Titelaufnahme

Titel
Die Entwicklung der Einkommensschere und die Beschäftigungsverhältnisse von Frauen in Österreich : Vom gläsernen Schuh zur gläsernen Decke
Weitere Titel
The development of the income gap and the employment of woman in Austria Ceiling of glass to glass shoe
VerfasserDragoun, Michaela
GutachterKirchner, Susanne
Erschienen2015
Datum der AbgabeMärz 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Gender Pay Gap / Equal Pay Day / Gläserne Decke / EU-SILC / Europäisches Haushaltspanel
Schlagwörter (EN)Gender Pay Gap / Equal Pay Day / Glass ceiling / EU-SILC / European Community Houshold Panel
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Für Frauen endet die berufliche Karriere meist an einer sogenannten „gläsernen Decke“. Obwohl sich die Berufsausbildung von Frauen und Männern kaum unterscheidet, ist dieses Phänomen der gläsernen Decke, bei Männern nicht vorzufinden. Gerade in Führungspositionen ist dies häufig der Fall. Bei den Arbeitgebern ist nach wie vor der Gedanke verankert dass Frauen häufiger als Männer familienbedingt ihre Arbeitsstätte verlassen und eine höhere Risikoaversion aufweisen. Zusätzlich ist der Elternkarenz nach wie vor ein Hindernis, um nach der Karenzzeit wieder dort anzuknüpfen wo man aufgehört hat. Zwar ist es als Fortschritt zu sehen dass es gesetzlich Verankert ist, dass einem nach dem Karenz ein Gleichwertiger Posten zur Verfügung stehen muss, doch ist die Definition von Gleichwertig breit ausgelegt.

Beschließt man aber nach der Geburt eines Kindes schnell wieder in das Arbeitsleben einzusteigen, stellt sich die Frage wohin mit dem Kind. In den diversesten Medien wird von einem stätigen Ausbau der Kinderbetreuungsplätze berichtet, doch die Praxis schaut anders aus. Es gibt jahrelange Wartelisten und begrenzte Öffnungszeiten. Nicht zu vergessen die regelmäßigen Schließzeiten an Fenstertagen oder in den Ferien.

Also selbst wenn man das Glück hat schnell wieder in den Berufsalltag zurück zu kehren, so ist man doch nie zu 100 Prozent einsatzfähig. Und dies bekommt man leider sehr stark zu spüren. Und hier berichte ich als junge Mutter aus eigener Erfahrung, weshalb mich dieses Thema auch gereizt hat.

Frauen verdienen in Österreich nach wie vor um etwa 21,26 Prozent weniger als Männer bei gleichbleibender Arbeit.(1) Das Frauenministerium und der Verband Business & Professional Women Austria machen jährlich am Equal Pay Day auf die Einkommensschere aufmerksam, und darauf dass noch viel Arbeit zu einer echten Gleichstellung zu bewältigen ist.

(1) https://www.bmbf.gv.at/ministerium/vp/2014/20140318.html

Eine Frauenquote für den Öffentlichen Dienst wurde 1993 eingeführt, und Anfang 2010 von 40% auf 45% erhöht. Verankert wurde diese Quotenregelung für den Öffentlichen Dienst im Bundes-Gleichbehandlungsgesetz, in den Landes-Gleichbehandlungsgesetzen und in Antidiskriminierungsgesetzen.

Die ÖVP und SPÖ haben die 15a Bund-Ländervereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung beschlossen. Wien hat von allen Bundesländern die Vorschul- Kinderbetreuung am besten umgesetzt. Die Stadt hat alle Mittel aus den bisher beschlossen 15a-Vereinbarungen zum Ausbau der Betreuungsplätze abgeholt und investiert. So gibt es für die drei bis sechsjährigen Kinder eine Versorgungsquote von 104 Prozent. Bei den Null bis Dreijährigen beträgt die Versorgungquote 40 Prozent. Somit erfüllt Wien als einziges Bundesland die EU-Vorgabe von 30 Prozent, das sogenannte Barcelona-Ziel. (2)

Zusammenfassung (Englisch)

For women, the career usually ends at a so-called "glass ceiling". Although the vocational training of women and men is not much different, is this phenomenon of the glass ceiling, not to be found in men. Especially in managerial positions, this is often the case. Those employers still the thought is anchored that women more often than men for family-related leave their place of work and have a higher risk aversion. In addition, the parental leave is still an obstacle to tie in there again after maternity leave where you left off. While it can be seen as a step forward that it is anchored by law that a one Equivalent items must be available after the leave, but the definition of Equivalent width is designed.

But one act after the birth of a child quickly get back into working life, the question is what to do with the child. In the most diverse media reports on a confirm expansion of child care places, but the practice looks different. There are long waiting lists and limited opening times. Not to mention the regular closing times of window days or during the holidays.

So even if you are lucky enough to quickly return back to work everyday life back, one is never operational at 100 percent. And this one gets unfortunately very strongly felt. And here I report as a young mother from my own experience, which is why this issue has also irritated me.

Women earn in Austria still about 21.26 percent less than men for the same work. (1) The Ministry of Women and the Association of Business & Professional Women Austria make annually on Equal Pay Day on the income gap attentive, and on that much work is to deal with genuine equality.

(1) https://www.bmbf.gv.at/ministerium/vp/2014/20140318.html

A quota for women in the civil service was introduced in 1993 and early 2010 increased from 40% to 45%. Was anchored this quota system for the public sector in the Federal Equal Treatment Act, the country-equality laws and anti-discrimination laws.

The ÖVP and SPÖ decided 15a Federal-State agreement to expand childcare. Vienna is best implemented by all states, the preschool child care. The city has all the resources collected and invested from the previously decided 15a agreements to increase care places. So there for three to six year old children a supply rate of 104 percent. In the case of zero to three years old, the supply rate is 40 percent. Thus Vienna fulfilled only state the EU target of 30 per cent, the so-called Barcelona goal.