Titelaufnahme

Titel
Ballistisches versus statisches Dehnen der ischiocruralen Muskulatur: Vergleich der Effektivität bezüglich Stiffness und "Range of Motion"
Weitere Titel
Ballistic versus Static Stretching on Hamstring Muscles: Comparison of Effectiveness Relating on Stiffness and "Range of Motion"
VerfasserJafari, Armin
GutachterWidhalm, Klaus
Erschienen2014
Datum der AbgabeMai 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die verfasste Bachelorarbeit 1 befasst sich mit dem Vergleich von statischem und ballistischem Dehnen.

Zu Beginn wurde das aktuelle Wissen über statisches und ballistisches Dehnen beleuchtet. Besonderes Augenmerk wurde hierbei auf die Parameter der Durchführung gelegt.

Beim statischen Dehnen wurden hierbei Studien herangezogen, die die Durchführung bezüglich Dauer, Häufigkeit und Intensität des Dehnens untersuchten. Ergebnisse hierbei waren, dass als optimale Dauer 30 Sekunden festgelegt wurden, mit einer Intensität von 3-4 auf der RPE-Skala, welche die Intensität des wahrgenommenen Dehnreizes beschreibt. Die Häufkeit des Dehnens wurde zwar untersucht, jedoch kein optimaler Wert festgelegt. Es wurde jedoch herausgefunden, dass es keinen Unterschied gibt zwischen einmal und dreimal 30 Sekunden Dehnen gibt, wenn dieses fünfmal pro Woche geschieht.

Das herausfinden optimaler Parameter von ballistischem Dehnen war in der Literatursuche aufgrund fehlender Studien nicht möglich. Es wurden dennoch Parameter festgelegt, die denjenigen entsprechen, welche sich auch als Inhalt der Dehnprotokolle der untersuchten Studien wiederfanden. Diese sind, dass ballistisches Dehnen in federnden Bewegung, mit einer Frequenz von einem Herz am Bewegungsende, in einem Bewegungsumfang von 3-5 Grad durchgeführt wird.

Die zentrale Fragestellung der Arbeit lautet daher: Unterscheidet sich die Wirkung von ballistischem und statischem Dehnen, auf ROM und Stiffness der ischiocruralen Muskulatur, bei einer Selbstdehnung im Stand mit 90° Hüftflexion und abgelegten Oberkörper?

Die Hypothesen zur Fragestellung lauten:

H1: Es gibt einen statistisch signifikanten Unterschied zwischen ballistischem und statischem Dehnen in Bezug auf Range of Motion.

H0: Es gibt keinen statistisch Signifikanten Unterschied zwischen ballistischem und statischem Dehnen in Bezug auf Range of Motion.

H2: Es gibt einen statistisch Signifikanten Unterschied zwischen ballistischem und statischem Dehnen in Bezug auf Stiffness.

H0: Es gibt keinen statistisch Signifikanten Unterschied zwischen ballistischem und statischem Dehnen in Bezug auf Stiffness.

Die Physiotherapeutische Relevanz ergibt sich daraus, dass Dehnen eine wichtige Intervention darstellt und somit die Suche nach einer möglichst effektiven Variante dahingehend essentiell ist, da das Ziel eines Therapeuten die möglichst optimale Behandlung eines Patienten sein soll.

Methodik: Zu Beginn wurden die Suchmethoden erläutert, sowie die zentralen Begriffe "Siffness", "Stretch Tolerance" und "Ischiocrurale Muskulatur" definiert.

Da es sich um eine observative, experimentelle Einzelfallstudie handelt, wurden die Inklusions und Exklusionskriterien für die Studie festgelegt.

Auch der Versuchsaufbau wurde erläutert und dabei auch die Ausgangsstellung und Durchführung der Dehninterventionen beschrieben.

Grob zusammengefasst lässt sich die Durchführung des Experiments folgendermaßen Umschreiben:

1. Durchführung einer Erstuntersuchung: Messung von ROM, Stiffness über Dynamometer, Messung der Muskelaktivität am Bewegungsende mittels EMG und Befragung der Intensität mittel RPE-Skala.

2.einmalige statische Dehnung für 30 Sekunden

3. sofortige Wiederbefundung (wie die Erstuntersuchung)

4.eine Einstündig Pause

5.einmalige ballistische Dehnung des gleichen Beins

6. erneute Wiederbefundung

7. Auswertung der Messergebnisse