Titelaufnahme

Titel
Schulabsentismus von Heranwachsenden. Was kann Schulsozialarbeit durch Elternarbeit leisten?
Weitere Titel
School absenteeism of young adults. How can school social work have an impact when working with parents?
VerfasserSpreitzhofer, Angelika
GutachterCoulin-Kuglitsch, Johanna
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Schule / Schulsystem / Schulabsentismus / Heranwachsende / Junge Menschen / Eltern / Elternarbeit / Schulsozialarbeit
Schlagwörter (EN)school / school system / school absenteeism / growing children / young adult / parents / work with parents / school sozial work
Zugriffsbeschränkung
 _
Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Literaturarbeit behandelt das Thema Schulabsentismus von Heranwachsenden und zeigt auf, was die Schulsozialarbeit durch Elternarbeit zur Verringerung bzw. Vermeidung beitragen kann.

Eltern sind heutzutage mit unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert, einerseits bewirkt eine Elternschaft eine laufende Auseinandersetzung mit sich selbst und andererseits bestimmen zunehmende Flexibilisierungen im beruflichen und privaten Bereich ihren Alltag. In den letzten Jahren werden Eltern von den Fachkräften zunehmend als Expert*innen für die eigene Lebenswelt erkannt und für die Zusammenarbeit mit Eltern ist der Begriff „Erziehungs- und Bildungspartner*innenschaft“ üblich geworden. Weiters haben sich die Grundlagen für die Elternarbeit erweitert und es ist wichtiger geworden, die Eltern und die Heranwachsenden in den fachlichen Alltag zu integrieren.

Junge Menschen durchlaufen beim Heranwachsen unterschiedliche Entwicklungsschritte und ihr Alltag wird von weiteren Aspekten ihrer Lebenswelten bestimmt, wodurch diese Einflüsse eine große Rolle bei Schulabsentismus spielen können. Schulabsentismus kann wiederum von einem Fernbleiben von einzelnen Unterrichtsstunden über gänzliche Abwesenheit von der Schule bis hin zu einem bewussten Zurückhalten von Seiten der Eltern reichen. Die Bedingungsfaktoren für Schulabsentismus können innerhalb des Schulsystems liegen oder im außerschulischen Umfeld begründet sein.

Schulsozialarbeit steht bei dem Thema Schulabsentismus der gängigen Ambivalenz des doppelten Mandats von Hilfe und Kontrolle in der Sozialen Arbeit gegenüber. Zudem ist der Handlungsspielraum von Schulsozialarbeiter*innen begrenzt und für eine adäquate Zusammenarbeit mit den Eltern ist eine gelingende Kooperation mit dem Schulsystem sowie eine genaue Abklärung der Zuständigkeiten erforderlich. Die Schulsozialarbeit kann bei der Elternarbeit zum Thema Schulabsentismus präventiv arbeiten, unterschiedliche Methoden anwenden und gezielte Interventionen setzen.

Zusammenfassung (Englisch)

This research paper discusses the issue of school absenteeism of young adults. It illustrates how school social work, specifically work with parents, contributes to the reduction and prevention of school absenteeism.

In today’s society parents face various challenges. On the one hand, they have to deal with themselves and their own development as parents. On the other hand, increasing flexibility at work and in private life have a great impact on them. In the last few years experts have started to see parents as experts for their own lives and their parenthood. That is why the cooperation with parents is often called 'partnership in upbringing and education'. Furthermore, the basic principles for professional work with parents have expanded and it has become more important to include parents as well as young adults in the professional work of school social workers.

Young adults go through various developmental stages while growing up and are influenced by further living conditions and environment. Social factors have an important impact on the emergence of school absenteeism. The topic of school absenteeism can range from complete absence from school to cutting individual classes or parents who deliberately keep their children from school. Other factors that contribute to school absenteeism can be found in or outside the school system.

The 'dual mandate‘ of social work, both caring for people and controlling their behavior, is also ambivalent in the field of school social work. The social workers‘ capacity to take an active role is limited and for adequate cooperation with parents they have to be effectively linked to the school system and clarify competences. School social work can take preventative measures, use a variety of methods and place well-directed interventions.