Titelaufnahme

Titel
Das Nachhaltige Krankenhaus der Zukunft : Ökologische Aspekte und Urban Mining
Weitere Titel
The Sustainable Hospital in the Future Ecological Aspects and Urban Mining
VerfasserGmeiner, Stefanie
Betreuer / BetreuerinPosch, Andreas ; Pogatscher, Jörg
Erschienen2015
Datum der AbgabeSeptember 2015
SpracheEnglisch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Alternde Gesellschaft / Nachhaltigkeit / Gesundheitsförderung / Ökonomische Aspekte / Umweltmanagement / EMAS / ISO 14001:2004 / Cooperate Social Responsibility / Energie-Benchmarks / Energieeffizienz / Alternative Energieressourcen / Urban Mining / Landfill Mining / Gebäudepass / Seltene Erden / Meist begehrte Rohstoffe
Schlagwörter (EN)Aging society / Sustainability / health promotion / economical aspects / environmental management / EMAS / ISO 14001:2004 / staff and patient orientation / Cooperate Social Responsibility / Energy-Benchmarks / Energy efficiency / Alternative energy sources / Urban Mining / Landfill Mining / Building Pass / Rare Earths / Most wanted raw materials
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Zukunft des Krankenhauses und dessen nachhaltiger Entwicklung. Der Fokus wird auf die ökologische Entwicklung gesetzt und anhand von Projekten erklärt. Des Weiteren wird das Konzept Urban Mining vorgestellt und der mögliche Einsatz in Krankenhäusern determiniert.

Aufgrund demografischer Veränderungen und den Anforderungen der Europäischen Union, müssen die Träger des Gesundheitssystems Wege finden dieses zukünftig anzupassen. Die immer älter werdende Gesellschaft benötigt immer mehr medizinische Leistungen, sowie Pflege. Derzeit werden die finanziellen Mittel noch Großteils für die stationäre und ambulante Versorgung ausgegeben. Jedoch mit dem immer mehr wachsenden Bedarf an Altenpflege, müssen die finanziellen Mittel zukünftig anders vergeben werden. Das derzeitige Gesundheitssystem ist nicht mehr zukunftssicher.

Auch Krankenhäuser müssen sich an die Veränderungen und wachsenden Anforderungen anpassen. Dies kann auf bautechnischer Ebene erfolgen, wie etwa Steigerung des Komforts durch Farbschemen oder verbesserte Beleuchtung oder die Verbesserung der Qualität der Innenluft durch Verwendung von PVC-freien Lösungsmittel. Es wird verlangt, dass Krankenhäuser sich nachhaltig entwickeln.

In diesem Zusammenhang bedeutet Nachhaltigkeit, der Beitrag zum Schutz der Umwelt um die Auswirkungen der globalen Umweltkrise zu reduzieren. Es gibt viele Ansätze von Krankenhäusern sich nachhaltig zu entwickeln, sei es auf sozialer Ebene, auf ökonomischer oder ökologischer Ebene. Die Verbesserung der Gesundheitsförderung und Krankenbehandlung sowie ökonomische Aspekte, wie die gerechte Finanzierung der Krankenhäuser und ökologische Aspekte, wie Umweltschutz und Energieeffizienz sind von zentraler Bedeutung. Viele Krankenhäuser versuchen schon für diese Probleme einzeln Lösungen zu finden und es existieren schon viele Projekte, die den Fortschritt beweisen. Jedoch entstehen hier sogenannte "Insellösungen", die langfristig nicht ertragbar sind. Diese vielen verschiedenen Aspekte müssen gemeinsam in einem integrierten Managementsystem gelöst werden um ihre langfristige Wirkung zu garantieren.

iv

Krankenhäuser verbrauchen so viel Energie wie kleine Städte. 2008 verbrauchten alle medizinischen Institute zirka 8000 TJ an Energie, das zirka 0,7% des österreichischen Energieverbrauchs ausmacht. Die Kosten lagen bei zirka 225 Million Euro. Krankenhäuser haben das Potenzial ihren Energieverbrauch zu reduzieren, wie zum Beispiel durch den vermehrten Einsatz von Energie-Benchmarks, die Optimierung des Lüftungs- und Kühlsystems, informieren von Mitarbeitern und mit einbeziehen in Projekten zur Verbesserung des Energieverbrauchs am Arbeitsplatz oder den Einsatz von alternativen Energiequellen. Wichtig ist auch die Kooperation verschiedener Krankenhäuser um Erfahrungen und Verbesserungsmaßnahmen auszutauschen. Es gibt schon viele Projekte zur Verbesserung der Energieeffizienz, die von den Krankenhausträgern durchgeführt werden um die nachhaltige Entwicklung für die Zukunft zu sichern.

