Titelaufnahme

Titel
Etablierung eines Western-Blots zum Nachweis spezifischer IgG-AK gegen Alaria alata in Seren von Wildschweinen und Menschen.
Weitere Titel
Establishment of a western blot to detect specific antibodies against Alaria alata in sera of wild boars and humans.
VerfasserHadl, Sandra
GutachterBauer-Mitlinger, Susanne
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Alaria alata / Dunckersche Muskelegel / Mesozerkarien / Wildschweine / Western-Blot-Verfahren
Schlagwörter (EN)Alaria alata / Duncker's muscle fluke / Mesocercariae / Wild boars / Western blot technique
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit dem serologischen Nachweis von Alaria alata. Dabei handelt es sich um einen Trematoda (Saugwurm), der immer wieder zufällig im Rahmen der offiziellen Trichinenuntersuchung bei Wildschweinen nachgewiesen wurde und für den Menschen gesundheitsgefährdend sein kann.

Alaria alata ist ein Parasit, der als adulter Wurm im Darm von Fleischfressern, vor allem Hunden, lebt. Er kann aber auch als Mesozerkarie, einer Vorstufe des Saugwurms, in Wildschweinen und anderen Säugetieren vorkommen. Der Mensch kann eine Alaria-Infektion erwerben, in dem er rohes oder halbrohes, infiziertes Wildschweinfleisch konsumiert. Weltweit wurden erst einige Fälle dieser Krankheit beim Menschen beschrieben. In Österreich wurde bislang noch keine Infektion/ kein Krankheitsfall diagnostiziert. Das kann auch daran liegen, dass diese Zoonose noch weitgehend unbekannt ist und aufgrund ihrer uncharakteristischen Symptomatik bislang nicht differentialdiagnostisch abgeklärt wurde. Zudem steht derzeit noch keine nicht-invasive Untersuchungsmethode, z.B. eine serologische Methode, zur Verfügung.

Mit Hilfe des Western-Blot-Verfahrens sollten spezifische IgG-AK gegen Alaria alata im Serum von Wildschweinen und Menschen detektiert werden. Die Technik hat prinzipiell funktioniert, da bei Wildschweinseren und Fleischsäften Bindungen stattgefunden haben. Die Auftrennung des Antigen-Gemischs konnte durch eine Proteinfärbung sichergestellt werden. Die Banden lagen im Bereich von circa 55 kDa, 42 kDa und 17 kDa. Diese Banden traten aber auch bei den Negativkontrollen auf, wodurch auf Kreuzreaktionen geschlossen werden muss.

Bei einem von 80 getesteten Humanseren konnten auch Banden im Bereich ca. 55 kDa und 42 kDa gefunden werden. Dieser Patient trägt Antikörper in sich, die die anderen Patienten nicht haben. Eine diagnostische Aussage lässt sich aber nicht treffen, da keine weiteren Informationen bekannt sind.

Für den Einsatz in der Routine muss eine andere Nachweismethode gefunden bzw. dieses Verfahren optimiert werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The aim of this work is to find a method for the serological detection of Alaria alata in serum of wild boars and humans, due to incidental findings during official trichinella inspection. The trematode Alaria alata is posing a risk to health for humans.

Alaria alata is an intestinal parasite of some carnivores, mostly dogs, as final hosts. It can also be found as a mesocercariae, a pre-stage of the fluke, in wild boars and other mammalians. Humans can get an Alaria-infection by eating raw or undercooked infected wild boar meat. Only a few cases have been published worldwide. In Austria no infection has been diagnosed yet. But this zoononis is widely unknown and symptoms are not characteristic. Currently no non-invasive detection method, e.g. a serological method, is available.

With the western blot method specific IgG-Antibodies in the serum of wild boars and humans should be detected. The technique worked, because binds were found in sera of wild boars and meat juice. Bands were found approximately in an area of 55 kDa, 42 kDa and 17 kDa. These bands also appeared in negative tests which means that there are cross reactions.

One out of 80 tested human sera also showed bands in the area of 55 KDa and 42 kDa. This means that the patient has antibodies which react with the Alaria alata-antigen. A diagnostic statement couldn’t be given, due to the lack of further information.

For the use in routine this method is not adequate. Is has to be optimized or a different detection method has to be found.