Titelaufnahme

Titel
Welche Evidenzen ergotherapeutischer Interventionen gibt es zur beruflichen : Wiedereingliederung psychisch kranker Menschen?
Weitere Titel
Effects of occupational therapy interventions in vocational rehabilitation for people with mental disorders
VerfasserZeinlinger, Johanna
GutachterGrundtner, Stefan
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Berufliche Wiedereingliederung / Psychiatrische Erkrankung / Intervention / Wirksamkeit
Schlagwörter (EN)Occupational therapy / vocational rehabilitation / mental illness / intervention / efficacy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Einleitung: Psychisch kranke Menschen stellen eine besonders von Arbeitslosigkeit gefährdete Population dar. Ein Verlust der Arbeitsfähigkeit hat oftmals fatale Auswirkungen auf den Einzelnen, sowie auch auf die Gesellschaft. Diese Arbeit bietet einen Überblick über Evidenzen ergotherapeutischer Interventionen zur beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit einer psychiatrischen Erkrankung in den Arbeitsprozess.

Methodik: Die Arbeit ist in Form eines systematischen Literaturreviews aufgebaut. Die Literaturrecherche wurde in den Datenbanken CINAHL, Cochrane Library, Medline und OTseeker zwischen 5.3.2015 und 9.3.2015 durchgeführt. Zusätzlich erfolgte „citation tracking“ und eine Handrecherche in der Bibliothek der FH Campus Wien. Sieben deutsch- und englischsprachige Publikationen wurden für diesen Review herangezogen. Sie wurden in Evidenzlevel eingeteilt, kritisch beurteilt und diskutiert.

Ergebnisse: Die in diesem Review inkludierten Studien wiesen signifikante positive Ergebnisse in Bezug auf eine Verbesserung der Handlungsperformanz, berufliche Wiedereingliederung und eine positive Veränderung des subjektiven Erlebens der eigenen Rolle, der Umwelt und alltäglicher Betätigungen auf.

Diskussion: Jene Interventionen, in denen der Prozess des Jobeinstiegs in die Ergotherapie integriert wurde, hatten eine höhere Rate der beruflichen Wiedereingliederung zur Folge.

Schlussfolgerung: Ergotherapie wirkt am nachhaltigsten, wenn sie im individuellen Alltag der KlientInnen ansetzt. Eine wichtige Implikation für die ergotherapeutische Praxis ist somit, dass Ergotherapie nicht nur vorbereitend auf eine berufliche Wiedereingliederung wirken soll, sondern KlientInnen in ihrem Prozess des Arbeitseinstiegs aktiv begleiten soll.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: People with a mental illness are at great risk for getting unemployed. The loss of workability often implies disastrous consequences for the idividual and the society. This review provides an overview of evidences for occupational therapy interventions in vocational rehabilitation in an psychiatric setting.

Methods: This bachelor thesis is built up as a literature review. Research for literature was carried out in the databases CINAHL, Cochrane Library, Medline und OTseeker between 5th march 2015 and 9th march 2015. Additionally citation tracking and research in the library of FH Campus Wien was carried out. Seven german and english publications were integrated in this review. They were divided into different levels of evidence, critically appraised und discussed.

Results: The included publications indicate significant positive results in relation to an improvement of the occupational performance, re-integration into employment and a positive change of the perception of the role, the environment and everyday occupations.

Discussion: Those interventions in which the process of entering a job was integrated in the occupational therapy intervention resulted in a higher rate of clients who regained work.

Conclusions: Occupational therapy interventions are more effective if they do not just prepare clients for a re-integration into work, but actively accompagny clients through the process of re-entering a job.