Titelaufnahme

Titel
Kultursensibilität und Schlangen im Bauch. Aspekte und Spannungsfelder sozialarbeiterischer Beratungen im Asylbereich.
Weitere Titel
Cultural sensitivity and snakes in the belly. Aspects of social counselling and areas of tension in the working field of asylum
VerfasserPetschmann-Toumi, Waltraud
Betreuer / BetreuerinKolland, Franz
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Kultursensibilität / Kultur / Differenzen / Werte und Einstellungen / Beratungskontext / interkulturelle Soziale Arbeit / AsylwerberInnen
Schlagwörter (EN)cultural sensitivity / culture / differences / values and attitudes / counselling context / intercultural / social work / asylum seekers
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

AsylwerberInnen stellen eine äußerst heterogene KlientInnengruppe der Sozialen Arbeit dar. Die

Vielfalt an Herkunftsgebieten und die damit verbundenen unterschiedlichen kulturellen und sozialen

Prägungen stellen SozialarbeiterInnen in diesem Bereich vor besondere Herausforderungen.

Divergierende Einstellungen und Werte der SozialarbeiterInnen und KlientInnen, die psychosoziale

Situation der KlientInnen im Bezug auf ihre Erfahrungen als Flüchtlinge und AsylwerberInnen sowie

die asylrechtlichen Bestimmungen der österreichischen Legislatur sind Aspekte, welche die

Interaktionen zwischen SozialarbeiterInnen und KlientInnen wesentlich mitbestimmen. In der vorliegenden

Arbeit wird zunächst untersucht, inwieweit diese Besonderheiten den Verlauf von (Sozial-)Beratungen beeinflussen.

In einem weiteren Schritt wird der Fokus auf den Aspekt Kultursensibilität seitens der SozialarbeiterInnen gerichtet und auf die Frage, ob und wie eine kultursensible Arbeitsweise dazu beitragen kann, Spannungsfelder zu überwinden und einen konstruktiven Beratungskontext herzustellen. Nach einer theoretischen Annäherung an die zentralen Begrifflichkeiten der Fragestellung - Asyl, Werte und Einstellungen, Kultursensibilität, Beratungskontext - im

Rahmen einer Literaturrecherche folgt im empirischen Teil die Darstellung der angewandten Forschungsmethoden,

eine kurze Beschreibung der relevanten Einrichtungen und die Auswertung des Datenmaterials nach der Themenanalyse von Froschauer/ Lueger. Als Datenquelle dienten hierfür fünf leitfadengestützte Interviews,

die in der Zeit von Dezember 2011 bis Jänner 2012 mit SozialarbeiterInnen von säkularen Einrichtungen

durchgeführt wurden.

Zusammenfassung (Englisch)

Asylum seekers form a highly heterogeneous client group of social work. Social workers are challenged

by the variety of areas of origin and the associated different cultural and social imprints within this field of work. Diverging attitudes and values of social workers and clients, the psychosocial situation of the clients in relation to their experiences as refugees and asylum seekers and the asylum-related provisions of the Austrian legislature are aspects that will largely and significantly determine the interactions between social workers and clients. In the present work it is first analysed how and to which extent these characteristics influence the course of (social) consultations. Secondly, the focus is put on the aspect of cultural sensitivity by the social workers and the question

whether and how a culturally sensitive way of working can help to overcome tensions and establish a constructive counseling context. After a theoretical approach of the terms as part of a literature review - asylum, values and attitudes, cultural sensitivity, counseling context - we will have a closer look in the empirical part on the presentation of applied research methods, a brief description of the relevant institutions and the evaluation of the data according to the thematic analysis of Froschauer/ Lueger. Five semi-structured interviews conducted during Dezember 2011 to January 2012 with social workers from secular institutions served as data source.