Reizen, auch auf psychologischer Ebene wirksam, was sich in ausgeglichenerem Verhalten, mit verminderter Hyperaktivität und motorischer Unruhe, widerspiegelt.

Ziel dieser Arbeit ist es nun, sich mit der Fragestellung auseinanderzusetzen, welche physiotherapeutischen Maßnahmen zur Entspannung sich am besten für die Altersgruppe der 6 - 10jährigen eignet. Zudem stellt sich die Frage, welche dieser Verfahren sich im Rahmen der Gesundheitsförderung in der Volksschule integieren können?

Mit dieser qualitativen Literaturrecherche, soll erstmal der Hintergrund der Thematik näher beleuchtet und zentrale Begrifflichkeiten geklärt werden.

Zum methodischen Aufbau ist zu sagen, dass für die Suche themenrelevanter Studien und Artikeln die Datenbanken Pubmed und Pedro verwendet wurden. Zu den zentralen Suchbegriffen zählen "health promotion", "stress reducing" und "physical intervention", sowie direkte Entspannungstechniken wie "progressive Muskelrelaxation", "Yoga" und "Breathing exercise". Alle Begriffe wurden isoliert und auch in Kombination verwendet. Zudem wurden Sucheinschränkungen im Bezug auf die Altersgruppe, auf Child: 6 - 12years und Child: birth - 18years eingestellt.

Neben elektronischer Literatur wurde mit den gleichen Begrifflichkeiten auch nach Fachliteratur in den Wiener Bibliotheken gesucht und diese nach der themenrelevanten Problematik und Altersgruppe ausgewählt.

Die Thematik betreffende Studien und Artikeln werden hauptsächlich in der Bachelorarbeit 2 diskutiert. Zudem folgt die Auswertung statistisch relevanter Referenzen, sowie deren Zusammenfassung ebenfalls in der zweiten Literaturarbeit.