Titelaufnahme

Titel
Sie entscheiden selbst, ob und wie ich Ihnen helfe! : Autonomie der Klientinnen/Klienten im Multiple Sklerose Tageszentrum in Wien
Weitere Titel
You decide if and how I will help you! Autonomy of clients at the multiple sclerosis day-care centre in Vienna
AutorInnenConzelmann, Svenja
GutachterMulzheim, Susanne
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Autonomie / Selbstbestimmung / Selbstständigkeit / Klientinnen-/Klientenenzentrierung / Multiple Sklerose Tageszentrum
Schlagwörter (EN)Autonomy / Self-determination / Independence / Client-centred practice / Multiple sclerosis day-care centre
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Autonomie und insbesondere mit der Verpflichtung, die Autonomie von Klientinnen/Klienten zu gewährleisten und als ein ethisches Prinzip zu respektieren. Die Frage ist, was diese Forderung für die Praxis bedeutet und wie sie sich dort konkret umsetzen lässt. Dies wurde am Beispiel des „Tageszentrums für an Multipler Sklerose (MS) Erkrankte“ der Caritas Socialis (CS) in Wien qualitativ erforscht. Das MS-Tageszentrum Wien wird als beispielhafte Einrichtung angesehen, in der Autonomie respektiert und gewährleistet wird. Anhand von halbstrukturierten Leitfadeninterviews wurden Tagesgäste nach ihrer persönlichen Definition und ihrem individuellen Erleben von Autonomie, sowie nach konkreten Unterstützungsmöglichkeiten und Grenzen befragt. Die Antworten wurden mit den tatsächlich vorherrschenden Rahmenbedingungen, die im Vorfeld von der Leiterin und den Ergotherapeutinnen des MS-Tageszentrums in einem Interview aufgezeigt wurden, verglichen und diskutiert.

Die beschriebenen Ergebnisse dienen als Beispiel und sind nicht uneingeschränkt übertragbar, da sie nur die Meinung einer geringen Anzahl von Personen widerspiegeln und nur für das MS-Tageszentrum Wien gültig sind. Sie lassen sich nicht direkt mit den in der verwendeten Literatur geschilderten Studien vergleichen, da diese sich hauptsächlich auf andere Settings und Erkrankungen beziehen. Alle befragten Gäste des MS-Tageszentrums Wien definieren als Autonomie die Fähigkeit, selbstbestimmt zu entscheiden. Sie alle erleben sich als autonome Personen, auch wenn sie die Priorität, möglichst viele Entscheidungen eigenständig umzusetzen, unterschiedlich hoch setzen. Eine weitere Erkenntnis der Recherche ist, dass Autonomie nicht absolut oder statisch ist. Das Erleben und die Definition von Autonomie sind wandelbar sowie abhängig von verschiedenen personen- und umweltbezogenen Faktoren und sollten deshalb immer wieder reflektiert werden. Die Studie im MS-Tageszentrum Wien zeigt, dass die Grundhaltung, Autonomie in höchstmöglichem Maß zu gewährleisten und zu fördern, die offene Kommunikation, Information und Beratung, die partnerschaftliche Zusammenarbeit und die Klientenzentrierung als unterstützend für die persönliche Autonomie angesehen werden.

Zusammenfassung (Englisch)

The thesis treats the topic of autonomy with a special focus on the responsibility towards clients to promote and respect autonomy as an ethical principle. The question arises, what the request implies for praxis and what concrete steps should be taken. Qualitative research has been conducted at the day-care centre for multiple sclerosis “Tageszentrum für an Multipler Sklerose (MS) Erkrankte” of the Caritas Socials (CS) in Vienna.

The multiple sclerosis (MS) day-care centre in Vienna is seen as an exemplarily institution where autonomy is promoted and respected. Semi-structured interviews with clients of the day-care centre were held along predefined guidelines. They were asked about their personal definition and perception of autonomy as well as about concrete examples of what helps and hinders with their autonomy. In the discussion of this thesis, their responses were compared to the actual circumstances previously determined in interviews with the head and the occupational therapists of the day-care centre.

The results should be taken as an example and are not generally applicable. They only represent the opinion of a small sample of clients of this day-care centre in Vienna. They cannot be directly compared to the described studies in this thesis taken from literature which mainly refer to other settings and diseases. All interviewed clients of the day-care centre in Vienna define autonomy as the ability to make self-determined decisions. They all perceive themselves as autonomous individuals even if they prioritise their ability to execute their decisions on different levels. The research also shows that autonomy is not absolute or static. The perception and the definition of autonomy vary and are dependent on different personal and environmental factors, hence should be reflected constantly. The study conducted at the day-care centre in Vienna shows, that the attitude of promoting and respecting autonomy on the highest possible level, open communication, information and deliberation, collaboration and client-centred practice are seen as supportive for personal autonomy.

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