Titelaufnahme

Titel
Soziale Arbeit und Postwachstumm. Eine Positionierung Sozialer Arbeit gegen das Wachstumsparadigma mit seinen negativen Auswirkungen
Weitere Titel
Socialwork and Postgrowth/Degrowth. A positioning of socialwork against the paradigm of growth with its negative effects
VerfasserPichler, Ruth
GutachterKlawatsch-Treitl, Eva
Erschienen2014
Datum der AbgabeSeptember 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Postwachstum / Wirtschaftswachstum / Wohlstand / Gerechtigkeit / Verteilung / ökonomische- / ökologische und soziale Krisen
Schlagwörter (EN)De-growth/Post-growth / economic growth / wealth / justice / Distribution / economical- / ecological and social crisis
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander wie Wohlergehen und Gerechtigkeit, als ethische Ziele der Sozialen Arbeit, erreicht werden können. Hauptthese ist dass durch das neoliberale Wirtschaftsmodell ökonomische, ökologische und soziale Krisen gefördert werden und Menschengruppen, Gesellschaften und Länder strukturell benachteiligt werden.

Durch verschiedene Theorien der Sozialen Arbeit, wird ein Selbstbild herausgearbeitet, dass durch seine Wert, Zielsetzungen und Handlungsrichtlinien auch Strukturverändernde Interventionen erlaubt. Die Begriffe des Wohlstandes und sozialer Gerechtigkeit werden definiert um unter diesem Filter das kapitalistische Wirtschaftswachstum mit seinen Ursachen und die Folgen für Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt zu analysieren. Mit den Messinstrumenten Gini-Koeffizient und Ökologischer Fußabdruck werden die Argumente die gegen Wirtschaftswachstum sprechen Statistisch untermauert. Durch Themen die in der Postwachstumsdebatte diskutiert werden, wie die Deliberative Demokratie, Commons, oder Peerökonomie werden Alternativen zum Neoliberalismus mit einem kapitalistischen Wirtschaftssystem gezeigt. Diese alternativen Ideen sollten der Sozialarbeit als Menschenrechtsprofession theoretische Anreize geben, um sich gegen eine wachstumsorientierte Ökonomie und damit gegen die strukturelle Benachteiligung und Ausgrenzung von Menschen aus Politik, Ökonomie und Gesellschaft zu positionieren.

Zusammenfassung (Englisch)

The work deals with the question of how welfare and justice, as ethical goals of social work can be achieved. Main thesis is that the neoliberal economic model increases economical, ecological and social crisis and that groups of people, societies and countries are structurally disadvantaged.

Through various theories of social work, a self-image is worked out, that allows also structure-altering interventions because of its values, objectives and policy guidelines. The terms of prosperity and social justice are defined, to analyze the capitalist economic growth, its causes and its consequences for society, economy and the environment, with this filter. The arguments militating against economic growth are statistically supported with the measuring instruments Gini-coefficient and Ecological Footprint. Alternatives to neo-liberalism with a capitalist economic system are shown by topics that are discussed in the post-growth debate, such as the Deliberative democracy, Commons, or Peer-economy. These alternative ideas should give social work, as a human rights profession, theoretical incentives to position itself against a growth-oriented economy and with that against the institutionalized discrimination and exclusion of people from politics, economics and society.