Titelaufnahme

Titel
MIGRANTIN & HÄUSLICHE GEWALT – Risikobelastungen und prekäre Rahmenbedingungen in der Partnerschaft
Weitere Titel
MIGRANT WOMEN & DOMESTIC VIOLENCE - Risks and precarious frame conditions in partnerships
VerfasserErnst, Anja
GutachterPfeisinger-Riedl, Angelika
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Häusliche Gewalt / Interkulturalität / Intersektionalität / MigrantIn
Schlagwörter (EN)domestic violence / interculturality / intersectionality / migrant
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Thematik „Häusliche Gewalt“, wobei im Speziellen auf die Gruppe der Migrantinnen eingegangen wird. Es gilt Risikobelastungen herauszuarbeiten, die Frauen mit sogenanntem Migrationshintergrund eher betreffen (könnten) in eine Gewaltbeziehung zu geraten, als Frauen ohne Migrationsbiografie.

Folgende Thesen wurden aufgestellt: Viele Migrantinnen verfügen nicht über die gleichen Ressourcen, die sie aus der Familie und dem Bekanntenkreis schöpfen können wie Österreicherinnen. Darüber hinaus fehlen ihnen oft die finanziellen, rechtlichen und auch sprachlichen Möglichkeiten, um sich aus einer Gewaltbeziehung zu befreien und ein eigenständiges Leben zu führen.

In der Arbeit wird darauf eingegangen, aus welchen Gründen Hilfeleistungen von Institutionen nicht in Anspruch genommen werden, warum Heiratsmigration als (Überlebens-)Strategie betrachtet wird, welche Rolle Tradition und Kultur einnehmen und welchen Einfluss die Lebensbiografie von Migrantinnen auf Gewaltbeziehungen in der Partnerschaft haben kann.

Der intersektionale Ansatz als Methode gibt Aufschluss, welche Faktoren Einfluss auf die Lebensverhältnisse der Frauen nehmen können.

Der zweite Teil der Arbeit widmet sich der „Interkulturellen Sozialen Arbeit“ als Indikator für eine adäquate Unterstützung für die von häuslicher Gewalt betroffenen Migrantinnen. Interkulturelle Soziale Arbeit impliziert dabei ein Bündel von fachlichen, persönlichen und sozialen Kompetenzen, welche die Reflexion und Handlungsfähigkeit in kulturellen Überschneidungssituationen ermöglichen.

Zusammenfassung (Englisch)

The subject of this paper is domestic violence with a focus on migrant women. The scope is to define risk factors leading to a higher risk of ending up in abusive relationships which (may) rather affect women with a so-called migration background than women with a non-migration background.

The following hypotheses have been established: Many migrant women do not dispose of the same resources which they can draw from family and friends as Austrian women. Further, they often lack the financial, legal and also lingual means in order to liberate themselves from an abusive relationship and to live a self-determined life. This work analyzes the reasons for which assistance from institutions is often denied, why connubial migration is regarded as a (survival) strategy, the role of tradition and culture and the influences migrant women’s biographies can have on violent relations within partnerships.

Methodologically the intersectional approach provides information on the factors which may influence women’s life circumstances.

The second part of this paper is dedicated to “Intercultural Social Work” as an indicator for adequate support for migrant women affected by domestic violence. Intercultural Social Work implies a cluster of personal, professional and social skills which permit reflection and action ability within situations of intercultural contact.