Titelaufnahme

Titel
Partnerschaftliche Beziehungsdynamiken bei Personen mit einer Borderline-Persönlichkeit und Unterstützung der Betroffenen durch Psychoedukation
Weitere Titel
Partnership dynamics of borderline types and support for victims by psychoeducation
VerfasserMarktl, Corinna
Betreuer / BetreuerinStangl, Michaela
Erschienen2015
Datum der AbgabeApril 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Borderline-Persönlichkeitsstörung / Partnerschaftliche Beziehungsdynamiken / Psychoedukation / Soziale Arbeit und Borderline
Schlagwörter (EN)Borderline personality disorder / partnership dynamics / psychoeducation / social work and borderline
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die partnerschaftlichen Beziehungen von BorderlinerInnen sind gekennzeichnet durch viele Schwierigkeiten, die sich aufgrund von früheren Beziehungserfahrungen und der Symptomatik der BorderlinerInnen ergeben. Eine schwache oder fehlende Identität, große Verlassensängste und Probleme bei der Affektregulation können neben primitiven Abwehrmechanismen, auftretenden Komorbiditäten und dem meist destruktiven Persönlichkeitsstil des/der PartnerIn eine große Belastung für die Beziehung, den/die BorderlinerIn und deren/dessen PartnerIn darstellen. Weil die Soziale Arbeit immer häufiger mit BorderlinerInnen und deren Beziehungsproblematiken beschäftigt ist, kann es hilfreich sein, mit diesen und deren PartnerInnen nach einem psychoedukativen Ansatz zu arbeiten. Grundlegend dafür sind eine gute Arbeitsbeziehung zwischen SozialarbeiterIn und KlientIn. Durch die Psychoedukation werden die KlientInnen und deren PartnerInnen dazu motiviert, eigene Erfahrungen, Wahrnehmungen und Vorstellungen einzubringen. Neben dem angeleiteten Austausch werden Informationen über die Erkrankung, die Ursachen und verschiedene Behandlungsmöglichkeiten von dem/der SozialarbeiterIn durch unterschiedliches Arbeitsmaterial vermittelt. Gelingt es dem/der PartnerIn durch den Wissenserwerb und den gemeinsamen Austausch die Erkrankung und die Verhaltensweisen der BorderlinerInnen besser zu verstehen, stellt dieser eine wichtige soziale Ressource dar und kann auch die eigene psychische Gesundheit besser schützen.

Zusammenfassung (Englisch)

Partnerships of borderline types are characterized by many difficulties that arise from past relationship experiences and symptoms of the borderline personality disorder. A weak or missing identity, intensive anger and problems in affect regulation, combined with primitive mechanisms of defense, occurring comorbidities and a destructive personality of the partners strain on the partnership. Social work is more often employed with borderline types and their relationship problems, so it can be helpful to work with them and their partners on a psychoeducational approach. A good working relationship between social worker and client are fundamental for successful work. By psychoeducation the clients and their partners are motivated to contribute their own experiences, perceptions and ideas. In addition to the guided exchange the social worker gives information about the disease, its causes and different treatments. When partners get more experience about the disease during the joint exchange they represent a useful social resource. Moreover, it can protect its own mental health.