Titelaufnahme

Titel
Gewaltschutz für Migrantinnen. Schutz vor häuslicher Gewalt bei vom Täter abgeleitetem Aufenthaltsrecht
Weitere Titel
Protection against domestic violence for migrant women. Legal protection in case of residence titles based on family reunification
AutorInnenSchachner, Elisabeth
GutachterMusil, Verena
Erschienen2013
Datum der AbgabeApril 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gewaltschutzgesetz / Migrantinnen / abgeleitetes Aufenthaltsrecht / Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz / Gewaltschutz / häusliche Gewalt / Familienzusammenführung / strukturelle Gewalt
Schlagwörter (EN)Act on Protection Against Domestic Violence / female migrants / right to residence / protection against domestic violence / domestic violence / family reunification / structural violence
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Gewaltschutzgesetze stellen Betroffenen von häuslicher Gewalt polizeiliche und gerichtliche Möglichkeiten zur Verfügung, um diesen Schutz zu bieten. Doch nicht alle Menschen können von diesen Möglichkeiten Gebrauch machen. Migrantinnen, die ihren Aufenthaltstitel vom Gewalttäter ableiten, stellen dabei eine besonders vulnerable Gruppe dar. Diverse Formen von struktureller Gewalt, wie beispielsweise die Diskriminierung am Arbeitsmarkt, der erschwerte Zugang zu wohlfahrtsstaatlichen Unterstützungsleistungen und die teilweise abweisenden Reaktionen der Aufnahmegesellschaft, verhindern die Inanspruchnahme dieser Möglichkeiten durch die von häuslicher Gewalt betroffenen Migrantinnen. Besonders die aufenthaltsrechtlichen Regelungen spielen dabei eine bedeutende Rolle. Im Falle von Familienzusammenführung wird das Aufenthaltsrecht der zuziehenden Person vom Titel der zusammenführenden Person abgeleitet und ist abhängig vom Vorliegen gewisser Voraussetzungen. Zu diesen kann auch der Fortbestand der Ehe zählen. Möchten die betroffenen Frauen eine Scheidung, müssen von diesen ebenfalls Voraussetzungen erfüllt werden, damit sie trotz Wegfall der Angehörigeneigenschaft ihr Aufenthaltsrecht in Österreich nicht verlieren. Die vorliegende Bachelorarbeit beschäftigt sich damit, inwieweit diese Voraussetzungen Hürden bilden, die dazu führen können, dass Migrantinnen die bestehenden Möglichkeiten der Gewaltschutzgesetze nicht nutzen können.

Zusammenfassung (Englisch)

The violence protection acts provide persons faced with domestic violence with means of protection by police and courts. Yet not all persons can make use of these possibilities. Migrants, whose residence title is dependent on the perpetrator of violence, are a particularly vulnerable group. Multiple forms of structural violence, like for example discrimination in the labor market, the more difficult access to social welfare benefits and the partly negative (rejecting) reactions in the receiving society, prohibit migrants from making use of the protection available. Rules on residence titles play an especially important role. In case of family reunification the right to residence of the joining family member is dependent upon the residence title of the person already in Austria and upon meeting certain criteria. One of these can be the continued existence of the marriage. If the woman concerned wants a divorce, she has to meet criteria in order not to lose her right of residence despite not being a family member any longer. This bachelor thesis entitled ‘Protection against domestic violence for migrant women. Legal protection in case of residence titles based on family reunification’ will examine to what extent these criteria are obstacles, which can cause migrants to not make use of the available mechanisms of protection.

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