Titelaufnahme

Titel
Der Kristeller-Handgriff: unbedenklich?
Weitere Titel
The Kristeller-maneuver: uncritical?
VerfasserNunner, Marianne
GutachterKutalek-Mitschitczek, Brigitte
Erschienen2014
Datum der AbgabeJanuar 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kristeller-Handgriff / Expressio / Fundusdruck
Schlagwörter (EN)Kristeller-maneuver / Expressio / Fundal pressure
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der heutigen Geburtshilfe begegnen Hebammen immer wieder dem Kristeller-Handgriff. Er wird sowohl von Gynäkologen/-innen, als auch von Hebammen angewandt.

In der Hebammenausbildung wird zwar die Theorie dazu gelehrt aber in der Praxis können unterschiedliche Ausführungen und Anwendungssituationen dieses Manövers beobachtet werden.

Woher weiß man also, in welchen Momenten der Handgriff angebracht wäre und wie er richtig durchgeführt wird? Welche Komplikationen können entstehen und welchen Nutzen bringt die Anwendung?

Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Fragen rund um den Kristeller-Handgriff, sowohl mit der heutigen Lehrmeinung als auch mit den möglichen Konsequenzen, die durch seine Anwendung entstehen. Auch die Art der Ausführung soll beleuchtet werden, denn in der geburtshilflichen Praxis kann man diese in den verschiedensten Variationen beobachten. Welche davon ist nun die effektivste und risikoärmste?

Zu Vollständigkeit dieser Arbeit wird auch die Lehrmeinung des Namengebers des Manövers herangezogen. Dr. Samuel Kristeller hatte diese äußerliche Intervention vor etwa 150 Jahren beschrieben. Er konnte den Handgriff in vielen Situationen anwenden und erzielte gute Erfolge damit. Doch muss man bedenken, dass sich die Geburtshilfe seit damals entwickelt hat und die Notwendigkeit des Kristeller-Manövers in Frage gestellt werden kann. Es wurden seither andere Methoden erfunden, um ein Kind schneller zu entwickeln.

Im Laufe dieser Arbeit wird gezeigt, welche Dinge man bedenken muss, bevor man den Kristeller-Handgriff in den geburtshilflichen Alltag einbaut.

Zusammenfassung (Englisch)

Nowadays midwives repeatedly come in contact with uterine fundal pressure during the delivery. It is applied by gynecologists and also by midwives.

During the education of midwives the theory is taught, but in practice different ways and situations of execution can be noticed.

So how does one know, in which situations the uterine fundal pressure shall be applied and how it is executed correctly? Which are the possible complications that can occur and what is the benefit of its usage?

This thesis is concerned with the questions about the uterine fundal pressure, on the one hand with the doctrine nowadays and on the other hand with the possible consequences of its execution. Also the style of usage shall be examined, because different variations can be noticed in the obstetrical practice. Which style is the most effective one and which is the one with the lowest possible risk.

For completeness of contents of the thesis also the doctrine of the maneuver’s eponym is consulted. Dr. Samuel Kristeller described this external intervention 150 years ago. He could apply the maneuver in many situations and achieved good successes. But one has to consider that the obstetric has evolved since then and the necessity of the uterine fundal pressure can be called into question. Since that time other methods were found , to deliver a child in a faster way.

This thesis shows, what has to be considered, when the uterine fundal pressure is used in obstetrical daily life.