Titelaufnahme

Titel
Zusammenhänge zwischen Quadricepsstärke und funktioneller Beeinträchtigung im Alltag bei Patientinnen und Patienten nach einer Knie-TEP Implantation
Weitere Titel
Correlation of quadriceps strength and functional impairment in everyday life for patients after TKA - a retrospective analysis
VerfasserMerl, Ilyas
GutachterGruber, Silke
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Knietotalendoprothese / Knie-TEP / Quadricepsstärke / Quadricepskraft / WOMAC / Fragebogen / funktionelle Beeinträchtigung
Schlagwörter (EN)knee arthroplasty / total knee arthroplasty / TKA / quadriceps strength / WOMAC / questionnaire
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kontext/Ziel/Fragestellung:

Im Rahmen der vorliegenden Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Kraft des m. quadriceps femoris und der funktionellen Beeinträchtigung von Patientinnen und Patienten nach einer Knie-TEP Implantation erhoben. Es handelt sich um eine retrospektive Datenanalyse bestehend aus 126 Datensätzen von Patientinnen und Patienten aus dem Herz Jesu Krankenhaus in Wien, die am Programm: Intensivierte Frührehabilitation teilgenommen haben. Dabei wurden Daten zur Muskelkraft des Quadriceps (f) und des WOMAC-Fragebogens (x), der die funktionelle Beeinträchtigung im Alltag misst, präoperativ, sowie drei und 12 Monate postoperativ gesammelt. Mittels statistischer Auswertung (Spearman-Korrelation) wurde der Korrelationskoeffizient (rs) zwischen den beiden Werten f und x ermittelt. Veränderungen von rs zu den unterschiedlichen Erhebungszeitpunkten wurden im Rahmen einer Verlaufsanalyse der Korrelation festgestellt. Alter und Geschlecht wurden zur genaueren Analyse als mögliche Störvariable berücksichtigt.

Ergebnisse:

Die vorliegende Studie ergibt eine negative Korrelation im postoperativen Verlauf. Ein kräftiger m. quadriceps femoris führt zu niedrigeren Gesamtscorewerten des WOMAC-Fragebogens. Alter ist kein wesentlicher Einflussfaktor. Die Geschlechteranalyse ergibt für Frauen einen stärkeren Zusammenhang der beiden Variablen x und f als in der Gesamtstichprobe berechnet. Die Teilstichprobe Männer hingegen ergibt keine signifikanten Ergebnisse in der Korrelationsanalyse. In der Gesamtstichprobe zeigt sich im Zeitverlauf eine Zunahme des Korrelationskoeffizienten von der Drei- zur 12-Monatserhebung von 24,4 %.

Schlussfolgerung:

Die Kraft des m. quadriceps femoris steht im Zusammenhang mit der funktionellen Beeinträchtigung von Patientinnen und Patienten nach einer Knie-TEP Implantation. Im Verlauf der postoperativen Phase steigt die Bedeutsamkeit dieser Korrelation. Geschlechterspezifische Unterschiede sind vorhanden, müssen aber im Rahmen zukünftiger Studien näher begutachtet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Context/Objectives:

Goal of this study is to evaluate the correlation of strength in the m. quadriceps femoris muscle and experienced disability in patients after total knee arthroplasty. It is a retrospective analysis of 126 patients of the Herz Jesu hospital in Vienna. All patients participated in a fast-track program for intensified early post-OP rehabilitation. Data was collected pre-operatively, three and 12 months after surgery. As a statistical analysis tool the Spearman correlation coefficient was used to show the connection of the strength of the quadriceps muscle (f) and the total score of the WOMAC-questionnaire (x), which was used to evaluate the functional disability of these patients. Correlation coefficients of the three and 12-months data sets were compared to make any changes in value visible. The influence of age and sex was checked for relevance.

Main results:

There is a negative correlation in post-operative muscle strength of the quadriceps muscle and the total score of the WOMAC-questionnaire. A strong quadriceps muscle results in smaller degree of experienced disability in patients with total knee arthroplasty. Age doesn’t seem to influence these results. Sex has influence on the correlation coefficient. Analysis of the male patient data resulted in no significant outcome as in regards to correlation of the two variables x and f. Analysis for the female patients concluded in a stronger and significant correlation between the two variables than the analysis of the total sample. The total sample correlation coefficient elevates by 24,4 % from three to 12-months post OP.

Conclusion:

The strength of m. quadriceps femoris has a positive effect on the experienced disability of patients after total knee arthroplasty. The post-OP correlation analysis shows an increase of the correlation coefficient by 24,4 % from three to 12 months. Sex related differences in correlation coefficiency are obvious, but need further investigation in future studies.