Titelaufnahme

Titel
Die Trauer verwaister Mütter und ihre Auswirkung auf eine Folgeschwangerschaft
Weitere Titel
Orphaned mothers: the effects of teariness on a subsequent pregnancy
AutorInnenDöller, Lucia
GutachterKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Trauer / perinataler Verlust / Fehlgeburt / Totgeburt / Schwangerschaft / Folgeschwangerschaft
Schlagwörter (EN)Tearness / perinatal loss / misscarriage / stillbirth / pregnancy / subsequent pregnancy
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Der Tod eines Kindes ist ein tiefer Einschnitt im Leben von Eltern. Er führt in den meisten Fällen in eine Lebenskrise und ist der Anfang eines Trauerprozesses, der von werdenden Eltern je nach Situation individuell empfunden und erlebt wird. Frauen verlieren nach dem Tod ihres Kindes das Vertrauen in den eigenen Körper, da sie meinen, nicht in der Lage zu sein, ihr Kind zu beschützen. Dennoch ist bei den meisten Frauen nach dem Verlust ein Kindeswunsch ungebrochen.

Hauptthema der Arbeit ist die Folgeschwangerschaft nach perinatalem Verlust sowie die Auswirkungen der Trauer auf diese. Frauen, die einen solchen Verlust erleiden, erleben eine neuerliche Schwangerschaft mit sehr gemischten Gefühlen: Sie ist eine Kombination von Hoffnung und Angst. Viele Frauen vermeiden in der Folgeschwangerschaft, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, weil sie Angst vor einem neuerlichen Tod ihres Kindes haben. Die fachlichen Meinungen gehen darüber auseinander, ob Frauen nach perinatalem Verlust im Vergleich zu anderen, unter einer höheren Angst- und Depressionssymptomatik leiden. Fest steht, dass ein Trauerprozess, der „unvollendet“ bleibt eine neuerliche Trauerreaktion in der Folgeschwangerschaft hervorrufen kann – eine relevante Problematik sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Zusammenfassung (Englisch)

Having lost a baby is a severe setback for parents. In many cases it brings about a rough time and stands for the beginning of a process of grievance. How parents expecting a baby anew handle the situation varies from person to person. Women tend to lose reliance to their own body, once they lost a child, as they don’t see themselves capable to protect a child. Nevertheless, after such a loss most women maintain their desire to give birth to a child.

The key issue of this study is a pregnancy following a perinatal loss, and how grievance may affect the new pregnancy. After such a loss, women do have very mixed feelings about the pregnancy: it is a melange of hope and fear. Many women tend to avoid building an emotional relationship to their baby during their new pregnancy, as they may be timid of a further loss of a child.

There is no clear scientific evidence regarding an increased impact of symptoms of fear and depression on women after a perinatal loss, as compared to other women. However, it seems evident that an unfinished process of mourning may trigger a new reaction of grievance during a subsequent pregnancy – a relevant challenge in theory as well as in daily practice.