Titelaufnahme

Titel
Dekompensierte Esophorie : Ein Fallbericht
Weitere Titel
Decompensated Esophoria A case report
VerfasserPunz, Andrea
Betreuer / BetreuerinHirmann, Elisabeth ; Faytl, Angelika Sophie
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuli 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Dekompensierende Esophorie / Dekompensierte Esophorie / Asthenopie / Abducensparese / Lyme-Borreliose / Psychosomatik / Augenmuskeloperation
Schlagwörter (EN)Decompensating esophoria / Decompensated esophoria / Asthenopia / Abducens palsy / Lyme-disease / Psychosomatics / Eye-muscle surgery
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Hintergrund: Eine 37-jährige Patientin wurde von einer neurologischen Ambulanz an eine Sehschule zur Abklärung von Doppelbildern überwiesen. Anamnestisch wurden weder Allgemeinerkrankungen, noch Schielen in der Kindheit erwähnt. Die Diplopie dauerte bereits 10 Tage an. Zuvor hatte noch keine Diagnostik oder Therapie der Doppelbilder stattgefunden.

Methoden: Es wird auf Untersuchungen im Sinne eines orthoptischen Status eingegangen. Zusätzlich werden angewandte Untersuchungen zur Abklärung einer Augenmuskelparese, sowie ophthalmologische und radiochirurgische Untersuchungen erörtert.

Ergebnisse: In diesem Kapitel wird anhand der über ein Jahr reichenden Patientendokumentation der Krankheitsverlauf dargestellt. Anfangs wurde die Verdachtsdiagnose einer dekompensierenden Esophorie gestellt. Im Laufe der Betreuung der Patientin zeigte sich jedoch eine minimal eingeschränkte Abduktion am linken Auge und eine mögliche Lyme-Neuroborreliose musste differentialdiagnostisch abgegrenzt werden. Schlussendlich wurde die Diagnose der gänzlich dekompensierten Esophorie bestätigt und eine Augenmuskeloperation veranlasst. Aufgrund der Gesamtsituation der Patientin war eine Dekompensation der Esophorie durch Stress und psychische Faktoren wahrscheinlich.

Diskussion: Hier wird auf die Diagnosen dekompensierende und dekompensierte Esophorie und deren Symptomatik eingegangen. Im Sinne der differentialdiagnostischen Abklärung wird außerdem auf die Krankheitsbilder des Mikrostrabismus und des akuten Innenschielens Bezug genommen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung zur Abducensparese, ausgelöst durch eine Lyme-Neuroborreliose. Weiter werden mögliche Auslöser für die Dekompensation der Esophorie erläutert. Abschließend wird auf die Behandlung dieses Krankheitsbildes eingegangen.

Zusammenfassung (Englisch)

Background: A 37-year-old patient was referred to the eye department by a neurologist for clarification of double vision. Her diplopia had already started 10 days before. Neither a history of systemic diseases, nor strabismus in childhood was mentioned during the anamnesis. Previously, no diagnosis or treatment of double vision had been performed.

Methods: Different types of tests included in the determination of an orthoptic status are discussed. In addition, applied research to clarify the patient´s eye muscle paresis, ophthalmic and radio surgical studies are reviewed.

Results: In this chapter, the case history is analysed by means of patient documentation over one year. The initial diagnosis was decompensating esophoria. During treatment, however, possible restricted abduction of the left eye was noticed, and a Lyme-disease had to be excluded. The diagnosis of decompensated esophoria was confirmed, the necessitating eye muscle surgery. Due to the personal situation of the patient the decompensation of esophoria appeared by stress and psychological factors was likely.

Discussion: This section describes the diagnosis of decompensating and decompensated esophoria and their symptoms. In terms of differential diagnosis this paper also refers to the clinical pictures of microstrabismus and acute acquired esotropia. A focus is put on the definition of abducens nerve palsy caused by Lyme-disease. Furthermore, possible triggers for the decompensation of esophoria and finally the treatment of this disease are discussed.