Titelaufnahme

Titel
Das Bobath-Konzept - Begründung, Wirksamkeit und die ergotherapeutische Behandlung in der Rehabilitation von SchlaganfallklientInnen
Weitere Titel
The Neurodevelopmental Treatment - Justification, Effectiveness and occupational therapy treatment in stroke rehabilitation
VerfasserOchs, Daniela
Erschienen2015
Datum der AbgabeFebruar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Bobath-Konzept / Schlaganfall / Ergotherapie / Wirksamkeit / Behandlungsprozess
Schlagwörter (EN)Neurodevelopmental Treatment / Stroke / Occupational Therapy / effectiveness / Treatment process
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der neurologischen Rehabilitation von KlientInnen nach einem Schlaganfall zeigt sich, dass in der Ergotherapie sehr häufig das Bobath-Konzept eingesetzt wird, um die Selbständigkeit der KlientInnen im Alltag wiederherzustellen. Daher werden in dieser Arbeit anhand einer empirischen Untersuchung Gründe aufgezeigt, warum ErgotherapeutInnen im Raum Wien das Konzept einsetzen und wie sie die Wirksamkeit der Behandlung erkennen können. Darüberhinaus wird der ergotherapeutische Behandlungsprozess dieser ErgotherapeutInnen dargestellt. Als Grundlage für die Befragung dienten Ergebnisse aktueller wissenschaftlicher Literatur zur Begründung und Wirksamkeit.

In der methodischen Vorgehensweise zur Beantwortung der Fragestellungen wurde ein quantitativer Forschungsansatz in Form eines selbst entwickelten Fragebogens gewählt. Die Erhebung der Daten wurde an österreichischen Institutionen durchgeführt. Bei den ProbandInnen der Untersuchung handelte es sich um ErgotherapeutInnen, die das Bobath-Konzept bei der Behandlung von SchlaganfallklientInnen in der neurologischen Rehabilitationsphase einsetzen.

Dabei wird das Konzept am häufigsten zur Verbesserung des Alignments der oberen Extremität, zur Vorbeugung der Spastizität, zur Vergrößerung des Bewegungsausmaßes, und aufgrund der Qualität der Bewegungen angewandt.

Für die Befundung von KlientInnen nach einem Schlaganfall wird am häufigsten ein an der Institution entwickeltes Erhebungsinstrument bzw. Dokumentationsbogen verwendet. Daneben wurde auch der Allensbacher Feinmotorik-Test oft genannt. Therapeutische Schwerpunkte sind in der Phase der Intervention die Tonusregulierung, die Anbahnung normaler Bewegungsabläufe, sowie die Optimierung der Funktion durch die Verbesserung der Haltungskontrolle und das Alignment der paretischen Körperseite zu schaffen.

Die Wirksamkeit der Therapie am Ende des Behandlungsprozesses wird vor allem durch die Kontrolle der klientInnenzentrierten Ziele, sowie durch die Qualität der Bewegungsausführung in Alltagssituationen überprüft. Oft genannt wurde auch die Wiederholung der Assessments und erneutes Ausfüllen des Dokumentationsbogens.

Zusammenfassung (Englisch)

To rebuild the client´s independence in activities of daily living, the neurodevelopmental treatment (NDT), in Austria known as “Bobath-Konzept”, is frequently used by occupational therapists in stroke rehabilitation. This thesis presents reasons why the neurodevelopmental treatment is chosen in Austria, and how therapists measure the effectiveness of the treatment. Moreover, the occupational therapists treatment process will be shown. Results found in current literature, which built the basis for this study, will also be presented.

The approach of the examination was a quantitative paradigm using a questionnaire. The survey was carried out at Austrian institutions only, from occupational therapists who are treating post-stroke clients using the Neurodevelopmental Treatment. The NDT-concept thereby is mostly used for improvement of the alignment of the upper limb, to prevent spasticity, to expand the range of motion and because of quality of movement.

The survey revealed that occupational therapists in Austria prefer assessment tools designed by their institution. Also the ´Allensbacher fine motor coordination-test´ is frequently used. Results of the study further show that key aspects of therapists intervention are modulation of tone, initiation of standard movement, as well as improvement of postural control and the alignment of the paretic half of the body.

The effectiveness of the treatment is given by proving client-centered aims, as well as quality of movement in daily living. Also recapitulating the assessment tools was also often mentioned as measure of treatment success.