Titelaufnahme

Titel
Die multiparametrische Magnetresonanztomographie (mMRT) beim Prostatakarzinom mit besonderer Berücksichtigung der diffusionsgewichteten MRT
Weitere Titel
The multi-parametric magnetic resonance imaging (mMRT) in prostate cancer with special emphasis on diffusion-weighted MRI
VerfasserFaschinger, Otto
Betreuer / BetreuerinSalomonowitz, Gabriele
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Prostate cancer / Diffusion- weighted imaging / MRI / Diffusion tensor imaging / 3T / 1 / 5T / Multi-Parametric MRI / Guidelines
Schlagwörter (EN)multiparametrische MRT / Prostatakrebs / diffusionsgewichtete  Bildgebung / Spektroskopie
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzzusammenfassung

Die multiparametrische MRT (mMRT) wird sich in Zukunft zu einem wichtigen bildgebenden Verfahren für den Nachweis des Prostatakarzinoms entwickeln. Derzeit wird die Kontrolle des PSA Wertes und die digital rektale Untersuchung als Primärdiagnostik genutzt. In weiterer Folge wird eine Stanzbiopsie durchgeführt. Falls diese ein negatives Ergebnis ergibt wird eine MRT der Prostata durchgeführt. Die „ESUR prostate MR guidelines 2012“ empfiehlt für die Prostata ein mMRT mit folgenden Sequenzen: Die T2 gewichtete Sequenz (T2WI), die dynamische Kontrastmittel-verstärkte Sequenz, die diffusionsgewichtete (DWI) Sequenz und optional die Spektroskopie. In der ESUR Guideline wird erstmals ein strukturiertes Befundschema für die Prostata angeführt. In der PI-RADS Klassifikation, welche sich an der BI-RADS Klassifikation anlehnt, wird ein Punkt für eine höchstwahrscheinlich benigne Läsion und 5 Punkte für eine höchstwahrscheinlich maligne Läsion vergeben. Dazwischen findet eine Abstufung statt. Dieses Befundschema soll eine leichtere Befundübermittlung an den Urologen gewährleisten. Im empirischen Teil wurden 4 DWI Studien miteinander verglichen, um die Forschungsfragen zu erläutern. In drei der vier Studien wurde eine Sequenz der mMRT zu der DWI Sequenz hinzugenommen, um zu sehen, ob sich die Sensitivität oder die Spezifität erhöht. Dabei spielte die DWI Sequenz eine wichtige Rolle, weil für die Aufnahme kein Kontrastmittel benötigt wird und die Untersuchungszeit sehr kurz ist. Die T2WI erreichte in den Studien Werte von 53-71% bei der Sensitivität. Eine Kombination aus verschiedenen Sequenzen der mMRT ergab dagegen Werte von 61-100% bei der Sensitivität. Bei der Spezifität reichten die T2WI Werte von 77-81%, wobei eine Kombination der Sequenzen der mMRT Werte von 77-99% erreichte. Diese Werte lassen keinen Zweifel daran, dass die mMRT, mit ihrer Kombination aus mehreren Sequenzen, für die Detektion des Prostatakarzinoms einen großen Mehrwert mit sich bringt. In Zukunft wird die mMRT eine große Rolle in der Diagnostik des Prostatakarzinoms einnehmen.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

The multi-parametric MRI (mMRI) will become an important imaging method for the detection of prostate cancer in the future. Currently, the control of the PSA value and the digital rectal examination is used as primary diagnosis. After that usually a core needle biopsy is performed. If this yields a negative result, an MRI of the prostate is performed. The ESUR prostate MR 2012 guidelines recommend a mMRI with the following sequences for the prostate: T2-weighted images (T2WI), dynamic contrast-enhanced magnetic resonance imaging, diffusion –weighted images (DWI) and optional spectroscopy. In the ESUR guidelines, a structured scheme for finding the prostate cancer is mentioned for the first time. This is called the PI -RADS classification, which is inspired by the BI -RADS classification. In this classification one scoring point is for a most likely benign lesion and 5 scoring points will be awarded for a probably malignant lesion. In between, there will be a gradation. As empirical part 4 DWI studies were compared to illustrate the research questions. In three of the four studies, a mMRI sequence was added to the DWI sequence to see, if the sensitivity or specificity increases. The DWI sequence plays an important role, since no contrast agent is required for recording and the acquisition time is very short. The T2WI reached in the studies values of 53-71 % in the sensitivity. A combination of different sequences of mMRI reached values of 61-100 % in the sensitivity. The specificity of T2WI obtained values of 77-81 %. A combination of mMRI sequences reached values of 77-99 %. From this point of view the mMRI is better in the detection of prostate cancer than the T2WI. In the future, mMRI will play a big role in the diagnosis of prostate cancer.