Titelaufnahme

Titel
Kommunikation mit migrierten muslimischen Patienten/Innen in der Radiologietechnologie
Weitere Titel
Communication with migrated muslim patients at radiologic technology
VerfasserLabi, Nikolaus
GutachterUnterhumer, Gerold
Erschienen2013
Datum der AbgabeJanuar 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)interkulturell / rücksichtsvoll / entgegenkommend
Schlagwörter (EN)respectful / intercultural / complaisant
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Da die Migration von muslimischen Patienten in westeuropäischen Ländern in letzter Zeit immer mehr zunimmt, muss nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch im Gesundheitswesen auf diese Rücksicht genommen werden.

Im Laufe dieser Arbeit kann man erkennen dass sich migrierte muslimische Patienten/Innen sehr von westeuropäischen Patienten/Innen unterscheiden. Sowohl kulturelle als auch religiöse Unterschiede führen zu verschiedenen Auffassungen vom Umgang mit Patienten/Innen, Krankheiten und Behandlungen. Migrierte muslimische Patienten/Innen unterscheiden nicht zwischen psychischen und physischen Krankheiten und projizieren ihren Schmerz auf den gesamten Körper. Somit ist es in der westeuropäischen Medizin, welche auf genaue Symptomatik aufbaut, oftmals schwer, Diagnosen zu stellen. Auch beharren Muslime/Innen auf strikte geschlechtliche Trennung, was den Untersuchungsablauf vor allem bei muslimischen Frauen erschwert. Auch muss auf kulturelle Rituale Rücksicht genommen werden, da Patienten/Innen die diese ausüben, mit manchen Untersuchungsabläufen nicht übereinkommen.

Kulturell kompetente Radiologietechnologen/Innen könnten einen fließenden Arbeitsablauf schaffen, indem sie vorrausschauend arbeiten und planen und somit den kulturellen und religiösen Differenzen von migrierten muslimischen Patienten/Innen entgegenkommen.

Zusammenfassung (Englisch)

Due to recent increase of the migration of Muslim patients in West European countries, not only the society, but also the health service has to learn how to acknowledge and deal with those circumstances.In the course of this research paper it shows that migrated Muslim patients are very different from western European patients. Both, cultural as well as religious differences lead on to various conceptions on dealing with patients, illnesses and treatments. Migrated Muslim patients do not distinguish from psychological and physical diseases and their pain permeates throughout the whole body. Therefore it is difficult to make a diagnosis in West European medicine, which relies on accurate symptomology. Furthermore they strictly insist on gender segregation, which aggravates the process of screening, especially among Muslim women.

There also has to be paid attention to cultural rituals, because some patients that practice such rituals do not cooperate nor agree with specific processes of screening.

Cultural competent radiographers could create a fluent workflow by planning tasks and trying to work predictively in order to approach cultural and religious differences of migrated Muslim patients.