Titelaufnahme

Titel
Fetal Programming - Zusammenhang zwischen plazentaren Erkrankungen : und deren epigenetischen Auswirkungen
Weitere Titel
Fetal Programming - The Connection between Placental Pathologies and Epigenetic Mechanisms
VerfasserTarasiewicz, Miriam
Betreuer / BetreuerinKnöfler, Martin
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fetal Programming / Developmental Origins of Health and Disease / Barker’s Hypothesis / Plazenta / IUGR / Präeklampsie / Schwangerschaftserkrankungen / Epigenetik / Epigenetische Modifikationen / Epigenom
Schlagwörter (EN)Fetal Programming / Developmental Origins of Health and Disease / Barker’s Hypothesis / Placenta / IUGR / Preeclampsia / Pregnancy disorders / Epigenetics / Epigenetic modifications / Epigenomics
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund. Fetal Programming beschreibt den Umstand, dass gewisse Einflüsse auf den Föten in utero zur Entstehung von Late-Onset-Erkrankungen beitragen (wie etwa Diabetes Mellitus Typ 2 oder Koronare Herzkrankheit). Besonders fötale Unterernährung steht im Verdacht, den Fötus auf spätere Krankheit zu programmieren. Plazentaren Erkrankungen wie IUGR und Präeklampsie, die zu fötaler Unterversorgung führen können, kommt daher eine besondere Rolle in der Entstehung von Late-Onset-Erkrankungen zu.

Methode. Diese Arbeit bearbeitet mittels Literaturrecherche die Fragestellung inwiefern Fetal Programming durch plazenare Erkrankungen ausgelöst wird und beschreibt die molekularen Mechanismen hinter diesen Vorgängen mit Hilfe von rezenten Erkenntnissen aus der Forschung. Zusätzlich wird behandelt, ob und welche Rolle epigenetische Vorgänge im Fetal Programming einnehmen und wie in Zukunft interveniert werden kann.

Ergebnisse. In Schwangerschaften mit plazentaren Erkrankungen ist es besonders wichtig, die Nährstoffversorgung des Föten sicherzustellen. Dies könnte zum Beispiel über die Einnahme von gewissen Stoffen wie IGF-1 oder IGF-2 erreicht werden, welche das fötale Wachstum fördern könnten. Mittels Epigenom-Profiling wird es in Zukunft eventuell möglich sein, IUGR und PE früher zu erkennen.

Conclusio. Die Prävention und Forschung rund um plazentare Erkrankungen wird zukünftig eine zentrale Rolle dabei einnehmen, Spätfolgen durch Fetal Programming verhindern zu können. Die Erfassung epigenetischer Veränderungen könnte sich als eine hilfreiche Methode erweisen, IUGR und PE früher zu diagnostizieren, und durch adäquate Behandlung das Risiko für den Föten zu vermindern.

Zusammenfassung (Englisch)

Background. Early influences in utero can lead to the development of late-onset diseases (such as diabetes mellitus type 2 and coronary heart disease) in the fetus, a progress which has been defined as Fetal Programming. Espescially fetal malnutrition has been suspected to program the fetus to later disease. Therefore placental pathologies such as IUGR and preeclampsia (which both can lead to fetal malnutrition) are linked to the development of late-onset diseases.

Method. This text deals with the question whether placental pathologies are triggering Fetal Programming and describes the molecular mechanisms involved, using literature research and recent insights from research articles. Further it adresses if (and in what way) epigenetic mechanisms play a role in Fetal Programming and whether it is possible to intervene.

Results. In pregnancies complicated by IUGR or preeclampsia it is crucial to provide adequate nutrition for the fetus. This may be possible via the substitution of certain substances like IGF-1 or IGF-2, which can promote fetal development. In the future it may also be possible to detect IUGR and PE further in advance, using epigenomic profiling.

Conclusion. Research around placental pathologies will therefore be of a central role in preventing negative consequences for the fetus, triggered by Fetal Programming in utero. The detection of epigenetic modifications could be a helpful tool in diagnosing IUGR and PE in earlier stages and thus promoting fetal health through adequate treatment.