Titelaufnahme

Titel
Analyse von kreuzreaktiven CD4 positiven T-Zellen in experimenteller autoimmun Enzephalitis
Weitere Titel
Analysis of cross-reactive CD4 positive t-cells in experimental autoimmune encephalomyelitis
VerfasserSchindele, Nicole
GutachterPrevedel, Christine
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)EAE / CD4+ T-Zellen / MOG / NF-M / Multiple Sklerose
Schlagwörter (EN)EAE / CD4+ t-cells / MOG / NF-M / multiple sclerosis
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Studien haben gezeigt, dass T-Lymphozyten eine zentrale Rolle in der Pathogenität von MS spielen. [8] Aus diesem Grund ist es wichtig, Erforschungen an Tiermodellen wie zum Beispiel experimentelle Autoimmunenzephalitis (EAE) anzustellen.

Wichtige Fragen sind dabei welcher Erstauslöser für die Erkrankung verantwortlich ist, bzw. welche Regulationsmechanismen, an den Schüben und Remissionen beteiligt, und wo die Läsionen im ZNS zu finden sind. Sie können nicht einfach mit Hilfe von klinischen Studien beantwortet werden und erfordern daher einen Einsatz von Tiermodellen.

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der immunhistochemischen Analyse von Infiltraten in Rückenmark, Gehirn und Nerven von Mäusen. Das Ziel dieser Arbeit ist, ob interavenöse Toleranzinduzierung mit MOG und NF-M Peptiden und Kontrollgruppen- PBS und OVA den klinischen Verlauf von MOG induzierter EAE verändern kann.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass eine Behandlung mit MOG und NF-M tatsächlich die klinischen Zeichen reduzieren kann, aber die Behandlung mit MOG führt zu einer stärkeren Reduzierung als die Behandlung mit NF-M. Meine Aufgabe war es, mit Hilfe von neuropathologischen Untersuchungen herauszufinden, ob wir auch Unterschiede in der Entzündung und Entmarkung nachweisen können. Bei Vergleich des Entzündungsindex der Tiere die mit MOG und NF-M behandelt wurden, konnten wir keinen Unterschied zu den Kontrollgruppen nachweisen. Wir konnten jedoch eine Verminderung des Entmarkungsgrades im Rückenmark bei MOG –behandelten Tieren nachweisen.

Es könnte sein, dass die Zeit der Tötung nicht optimal gewählt wurde, um klare Ergebnisse zu erhalten. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Methode der Quantifizierung der Entzündung nicht sensitiv genug war.

Unsere Resultate unterstützen die Hypothese, dass intravenöse Behandlung mit Autoimmunantigenen wie zum Beispiel MOG oder NF-M den Stärkegrad der EAE reduzieren können. Weitere Experimente wie zum Beispiel, Untersuchungen zu früheren Zeitpunkten der Erkrankung werden benötigt. So kann man bessere Einblicke in die Toleranzinduzierung als mögliche Behandlung bei autoimmunen Gehirnerkrankungen, wie zum Beispiel Multiple Sklerose, erhalten.

Zusammenfassung (Englisch)

Studies have shown that T-lymphocytes play a central role in the pathogenesis of MS. [8] For this reason it's important to conduct investigations by using animal models, such as experimental autoimmune encephalitis (EAE). Important questions are how the disease is mediated, how the progression and remission are regulated and where the lesions are located in the central nervous system (CNS). These questions cannot be simply answered by clinical trials, but need the application of animal models.

This thesis deals with the immunhistochemical analysis of infiltrates in the spinal cord, brain and nerves of mice. The aim of this study was to show whether intravenous tolerance induction with MOG or NF-M peptides, and as control groups PBS or OVA could alter the clinical course of MOG-induced experimental autoimmune encephalitis in mice. The results showed that treatment with MOG and NF-M indeed could reduce the clinical signs in these mice but reduction was stronger with MOG than with NF-M. My task was to find out whether we also could find differences in inflammation and demyelination by neuropathological investigations. When we compared the inflammatory index between animals treated with MOG or NF-M we did not find any difference with the control group. We however could show a reduction in the degree of demyelination in the spinal cord of the MOG-treated animal. It is unclear why we did not find differences in inflammation between the different groups. It might be that the time of sacrifice was not optimal to find clear results. Another prossibility is that our method of quantification of inflammation was not sensitive enough. Our results however support the hypothesis that intravenous treatment with autoimmune antigens such as MOG or NF-M can reduce the severity of induced experimental autoimmune encephalitis. Further experiments, such as investigation of earlier timepoints during the course of disease are needed to gain a better insight in tolerance induction as a treatment of autoimmune brain diseases such as multiple sclerosis.