Titelaufnahme

Titel
Mädchenschwerpunkt im öffentlichen Raum. Was brauchen Mädchen für die gleichberechtigte Nutzung von öffentlichem Raum?
Weitere Titel
The Priorities of Female Youth in Public Space
VerfasserHalkic, Alma
Betreuer / BetreuerinKrisch, Richard
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Öffentlicher Raum / Offene Kinder- und Jugendarbeit / Aneignungsprozesse
Schlagwörter (EN)Public Area / Youth Work / Process of Appropriation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Untersuchungsergebnisse dieser wissenschaftlichen Arbeit zeigen auf, dass männliche Jugendliche den öffentlichen Raum überwiegend dominieren. Das ist vor allem darauf zurück zu führen, dass sich die Angebote des öffentlichen Raumes vorwiegend auf sportliche Aktivitäten fokussieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass weibliche Jugendliche keine Interesse an sportlichen Aktivitäten besitzen. Viel mehr werden diese von den männlichen Jugendlichen verdrängt. „Es besteht ein so genanntes Dschungelprinzip“ (Interview: Kail, 2014). Damit meint die Raumplanerin die vorherrschende Hierarchie innerhalb der Jugendlichen, die vor allem durch die Faktoren Geschlecht und Alter bestimmt sind. So sind Mädchen den jüngeren männlichen Jugendlichen untergeordnet und diese wiederum den älteren männlichen Jugendlichen.

Infolge dieser Rangordnung nehmen weibliche Jugendliche vermehrt die Rolle der Beobachterinnen ein. Dies führt häufig dazu, dass die Mädchen auf den Bänken außerhalb der Sportanlagen Platz nehmen und den männlichen Jugendlichen bei den sportlichen Aktivitäten zusehen. Zudem wirkt sich bei Mädchen die Zuschreibung von Geschlechterrollen verstärkt aus, was in weiterer Folge zu einer Passivität führt. So wird den Mädchen – im Gegensatz zu den männlichen Jugendlichen – viel mehr Verantwortung übertragen, denn diese müssen häufiger auf ihre Geschwister aufpassen und erhalten schon früh eine mütterliche Rolle.

Um dem Ungleichgewicht der geschlechtsspezifischen Nutzung des öffentlichen Raumes entgegenzuwirken, benötigen weibliche Jugendliche Unterstützungen, etwa durch spezifische Angebote der Parkbetreuung. Diese sollen den Mädchen die Integration in den öffentlichen Raum ermöglichen, ihnen männlich dominierte Räume zugänglich machen und deren Selbstvertrauen in Bezug auf Aneignung stärken. Dies bedeutet jedoch nicht, dass die beiden Geschlechter vollkommen voneinander isoliert werden sollten. Denn wie aus den Interviews ersichtlich wurde, suchen vor allem ältere weibliche Jugendliche auch stark den Kontakt zum anderen Geschlecht (Flirten, Kommunikation...).

Die Ergebnisse unserer Untersuchungen zeigen, dass der vermehrte Bedarf an mädchenspezifischen Angeboten gegeben ist und dieses Themengebiet einen wichtigen, zu beachtenden Aspekt des zukünftigen öffentlichen Raumes darstellt. Aufgrund der Wichtigkeit von mädchenspezifischen Angeboten folgt nun eine Projektskizze als exemplarische Anleitung für sozialarbeiterisches Empowerment von weiblichen Jugendlichen.

Zusammenfassung (Englisch)

This scientific work focuses on the use of public space by female adolescents with a focus on the city of Vienna. It should explain why the public spaces of Vienna are mainly dominated by male and female adolescents are under-represented. It should find out what is required for the use of public space, that girls get more equal rights with the target to increase the use of female adolescent.