Titelaufnahme

Titel
Die umsatzsteuerliche Behandlung von ausgewählten sonstigen Leistungen unter Berücksichtigung der Aufzeichnungs- und Buchführungspflichten
Weitere Titel
The taxation of selected services in regards of VAT under consideration of records requirements and the legal obligation to keep books
VerfasserFillafer, Andreas
Betreuer / BetreuerinLeitgeb, Wolfgang
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)➢ Abgabenbetrug / ➢ Abgabenhinterziehung / ➢ Abgabenkürzung / ➢ Aufzeichnungspflicht / ➢ Bestimmungslandprinzip / ➢ Buchnachweis / ➢ Finanzordnungswidrigkeit / ➢ Generalklausel / ➢ grenzüberschreitend / ➢ Grundstücksleistung / ➢ Leistungsempfänger / ➢ Leistungsort / ➢ Rechnung / ➢ Reverse-Charge / ➢ Scheingeschäft / ➢ Sonstige Leistungen / ➢ Steuerbefreiung / ➢ Umsatzsteuer / ➢ Vermittlungsleistung / ➢ Vorsteuer / ➢ Vorsteuerabzug
Schlagwörter (EN)Tax evasion / Tax fraud / Tax cuts / Obligation to keep records / Destination principle / Accounting evidence / Breach of financial regulations / General clause / Cross-border / Land service / Service recipient / Place of performance / Invoice / Reverse-Charge / Fictitious purchase / Other services / Tax exemption / Value added tax / Brokerage service / Input Tax
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ob Lieferungen, sonstige Leistungen, grenzüberschreitend oder national, Eigenverbrauch oder innergemeinschaftliche Erwerbe – bei alle diesen Tatbeständen sind besondere Voraussetzungen für einen Vorsteuerabzug zu prüfen. Wesentlich dabei ist die echte und unechte Steuerbefreiung gem § 6 UStG und der Vorsteuerabzug gem § 12 UStG. Laut österr Umsatzsteuergesetz kann der Vorsteuerabzug nur dann vorgenommen werden, wenn gewisse Voraussetzungen gegeben sind, wie zB die Unternehmereigenschaft gem § 2 UStG, wenn die ausgeführten Umsätze zu mindestens 10% dem Unternehmen zuordenbar sind, das Vorliegen einer ordnungsgemäßen Rechnung gem § 11 UStG und wenn kein Ausschluss zum Vorsteuerabzug gem § 12 Abs 3 ff UStG gegeben ist. Die Aufzeichnungspflichten und der buchmäßige Nachweis gem § 18 UStG haben in diesem Zusammenhang einen besonderen Stellenwert. Im Falle einer Außenprüfung sollten diese Rechnungen, Belege und Aufzeichnungen gem § 126 bis § 132 BAO grundsätzlich 7 Jahre aufbewahrt werden, wobei es vereinzelt Besonderheiten, wie etwa bei Aufzeichnungen iZm Grundstücken gibt. Wurde ein Vorsteuerabzug unberechtigt geltend gemacht, aus welchen Gründen auch immer, oder wurde eine Rechnung nicht ordnungsgemäß ausgestellt und entsprechend aufbewahrt, kann es sein, dass der Vorsteuerabzug für Leistungen entfällt oder – wenn bereits fälschlich geltend gemacht – die Vorsteuer vom Finanzamt zurückgefordert werden. Im Zusammenhang mit geltend gemachter Umsatzsteuer steht immer die Umsatzsteuervoranmeldung an das Finanzamt gem § 21 UStG. Meist führen solche – nicht nur reine Formmängel – zu finanzstrafrechtlichen Folgen, wie der Abgabenhinterziehung iSd §§ 33 Abs 1 und Abs 2 lit a und 39 FinStrG. Solche und andere Finanzordnungswidrigkeiten iSd § 49 FinStrG werden – je nach Vergehen – mit einer Freiheitsstrafe und/oder hohen Geldstrafen geahndet.

In dieser Bachelorarbeit wird sowohl der Abgrenzung der sonstigen Leistungen zu den Lieferungen, der Grundstücksleistungen und dessen Ort der Leistungen, der B2B und B2C Leistungen, insbesondere Vermittlungsleistungen, Rechnung getragen. Abgerundet wird diese Arbeit mit den in Verbindung damit stehenden Vorsteuerabzugsvorschriften und Rechnungslegung bzw Aufbewahrungspflichten sowie dem Reverse-Charge System. Um die Vorschriften zu verdeutlichen werden diese in Anlehnung an das VwGH Erkenntnis 2005/15/0113 vom 24.09.2008 geschildert, indem sowohl die Vorsteuer in Bezug auf sonstige Leistungen, Vermittlungsleistungen und Grundstücksleistungen vor dem Hintergrund strafrechtlicher Tatbestände der Abgabenhinterziehung behandelt werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Whether it is supplies, other services, cross-border or national, land services or EU- acquisitions, all these processes need different treatment. With all these facts in mind, vital conditions must be examined in order to claim input VAT. Significantly, the convenience and extended tax exemption under § 6 UStG and the deduction of input VAT in accordance with § 12 UStG is decisive. According to Austrian VAT law the input VAT deduction can only be done if certain conditions are met, such as the business activity according to § 2 UStG and the existence of a formally correct invoice. Furthermore, the performed sales for which the VAT is deductible must be assigned for at least 10 % to the company and only if there is no reason for an exclusion of VAT deduction according to § 12 Abs 3 ff UStG. In case of a tax audit these invoices and records are to be kept generally seven years according to § 126 to § 132 BAO, whereby there are a few special rules, such as when recordings in connection with immobile property are done. If an input VAT was deducted unjustifiably, for any reason whatsoever, or an invoice was neither properly issued nor stored accordingly, it might be that the input VAT for benefits is absent or - if already falsely claimed - be reclaimed from the tax office. In connection with falsely asserted VAT is always the VAT-return to the tax authorities in accordance with § 21 UStG. Mostly such - not only pure form defects – lead to finance criminal offenses, such as tax evasion within the meaning of §§ 33 para 1 and para 2 lit a and 39 FinStrG. Such breaches of financial regulations according to § 49 FinStrG are penalized either with imprisonment and/or heavy fines - dependent from the offence.

In this thesis - both the distinction of other services to the deliveries, the plot benefits and whose place of performance, the B2B and B2C services, account mediation services in particular – are taken in account. Rounding out this work with the retention obligations and the reverse charge system with the related VAT deduction regulations. In order to clarify the rules, these standards will be described by following the Austrian Higher Administrative Court decision 2005/15/0113 from 2008/09/24 by both, how the VAT was treated in relation to other services, as well as brokerage services and land services in the context of criminal offenses of tax evasion.