Die Menschheit verstädtert, laut Experten werden in 25 Jahren 2/3 der Weltbevölkerung in Städten leben. Die Natur wird in Zukunft den aufwendigen Lebensstil der Bevölkerung nicht mehr versorgen können, die natürlichen Ressourcen werden immer knapper. Ein Lösungsweg wäre das Konzept Urban Mining. Dies bedeutet die Stadt als Mine für Rohstoffe zu sehen und diese wiederzuverwenden für Neues. Gebäude oder Produkte enthalten viele Rohstoffe, die man wiederverwenden kann. Urban Mining ist aber nicht mit Recycling gleichzustellen. Es ist ein Prozess, der schon von Beginn der Bauphase oder Produktplanung die verschiedenen Rohstoffe dokumentiert um dann beim Abriss beziehungsweise bei der Verwertung genau zu wissen, welche Rohstoffe sind enthalten und ob diese wiederverwendbar sind. Es wird nach Rohstoffen, wie Kupfer, Gold, Silber, Eisen, Beton und Zement aber auch nach Seltenen Erden gesucht, da die Nachfrage für diese Metalle sehr groß ist und diese in der Industrie von großer Bedeutung sind. Jedoch ist das Konzept von Urban Mining noch sehr neu und wird noch nicht oft angewendet. In Krankenhäuser ist der Einsatz des Konzeptes fraglich, da es keinen ökonomischen Vorteil für diese bringen würde. Jedoch wird das Konzept in der Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen und Organisationen wie Krankenhäuser sollten die Teilnahme als Beitrag zum Schutz der Umwelt sehen.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis deals with the future of hospitals and their sustainable development, with a special focus on the ecological development. Furthermore, the concept of Urban Mining will be presented and the possible implementation in hospitals.

Due to demographic changes and legal demands from the European Union, the representatives of the health system are forced to find new solutions for the health system to adapt to these changes. The aging population will need more treatment, such as nursing. Currently the financial resources are mostly used for the stationary and ambulant treatment. Nevertheless, due to the growing need for nursing, the financial resources have to be divided differently. The current health system is not future-proofed.

Even hospitals have to adapt to the changes in the future. This can happen on the construction level, for instant improving the patient's and staff's comfort through colour schemes and improved lighting or improving the quality of the indoor-air through the usage of PVC-free solvents. Hospitals need to be sustainable for the future.

In this thesis the term sustainability means the contribution to the protection of the environment to reduce the global environmental crisis. There are many approaches to this topic, such as improving health promotion and medical treatments, fair financing of the hospitals, environmental protection or improving the energy efficiency. Many hospitals have already found possible solutions for each problem and there are many projects, which document the progress. However, when looking at these problems separately, the result are only isolated solutions, which are not bearable for a long time. These different aspect have to be solved in an integrated management system to ensure their long-term effect.

Due to the fact that hospitals consume as much energy as small cities, the term "City inside a City" is not that farfetched. In 2008 all Austrian medical institutions consumed about 8000 TJ, which is about 0.7% of the total Austrian energy consumption. The energy cost for hospitals in 2008 were about 225 Million Euro.

vi

Hospitals have potential to reduce their energy consumption, for example through the increased use of Energy-Benchmarks, optimizing the ventilation system and air conditioning system, information campaigns for the hospital's staff or the usage of alternative energy sources. It is also important that the hospitals cooperate between each other and share their experience and solutions. There are already many projects to improve the hospital's energy efficiency and ensure the sustainable development. The world will be increasingly urbanised. Experts predict, that in 25 years more than 2/3 of the world population will live in cities. Society's lavish lifestyle demands more and more raw materials, which the nature cannot provide in the future. One possible solution would be the concept of Urban Mining; to see the city as a resource for raw materials. The city's infrastructure and products contain many raw materials, which can be reused. Urban Mining is not recycling, because it is a process that documents raw materials at the construction planning or product designing. This makes it easier to determine which raw materials are recoverable during the demolition of an old building or during the recycling of a product. Wanted raw materials are copper, gold, silver, iron, concrete, cement and rare earths and many more. The demand for these metals is very tremendous, because they are of crucial importance for the industrial sector. However, this concept is rather new and not often applied during demolitions and recycling of products. Also in the hospital sector the implementation is questionable, because it would not generate any financial advantages for the hospitals. Nevertheless, the concept will become more important in the future and organizations such as hospitals should participate to contribution to protect the environment.