Titelaufnahme

Titel
Diagnostik von durch Culicidae übertragenen Dirofilarien, mit Hauptaugenmerk auf Dirofilaria immitis und Dirofilaria repens
Weitere Titel
Diagnosis of by Culicidae transmitted Dirofilaria, with the focus on Dirofilaria immitis and Dirofilaria repens
VerfasserCuk, Claudia
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Culicidae / Dirofilaria immitis / Dirofilaria repens / Herzwurm / Humane Dirofilariose / Kanine Dirofilariose / Okuläre Dirofilariose / Stechmücken / Subkutane Dirofilariose
Schlagwörter (EN)Culicidae / Dirofilaria immitis / Dirofilaria repens / Heartworm / Humane dirofilariosis / Kanine dirofilariosis / Ocular dirofilariosis / Mosquitoes / Subcutaneous dirofilariosis
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Dirofilarien sind filarioide Nematoden, welche bei Tieren und Menschen zu einer Erkrankung führen können. Die größte Bedeutung wird Dirofilaria immitis und Dirofilaria repens zugeschrieben. Die Übertragung der Parasiten erfolgt durch über 70 verschiedene Stechmückenarten (Culicidae). Während Infektionen durch D. immitis beinahe weltweit auftreten, sind durch D. repens verursachte Fälle vor allem in Europa, Afrika und Asien zu finden. Durch Klima- und Umweltveränderungen, steigenden Tourismus und weltweiten Handel kommt es vermehrt zur Einschleppung und Verbreitung der Parasiten in gemäßigtere Klimazonen. Auch in Österreich konnte 2012 D. repens in zwei Stechmückenpools nachgewiesen werden. Der Nachweis in den Stechmücken erfolgt mittels polymerase chain reaction (PCR). Bei einer kaninen Dirofilariose können Mikrofilarien und adulte Würmer diagnostiziert werden. Gängige Analysemethoden sind der modifizierte Knott-Test, der Mikrokapillar-Test (MCT), die Sauren-Phosphatase-Aktivitätsbestimmung, serologische Schnelltests und PCRs. Im Menschen werden keine Mikrofilarien gebildet. Dadurch ist die Erregeridentifikation nur durch eine vorrausgehende Biopsie oder Entfernung des Parasiten möglich. Das gewonnene Material kann histologisch aufgearbeitet und der Erreger anhand seiner Morphologie und der durch ihm entstandenen Gewebsveränderungen diagnostiziert werden. Auch immunhistochemische Färbungen, welche die Anwesenheit von Wolbachia aufzeigen, Westernblotts, PCRs und ELISAs können zur Identifikation herangezogen werden. Die therapeutische Maßnahme beim Menschen ist die chirurgische Entfernung des Parasiten. Bei Hunden wird eine medikamentöse Behandlung einer operativen Entfernung vorgezogen. Allerdings beinhaltet diese oft schwere Nebenwirkung. Daher ist die Verwendungen von Prophylaxen von Bedeutung. Durch die zu erwartende Etablierung der Nematoden und dem Anstieg an Krankheitsfällen bei Tieren und Menschen werden Veterinär- und Humanmediziner und -medizinerinnen zukünftig mit der Thematik Dirofilariose, auch in Österreich konfrontiert werden. Daher ist es wichtig, Veterinär.- und Humanmediziner und -medizinerinnen auf Dirofilarien aufmerksam zu machen, wie auch mehr über den Erreger selbst, seine Vektoren und die neuen geographischen Vorkommen zu erfahren. Diese Arbeit basiert auf Literaturrecherchen und handelt über Dirofilarien mit speziellem Augenmerk auf D. immitis und D. repens, ihren Vektoren, den Endemiegebieten, ihren Haupt- und Fehlwirten, wie auch der diagnostischen Analyseverfahren zum Nachweis und der Identifizierung der Parasitenarten in Stechmücken, Hunden und Menschen, möglichen Therapieansätzen und Maßnahmen zur Prävention.

Zusammenfassung (Englisch)

Dirofilaria are filarioid nematodes which can cause diseases in humans and animals. The two most important Dirofilaria are Dirofilaria immitis and Dirofilaria repens. They can be transmitted by ~70 mosquito species. Infections caused by D. immitis appear all over the world, whereas infections caused by D. repens appear in Europe, Asia and Africa. Because of climate change, increasing tourism and global trading the infiltration of parasites in temperate areas is constantly rising. In 2012 D. repens was also examined in two mosquitopools in Austria. The proof of filarioid helminth in mosquitoess is done by PCR. If a Dirofilaria infects a dog, microfilariae and adult parasites can be diagnosed. The method of analysis most common used are the modified Knott-test, the microcapillary-test, the acid phosphatase activity, serological tests and PCRs. In humans microfilariae cannot be found. So the identification of the pathogen is just possible with a biopsy or an ectomy of the parasite. The biopsy could be handled by histology and the pathogen could be identified because of the morphology and the damage the pathogen has caused in human tissue. Other methods of analysis are immunhistochemical staining, which can expose Wolbachia, western blotting, PCRs and ELISA. In dogs a medicinal treatment is preferred to ectomy. But the problem is that medication has side effects. Therefore prophylactic treatment is very important. As a consequence of the establishment of the nematodes in new areas the cases of illness in humans and canine will increase. So doctors and veterinarians will be confronted with dirofilariasis in Austria. In this case it is very important to inform doctors and veterinarians about Dirofilaria, the pathogen, the vectors and the new establishment of them. This thesis deals with Dirofilaria, especially with D. immitis and D.repens, their endemic area, their main hosts and less adequate hosts, the methods of analysis and the identification of the parasites in mosquito, dogs, humans, but also with therapeutic options and prophylactic treatment, based on a literature search.