Titelaufnahme

Titel
Ergotherapie in der niederschwelligen Suchthilfe: Eine qualitative Arbeit über den Profit für KlientInnen und mögliche Angebote
Weitere Titel
Occupational Therapy in the low-threshold addiction-aid: A qualitative research paper about the benefit for clients and potiential offers
VerfasserKrall, Susanne
GutachterAugust-Feicht, Hermine
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ergotherapie / Suchthilfe / niederschwellig / Profit / Angebote
Schlagwörter (EN)Occupational Therapy / Addiction-aid / Low-threshold / Profit / Offers
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der größten niederschwelligen sozialmedizinischen Suchthilfeinstitution Österreichs, dem jedmayer, gibt es derzeit keine ergotherapeutischen Angebote. Auch in der ergotherapeutischen Literatur finden sich keine Studien bezüglich Ergotherapie im niederschwelligen Suchtbereich. Der Kern dieser Arbeit behandelt folgende Fragen:

• Inwiefern können KlientInnen der niederschwelligen Suchthilfe, aus Sicht derzeitiger BetreuerInnen/leitender Personen der Institution jedmayer, von Ergotherapie profitieren?

• Welche bestehenden Angebote des jedmayer eignen sich zu einer ergänzenden Betreuung durch ErgotherapeutInnen und welchen zusätzlichen Nutzen hätte es für die KlientInnen der Institution, aus Sicht derzeitiger BetreuerInnen/leitender Personen der Institution jedmayer, wenn ErgotherapeutInnen diese betreuen würden?

Zur Beantwortung der Forschungsfragen wurde ein qualitatives Design gewählt. Zwei Interviews mit derzeitigen BetreuerInnen der Institution jedmayer wurden durchgeführt. Dem qualitativen Teil ging eine umfassende Literaturrecherche voraus, um relevante Begriffe und den derzeitigen Wissenstand im besagten Bereich zu klären.

Die wichtigsten Ergebnisse zeigen, dass die befragten Personen einen Profit für KlientInnen des niederschwelligen Suchtbereiches durch ergotherapeutische Angebote sehen. Auch drei der bestehenden Angebote des jedmayer werden für eine ergänzende Betreuung durch ErgotherapeutInnen als passend empfunden. Das Erleben von Erfolgen, der Erhalt einer Tagesstruktur, der ganzheitliche Ansatz der Ergotherapie, die Kommunikation im Tun und die Erweiterung der Handlungsfelder durch zusätzliche Angebote wurde von den TeilnehmerInnen als Profit für die KlientInnen durch ergotherapeutische Angebote angesehen. Als bestehende Angebote, die sich für die Betreuung durch ErgotherapeutInnen eignen, wurden von den TeilnehmerInnen Kreativangebote sowie Beschäftigungs-/Arbeitsprojekte genannt. Bezüglich einer ergotherapeutischen Betreuung von Freizeit-/Outdoorangeboten waren sich die TeilnehmerInnen uneinig. Diese Arbeit kann zur Erstellung eines Konzeptes für Ergotherapie im niederschwelligen Suchtbereich und als Argumentationsgrundlage für Fördergeber herangezogen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

Currently no occupational therapy offers exist at the major low-threshold socio-medical institution for addiction-aid of Austria, the jedmayer. In occupational therapy literature there are no evidences for the use of occupational therapy in the low-threshold addiction-aid. The core of this work is represented by the following questions:

• How can clients of the low-treshold addiction-aid benefit from occupational therapy from the viewpoint of current employees of the jedmayer?

• Which current offers of the jedmayer are suitable for the additional support through occupational therapists, and how can clients of this institution benefit from this additional support from the viewpoint of employees of the jedmayer?

To answer the research questions a qualitative design was chosen. Interviews with two employees of the jedmayer were conducted. First, a comprehensive literature research was implemented to clarify relevant terms and the current knowledge.

The results show that the individuals interviewed see a benefit for clients of the low-threshold addiction-aid from occupational therapy offers. Current offers of the jedmayer are seen as suitable for occupational therapists. Experiencing success, reception of a daily structure, the holistic approach, communication while doing and the extention of the scope of action are seen as benefits for clients from occupational therapy offers. From the viewpoint of the interviewed individuals the following current offers of the jedmayer are seen as suitable for an additional support through occupational therapists: creative offers and occupation-/workprojects. Concerning leisure-/outdooractivities the interviewd persons were not of the same opinion. This research paper can be used for preparing a concept for occupational therapy in the low-threshold addiction aid or as an argument for funding authority.