Titelaufnahme

Titel
Maßnahmen und Beratung bei pathologischen Narben als Aufgabe der Pflege
Weitere Titel
Treatment and counseling for patients with pathologic scars as the task of nursing
VerfasserKlein, Kerstin
GutachterAlder, Andrea
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)pathologische Narben / nicht-invasive Maßnahmen / psychosoziale Auswirkungen / Pflege / Beratung
Schlagwörter (EN)pathologic scars / non-invasive methods / psychosocial consequences / nursing / counseling
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hypertrophe und keloide Narben, in der vorliegenden Arbeit als pathologische Narben bezeichnet, entstehen während der Wundheilung aufgrund mechanischer, chemischer, altersbedingter, genetischer und hormoneller Faktoren. Pathologische Narben wirken sich negativ auf das körperliche Wohlbefinden aus. Sie schränken die Beweglichkeit ein und verursachen Juckreiz, Schmerzen und ein Spannungsgefühl. Es können schwerwiegende psychosoziale Auswirkungen entstehen. Soziale Kontakte, die Ausführung von Freizeitaktivitäten und des Berufes sind eingeschränkt. Als besonders wichtig werden begleitende und exklusive nicht-invasive Maßnahmen zur Reduktion von pathologischen Narben und präventive Interventionen zur Vermeidung pathologischer Narben angesehen. Durch nicht-invasive Methoden wird die Auseinandersetzung mit dem veränderten Körperbild unterstützt und die Selbstständigkeit der Betroffenen im Sinne eines Ressourcengewinns gefördert. Die Anwendung von Wundverschlussstreifen, Kompressionskleidung, Materialien aus Silikon, nicht silikonhaltigen Auflagen, Gewebeklebstoffen und der Massagetherapie stellen sich als geeignete Maßnahmen zur Narbenreduktion dar. Die Pflege als wichtige Ansprechpartnerin ihrer Klienten und Klientinnen nimmt einen zentralen Stellenwert in der Beratung und Behandlung von entstehenden und bereits bestehenden pathologischen Narben ein. Das Assessment pathologischer Narben erfolgt in einem ersten Gespräch anhand von Skalen und der Befragung des Klienten und der Klientin. Präventive Maßnahmen und Interventionen bei bestehenden pathologischen Narben werden auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmt und erklärt. Die Durchführung erfolgt durch den Klienten und die Klientin selbst. Das Erscheinungsbild der Narbe wird zu den vereinbarten Kontrollterminen von der beratenden Pflegeperson beurteilt.

Zusammenfassung (Englisch)

In the present study hypertrophic and keloid scars are termed pathological scars. They develop as a result of the woundhealing process and are caused by mechanical, chemical, age-related, genetic and hormonal factors. Pathological scars impact the physical well-being. They reduce motility and cause itching, pain and the feeling of tension. Affected individuals suffer from serious, psychosocial consequences. Social interaction, engagement in leisure activities and the exercise of a profession are restricted. Concomitant as well as exclusively non-invasive methods for the reduction and prevention of pathological scars are deemed to be key issues in this area. Non-invasive methods help to address and support changes in body image and aid patients in preserving their autonomy. Adequate methods for scar reduction include the application of wound closure strips, compression clothing, silicone materials, nonsilicone materials, tissue adhesives and massage therapy. The nursing profession assumes a central role in patient's well-being and subsequently is a pivotal part in the counseling and treatment of both developing and existing pathological scars. The assessment of pathological scars is based on scales and patient interviews. Preventive interventions and measures in case of existing pathological scars are tailored to individual client needs. Additionally, interventions are explained by nurses and subsequently implemented by the clients. At agreed sessions, the scar tissue and appearance are assessed by the consultant nurse.