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Title
Reformen im Familienrecht - ein Fortschritt?
Additional Titles
Reforms in family law - a progress?
AuthorWiltschek, Helena
Thesis advisorMusil, Verena
Published2015
Date of SubmissionApril 2015
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Familienrecht / Kindschafts- und Namensrechtsänderungsgesetz 2013 (KindNamRÄG 2013) / Kindeswohl / Obsorge / Kontaktrecht / Familiengerichtshilfe / Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz 2013 (B-KJHG 2013) / Kinder- und Jugendhilfe
Keywords (EN)Family Law / Reform of Child's Law (KindNamRÄG 2013) / best interests of the child / custody / right to personal contact / family court assistance / law of child and youth services (B-KJHG 2013) / child and youth services
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Classification
Abstract (German)

Im Kindschaftsrecht konnte durch eine Erweiterung des Kindeswohlbegriffes eine gesellschaftliche Sensibilisierung im Bezug auf den Kinderschutz erreicht werden. Die Einführung der gemeinsamen Obsorge, die nun auch ohne die Zustimmung beider Elternteile möglich ist, sorgte für die Beseitigung der Benachteiligung von Vätern. Durch die steigende Zahl von unehelich geborenen Kindern war die Gleichstellung von ehelichen und unehelichen Kindern im Gesetz unvermeidbar. Auch das Kontaktrecht wurde neu erfasst und das Recht des Kindes auf persönlichen Kontakt zu beiden Elternteilen wurde zusätzlich verstärkt. Da es in Österreich zu immer mehr Scheidungen und Trennungen kommt, wurde die Familiengerichtshilfe als unterstützende Funktion in Pflegschaftsverfahren eingeführt, wodurch eine enge Kooperation zwischen Sozialer Arbeit und Gericht stattfindet.

Durch die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, musste auch eine Reform der gesetzlichen Grundlage für die Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden. Konkrete Arbeitsweisen in der Sozialen Arbeit mit Familien wurden unter anderem durch die Bereiche Gefährdungsabklärung und Hilfeplanung gesetzlich verankert. Neuerungen betreffen auch die Einführung des Vier-Augen-Prinzips und der neuen fachlichen Standards in der Kinder- und Jugendhilfe, damit eine hochwertige Qualität dieser Arbeit gewährleistet werden kann.

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit zwei bedeutenden Reformen, um die Frage beantworten zu können, ob dadurch ein Fortschritt im österreichischen Familienrecht erreicht werden konnte.

Abstract (English)

The extension of the best interests of the child in the Child's Law resulted in a great deal of attention concerning the child protection. The introduction of the shared custody, which is now without the agreement of both parents possible, removed the discrimination against fathers. The increasing number of children born out of marriage led up to equality in Child's Law to children born in marriage. The right of children to personal contact to both parents was also reformed and reinforced. There is an increasing number of divorces in Austria. This fact led up to the introduction of the family court assistance for supporting the family judges, what allows a closely cooperation between social work and court.

Because of the changes in social parameters in the life world of children, there had to be a reform in the legal provisions of the child and youth services. Law establishes concrete practices, like the clarification of endangerment and help strategies in the social work with families. An improvement is also the introduction of the "four-eye-principle" and the new specialized standards in the child and youth services, for a high quality of work.

This dissertation deals with two important reforms to figure out, if this means a progress in the Austrian family law.

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