Titelaufnahme

Titel
Körperbewusstsein - körperbewusst sein
Weitere Titel
Body consciousness - beeing body conscious
AutorInnenWiesauer, Anna
GutachterJelem-Zdrazil, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Körperbewusstsein / Körperbildzeichnung / körperliche Aktivität / Kinder / Gesundheitsbewusstsein / Prävention
Schlagwörter (EN)body consciousness / physical activity / children / health consciousness / prevention
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der empirischen Erfassung des Körperbewusstseins von Volksschulkindern im Alter von neun bis zehn Jahren, mit dem Ziel, eine Aussage über die Ausprägung des Körperbewusstseins in diesem Alter treffen zu können. Es wird die forschungsleitende Fragen nach der Definition von Körperbewusstsein und dessen Ausprägung behandelt. Als Untersuchungsinstrument zur Erfassung des Körperbewusstseins wurde die Körperbildzeichnung (KBZ) nach E. Jelem ausgewählt. Dies ist ein Instrument, welches vor allem im physiotherapeutischen Setting mit psychiatrisch erkrankten Erwachsenen Anwendung findet. In dieser Arbeit wird es herangezogen, um Aussagen über das Körperbewusstsein von Kindern im entsprechenden Alter treffen zu können. Die KBZ der Kinder, die an der Untersuchung teilnehmen, werden qualitativ ausgewertet. Aufgrund der kleinen Stichprobe von neun Kindern können über die Ergebnisse keine allgemein gültigen Aussagen getroffen werden, dennoch werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede innerhalb jeder Gruppe festgestellt.

Ein weiteres Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, ob in den KBZ körperlich aktiver Kinder ein gesicherteres Körperbewusstsein zu erkennen ist, als in jenen von körperlich weniger aktiven Kindern. Zur Erfassung der körperlichen Aktivität wurde der MoMo-Aktivitätsfragebogen ausgewählt, welches die körperliche Aktivität in Schule, Freizeit und Sportverein sowie das Interesse an Bewegung erfragt. Anhand ihrer Angaben im Fragebogen werden die Kinder in die Testgruppe „körperlich aktiv“ eingeteilt, wenn sie mindestens 60 Minuten an fünf Tagen der Woche körperlich aktiv sind; oder gehören der Referenzgruppe „körperlich weniger aktiv“ an, wenn sie dieses Ausmaß nicht erreichen. Die qualitativen Auswertungen der KBZ werden mit den Ergebnissen des MoMo-Aktivitätsfragebogens in Verbindung gebracht und anschließend analysiert, welche Unterschiede zwischen den beiden Gruppen erkennbar sind.

Hauptergebnisse: Es scheint, als wäre das Wissen um die Zusammengehörigkeit der Körperteile und Körperformen in diesem Alter noch nicht ausgereift bzw. wird es nicht in der KBZ dargestellt. Anzunehmen ist außerdem der fehlende Raum, der Kindern zur Verfügung gestellt wird, um sich entfalten zu können. Sie nutzen das Blatt Papier für ihre Zeichnungen nicht aus, was darauf hindeuten kann, dass größere Räume und Körperräume nicht genutzt werden. Es kann anhand der Darstellung des Gesichtsschemas der Zeichnungen vermutet werden, dass die visuelle Wahrnehmung den höchsten Stellenwert einnimmt, die akustische eher in Vergessenheit gerät. Ganz allgemein wird ersichtlich, dass sich die Kinder gut von ihrer Umwelt abgrenzen können und eine positive Einstellung zu ihrem Körper aufweisen.

Die Auswertung der Unterschiede zwischen körperlich aktiven Kindern und körperlich weniger aktiven zeigt vor allem im Bereich der Körperformen Ungleichheiten. Aktive Kinder

wissen scheinbar besser über ihre Proportionen und Körperteile Bescheid, als weniger aktive. Sie nutzen den zu Verfügung gestellten Raum wahrscheinlich besser aus, was darauf hindeuten kann, dass sie mit ihrem eigenen Körper und Körperraum besser umgehen können.

Schlussfolgerungen: Die in der Literatur bekannte Einflussnahme der körperlichen Aktivität auf die Ausbildung des Körperbewusstseins kann demzufolge mit Hilfe der KBZ nach E. Jelem bestätigt werden. Im Vergleich von körperlich aktiven zu körperlich weniger aktiven Kindern zeigen sich Unterschiede in der Ausprägung des Körperbewusstseins.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper wants to explore the body consciousness of children at the age of nine to ten years in an empirical way. The aim is the knowledge about the value of the body consciousness at that specific age. The used method in this study is the “Körperbildzeichnung by E. Jelem”, which is usually used in therapeutic settings with patients with psychiatric problems. The children’s KBZ are analyzed in a qualitative way. Because of the fact that only nine children could fulfill all the requirements to take part in this study, the sample is too small to provide generally accepted conclusions.

The second aim of this study is to find out, whether physical active children show a higher developed body consciousness than less active. Therefore they have to fill in the “MoMo-Aktivitätsfragebogen”, which measures the daily physical activity. If they show a physical activity of at least 60 minutes on five days a week, they are part of the test group “physical active”. If they don’t show this amount of activity, they belong to the reference group “physical less active”.

The main results are that children at the age of nine to ten years maybe do not exactly know about their specific body parts and body shapes in a specific way. Moreover they are probably not used to being given enough space to develop theirselves. The facial schema, which could represent the own identity, is incomplete. The visual cognition seems to be in the front, the acoustical seems neglected. In general the children show a good attitude towards their own bodies.

It can also be proved that active children show a higher knowledge of their body shapes and body parts than less active children. They can probably use the maintained space more efficient, which indicates a better reference to the own body.

The fact that physical activity influences the body consciousness, which is discussed in the literature, could therefore be proved in this study, because the two groups (test group and reference group) show differences.

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