Titelaufnahme

Titel
Grundlagenwissen für europäische Hebammen zur Sicherung einer hochwertigen Betreuung von Frauen mit Genitalbeschneidung
Weitere Titel
Basis of knowledge for European midwives to ensure a high-quality care to women with genital circumcision
VerfasserGramann, Nina
GutachterRakos, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Weibliche Genitalbeschneidung / Weibliche Genitalverstümmelung / Beschneidung / Medizinische Betreuung UND Genitalverstümmelung
Schlagwörter (EN)Female genital mutilation / Female genital cutting / Handling / Female circumcision / Medical care AND Female circumcision
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, ein Grundlagenwissen über die traditionelle Praktik der weiblichen Genitalbeschneidung und deren umfassenden Kontext zu vermitteln. Weiterführend soll die Arbeit zum Verständnis der kulturellen Hintergründe vaginal beschnittener Frauen dienen und Hebammen somit die Arbeit mit Betroffenen erleichtern.

Es handelt sich hierbei um eine Literaturarbeit, wobei die Recherche größtenteils auf wissenschaftlicher Primärliteratur beruht. Anhand von Basiswissen aus Fachbüchern und aktuellen Studien soll gezeigt werden, dass Hebammen in der ganzheitlichen und hochwertigen Betreuung von Frauen mit Genitalbeschneidung eine entscheidende Schlüsselfunktion zukommt.

Die Recherche hat ergeben, dass sich Betroffene in ihrem Heimatland nicht als Opfer der Beschneidung fühlen. Sie sehen sich selbst als normale Frauen. Erst durch die Konfrontation mit der westlichen Welt, welche die Beschneidung rein negativ betrachtet, erleiden viele Frauen körperliche und psychische Beschwerden. Die Frau als Ganzes rückt bei der Betreuung oft in den Hintergrund und im Mittelpunkt steht ihr Genital. Diese Stigmatisierung soll durch ein Verständnis für ihre Kultur, sowie durch ein fundiertes Wissen über diese Praktik vermieden werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work is to provide a basis of knowledge about the traditional practice of female genital alteration and its comprehensive context. Specifically, this work is intended to aid midwives and medical staff who work with vaginally circumcised women, and will surely benefit from a better understanding of the cultural background behind this practice.

This work is merely a literary analysis, based on primary sources within the scientific literature. However, from these sources it will be demonstrated that widwives play a crucial role in providing holistic and high-quality care to circumcised women.

Research shows that when circumcised women are in their home countries, they do not view themselves as victims, but as ordinary members of their society. However, when these women encounter Western views on vaginal circumcision and are confronted by negative reactions of their health care providers they suffer many physical and mental ailments. The quality of woman`s care is diminished when the focus is purely on her genitals, and her well-being as a whole recedes into the background. It is hoped that with a better understanding of these women, their cultures, and a thorough knowledge of the practice of female genital alteration these stigmas and social barriers can be avoided.