Titelaufnahme

Titel
„Wenn die Lust zum Atmen fehlt“ : Auswirkungen auf die Compliance, den PT-Prozess und Behandlungsmaßnahmen bei PatientInnen mit COPD und Depression
Weitere Titel
If breathing becomes dispassionately Effects on compliance, physiotherapeutic process and treatment measures in patients with COPD and depression
VerfasserBauer, Martina
GutachterEbner, Susanne
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine qualitative Literaturanalyse. Die Kriterien für die Literaturauswahl waren unter anderem Suchbegriffe wie „COPD“, „Depression“, „exercise training“ „treatment“ und „compliance“ Kombinationsmöglichkeiten aller Begriffe, frei zugängliche Studien in deutsch oder englisch und eine Limitierung der verwendeten Studien beim Erscheinungsjahr (ab 1995). Um einen ersten Eindruck über die Themenfelder COPD und Depression zu erzielen, wurden zunächst einmal Online-Datenbanken (PEDro, Pubmed, Science Direct vom FH Campus Wien zur Verfügung gestellt) zur Literaturrecherche herangezogen. Zusätzlich wurden auch die Referenzen als mögliche Quellen verwendet. Um auf eventuelle Volltextversionen, viele davon sind kostenpflichtig, zu stoßen, erfolgte die Eingabe des Studientitels in die Suchdatenbank „Google“ und „Google Scholar“.

Außerdem wurden Lehrbücher der Anatomie, Psychologie und Physiotherapie inkludiert, die vor allem die Krankheitsbilder der COPD und der Depression, pathophysiologische Vorgänge bei einer COPD und Behandlungsmaßnahmen im Sinne der respiratorischen Physiotherapie zum Schwerpunkt hatten.

Die physiotherapeutische Relevanz bei der Behandlung einer COPD ist offensichtlich. Bisher ist die Wirksamkeit physiotherapeutischer Maßnahmen auf die Symptome einer Depression nur unzureichend untersucht. Ein wesentlicher Aspekt für die Physiotherapie ist dabei die Frage, welche Auswirkungen hat eine Depression auf die Compliance der PatientInnen in der Therapie, denn eine mangelnde Compliance kann ebenso maßgeblich zum Scheitern einer Therapie beitragen, wie Motivation und Engagement zum Gelingen physiotherapeutischer Interventionen.

Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit ist die Beantwortung der zentrale Fragestellung: welche Auswirkungen auf die Compliance der PatientInnen in der Therapiesituation und den physiotherapeutischen Prozess hat eine COPD-Erkrankung in Verbindung mit einer Depression und welche physiotherapeutischen Behandlungsmaßnahmen, unter Zuhilfenahme von geeigneten Werkzeuge aus dem PT-Prozess, eignen sich für die Therapie beider Krankheitsbilder?

Die gesetzten Arbeitshypothesen richten sich nach den Auswirkungen einer COPD-Erkrankung, in Verbindung mit einer Depression auf die Compliance der PatientInnen in der Therapiesituation und den physiotherapeutischen Prozess. Zum anderen liegt das Augenmerk auf einer Auswahl von geeigneten physiotherapeutischen Maßnahmen, unter Zuhilfenahme von Werkzeugen aus dem PT-Prozess, wie Ziele und eventuell zu beachtende Kontraindikationen, die sich zur Behandlung beider Krankheitsbilder eignen. Nicht berücksichtigt werden sollen psychotherapeutische Behandlungsmaßnahmen und der Einsatz von Psychopharmaka. Eine Trennung der PatientInnengruppen, in jene die zusätzlich zur Physiotherapie Psychotherapie und/oder Psychopharmaka erhalten, wird nicht vorgenommen, da dies den Umfang dieser Arbeit übersteigt.

In den ersten Kapiteln gilt es, die für die Bearbeitung der Thematik notwendigen Begrifflichkeiten, wie COPD, Depression, Compliance und den physiotherapeutischen Prozess zu definieren und den Bezug zur zentralen Fragestellung herzustellen. Die Themenfelder COPD und Depression bilden die Grundlage der vorliegenden Arbeit und werden im Hauptteil miteinander in Beziehung gesetzt. In einem weiteren Schritt werden sie in den physiotherapeutischen Prozess eingegliedert, der zur besseren Übersicht Werkzeuge wie Compliance, Ziele und mögliche Kontraindikationen hervorhebt, um schließlich die geeigneten physiotherapeutischen Maßnahmen zur Behandlung beider Krankheitsbilder herauszuarbeiten. Die Eingliederung in den PT-Prozess erfolgt unter neuerlichem Aufarbeiten der bisherigen Rechercheergebnisse und wird in der Bac2 ausformuliert.