Titelaufnahme

Titel
Übergangsmanagement bei jungen Erwachsenen im Strafvollzug und die Bedeutung sozialer Kompetenzen
Weitere Titel
Transition Management for Young Adult Prison Inmates and the Significance of Social Competencies
VerfasserFelnhofer, Eva-Maria
GutachterHammer, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeNovember 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Soziale Kompetenzen / Übergangsmanagement / junge Erwachsene / Delinquenz / Strafvollzug / desistance / Straffälligkeit
Schlagwörter (EN)social competencies / transition management / young adults / delinquency / prison system / desistance
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Forschungsarbeit mit dem Titel „Übergangsmanagement bei jungen Erwachsenen im Strafvollzug und die Bedeutung sozialer Kompetenzen“ beschäftigt sich mit dem „doppelten Übergang“, den straffällig gewordene junge Erwachsene zu bewältigen haben (erstens den Übergang von der Jugend ins Erwachsenenalter, und zweitens den Übergang von der Haft in die Freiheit), und den daraus resultierenden Herausforderungen: In der kritischen Phase dieser Übergänge erscheint vor allem die Stärkung sozialer Kompetenzen zur dadurch in weiterer Folge möglichen Stärkung der sozialen Ressourcen ausschlaggebend für eine straffreie Bewältigung des eigenen Lebens nach der Haft. Diesen Zusammenhang betont auch die aus dem angloamerikanischen Raum stammende desistance-Forschung, die sich mit Gründen für einen Ausstieg aus der Delinquenz beschäftigt. Das aktuell im österreichischen Strafvollzug angewandte Übergangsmanagement, als Schnittstelle zwischen Haft und Freiheit, lässt sich grob in zwei Bereiche gliedern: Zum einen werden existenzsichernde Maßnahmen ergriffen (materieller Rahmen), zum anderen werden psychosoziale Angebote gesetzt. Im Rahmen der Arbeit wurden drei Interviews mit ExpertInnen aus dem Bereich des Strafvollzugs geführt. Aus diesen Interviews kann der Schluss gezogen werden, dass, übereinstimmend mit den theoretischen Ausführungen, die Stärkung sozialer Kompetenzen im Rahmen der psychosozialen Angebote von großer Bedeutung ist, aufgrund mangelnder Ressourcen (finanziell, personell, zeitlich) jedoch derzeit nur ansatzweise realisiert werden kann. Diesbezüglich besteht jedenfalls Handlungsbedarf.

Zusammenfassung (Englisch)

The current thesis entitled ‚Transition Management for young adult prison inmates and the Significance of Social Competencies’ traces the ‚double transition’ that delinquent young adults have to face (first, the transition from youth to adulthood and second, the transition from detention to freedom). Also, it depicts the resulting challenges: In the critical phase of these transitions the empowerment of social competences and, furthermore, the strengthening of social resources seems to play a key role in facilitating a subsequent life without delinquency. This relationship is emphasized by Anglo-American desistance research which focuses on reasons for desistance from crime. Transition management, as it is currently practiced and executed in the Austrian penal system, may be divided into two differing approaches: On the one hand, measures are being taken to help past delinquents secure their livelihood and on the other hand, psychosocial support structures are being provided. Thus, for the purpose of this thesis, three experts in the field of penal systems were interviewed. The analysis of these interviews leads to conclude that - congruent with current theoretical notions - the empowerment of social competencies as part of the psychosocial support is of great significance. However, considering the lack of resources (in terms of finances, staff, and time) this goal can only be realized rudimentarily at this point in time. Concerning this matter, action is needed.