Titelaufnahme

Titel
Modifizierter kultureller Nachweis von Pilzen bei PatientInnen mit Zystischer Fibrose und Erfassung der Besiedelungsspektrums
Weitere Titel
The detection of fungi in patients with cystic fibrosis by using modified culture methods
VerfasserGelles, Katharina
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Zystische Fibrose / Aspergillus fumigatus / Candida albicans / Candida dubliniensis / Scedosporium spp. / Exophiala spp. / SceSel+ / ECA / Drei – ÖsenTechnik / Kalilaugen Präparat / MALDI – TOF
Schlagwörter (EN)Cystic Fibrosis / Aspergillus fumigatus / Candida albicans / Candida dubliniensis / Scedosporium spp. / Exophiala spp. / SceSel+ / ECA / Three - Loop Smear / Potassium Hydroxide Solution Specimen / MALDI – TOF
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich einerseits mit dem modifizierten kulturellen Nachweis von Pilzen bei PatientInnen mit Zystischer Fibrose, andererseits mit der Erfassung des Besiedelungsspektrums. Bei Zystischer Fibrose (ZF) handelt es sich um eine autosomal rezessiv vererbbare Lungenerkrankung. Die Ursache für diese Erkrankung beruht auf Mutationen im Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance Regulator (CFTR). Als Resultat kommt es zu einer Verdickung des Bronchialschleims und zu einer fehlerhaften mukoziliären Clearance. Diese Faktoren begünstigen den Eintritt, das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien und Pilzen. Die häufigsten Vertreter von Pilzen bei ZF sind Schimmelpilze der Gattung Aspergillus spp., sowie Candida spp. als Vertreter der Hefen. Sie können zu schwerwiegenden, oftmals letal verlaufenden Infektionen führen. Obwohl die Rolle der Pilze in den Atemwegen bei ZF – PatientInnen zur Zeit noch nicht vollständig geklärt ist, ist der Befall des Respirationstraktes eine führende Ursache für Morbidität und Mortalität. Ein weiteres Problem liegt in der Detektion und Identifizierung von Pilzen bei Zystischer Fibrose. Es wird diskutiert, ob und welche Kultivierungsverfahren für eine Beurteilung der Pilzmikrobiota am geeignetsten sind.

In dieser Studie wurde durch den Einsatz von zusätzlichen Spezialmedien untersucht, ob eine größere Ausbeute von Pilzen aus ZF – Proben im Unterschied zur Routinediagnostik detektiert werden kann. Bei den Spezialmedien handelte es sich um die zwei Selektivmedien SceSel+ für Scedosporium spp. und ECA (Erythritol – Chloramphenicol – Agar) für Exophiala spp. Die Nährmedien wurden drei Wochen bei 30°C bebrütet. Anschließend erfolgte mittels unterschiedlicher Methoden die Identifizierung der Pilze. Die erhaltenen Ergebnisse wurden mit den Ergebnissen aus der Routinediagnostik verglichen. Dabei zeigte sich, dass durch den Einsatz des modifizierten kulturellen Verfahrens mehr Pilze (n=30) als mit den routinemäßig eingesetzten Methoden nachgewiesen wurde. In der Studie wurden insgesamt 155 Pilze, 17 verschiedene Pilzspezies, aus ZF – Proben detektiert. Mit Routinemethoden waren es lediglich 125 Pilze, obwohl sowohl in der Routine, als auch in der Studie dieselben Proben und dieselbe Probenanzahl verwendet wurden. Der Schimmelpilz Aspergillus fumigatus und die Hefe Candida albicans waren in der Studie die häufigsten Pilzarten.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the detection of fungi in patients with cystic fibrosis by using modified culture methods. Cystic fibrosis (CF) is an autosomal rezessive lung disease. The cause of CF are mutations in the cystic fibrosis transmembrane conductance regulator (CFTR). These mutations can result in production of thick and sticky bronchial mucus and defective mucociliary clearance. These circumstances facilitate the colonization of bacteria and fungi and provide a suitable environment for the growth of these microorganism. The most common fungi in CF are the mould Aspergillus and the yeast Candida. They can lead to severe infections often causing death. Although the role of fungi in the airways of patients suffering from CF is not completely understood the involvement of the respiratory tract is the leading cause for morbidity and mortality. Furthermore, it is difficult to find the best method for the detection and identification of fungi.

In this study we used in addition to standard media two special media for the cultivation of fungi. The aim was to detect a broader spectrum of fungi in patients suffering from CF. These special media were: SceSel+ for the cultivation of Scedosporium spp. and ECA (Erythritol – Chloramphenicol – Agar) used for the detection of Exophiala spp. The nutrient agars were incubated for three weeks at a temperature of 30°C. The identification of fungi was affected using different detection methods. Finally, these results were compared with the results of the routine diagnostic. It turned out that the use of modified culture methods led to an increase in detections of fungi (n=30) compared to routinely used methods. In sum, in the trial 155 fungi different and 17 different species in samples from patients suffering from CF were detected. Using routine methods only 125 fungi were detected although the same samples respectively number of samples have been used for the study as well for the routine. The most common fungi were the mold Aspergillus fumigatus and the yeast Candida albicans.