Titelaufnahme

Titel
Die Rolle von G-CSF als Biomarker für Brustkrebs
Weitere Titel
The role of G-CSF as a biomarker for breast cancer
VerfasserWeiler, Veronika
GutachterEnzinger, Sabine
Erschienen2014
Datum der AbgabeJuni 2014
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Mammakarzinom / Biomarker / G-CSF
Schlagwörter (EN)breast cancer / biomarker / G-CSF
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Mammakarzinom stellt die häufigste Krebserkrankung der Frau in den westlichen Industrieländern dar. Zur Diagnosestellung dienen die Mammographie oder die histologische Aufarbeitung einer Tumorprobe, doch auch Biomarker können wichtige Informationen im Hinblick auf die Diagnose, die Prognose und Therapiemöglichkeiten liefern. Der Wachstumsfaktor G-CSF könnte in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielen, da in verschiedenen Studien[1,8] von erhöhten Werten dieses Zytokins bei Brustkrebspatientinnen berichtet wurde. Außerdem wurden positive Effekte von G-CSF in Bezug auf die Progression eines Tumors beschrieben [49,54]. Dieser Wachstumsfaktor wird auch als prophylaktische Maßnahme zur Stimulierung der Blutbildung beim Einsatz einer Chemotherapie verwendet. Darum ist es notwendig zu klären, welchen Einfluss er auf die Entwicklung einer Brustkrebserkrankung hat. Da bei weiter fortgeschrittenen Tumoren höhere Serumkonzentrationen vermutet werden, wurden in dieser Arbeit die Serumspiegel von Brustkrebspatientinnen mit nodalnegativen beziehungsweise –positiven Tumoren und von Probandinnen ohne Mammakarzinom untersucht. Dazu wurde der Bio-Plex ProTM Immunoassay (BioRad) eingesetzt.

Durch die Ergebnisse dieser Arbeit ließen sich keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich der G-CSF Konzentration zwischen Frauen mit und ohne Mammakarzinom nachweisen (p = 0,74). Auch in Bezug auf die Stichproben von Brustkrebspatientinnen mit und ohne Lymphknotenbefall waren keine signifikanten Unterschiede bei den G-CSF Serumspiegeln erkennbar (p = 0,421). Gleiches gilt für andere klinisch relevante Parameter wie den ER- und PR-Status (p = 0,494, p = 0,428), den HER2-Status (p = 0,755), das Tumorgrading (p = 0,282) und den menopausalen Status (p = 0,089). Da diese Beobachtungen jedoch im Widerspruch zu den Resultaten anderer Arbeiten [1,8,29] stehen, sind weitere Studien notwendig, um den tatsächlichen Wert von G-CSF als prognostischen Biomarker zu bestimmen und seine Wirkung auf die Entwicklung eines Mammakarzinoms genauer zu verstehen.

Zusammenfassung (Englisch)

Among women in the western industrial countries, breast cancer is the most common type of cancer.

Biomarkers are used to obtain more detailed information concerning diagnosis and prognosis or in order to improve treatment. In this respect, G-CSF becomes more and more interesting, as it was found that there are differences regarding the serum levels of breast cancer patients compared to healthy women [1,8]. In several studies, positive effects of G-CSF in terms of stimulating growth and development of the tumor have been demonstrated [49,54]. To prevent severe forms of neutropenia caused by chemotherapy, prophylactic G-CSF is used. Therefore it is vital to evaluate the influence of this growth factor on the progression of breast cancer. As higher concentrations of G-CSF are expected in advanced stages, the serum levels of breast cancer patients with and without lymph node involvement were compared to a control group of women without breast cancer. Therefore, the BioPlex ProTM-Assay (BioRad) was used.

There was no significant elevation in the serum concentrations of G-CSF of breast carcinoma patients compared to women without breast cancer (p = 0,74). Moreover, the serum levels in patients with lymph node involvement in comparison to women without lymph node metastasis showed no significant difference (p = 0,421). The same applies to subgroups of other clinical relevant parameters like the ER- or PR-status (p = 0,494; p = 0,428), the HER2-status (p = 0,755), the tumor grading ( p = 0,282) and the menopausal status (p = 0,89). However, controversial results have been shown by other studies [1,8,29]. Further research is needed to evaluate the true value of G-CSF as prognostic biomarker and its influence on tumor development.