Titelaufnahme

Titel
Wie kann die Rolle der Sozialen Arbeit innerhalb politischer, gesellschaftlicher und globaler Machtverhältnisse verstanden werden?
Weitere Titel
How can the role of social work with in political, social and global power relations be understood?
VerfasserMadl, Anne-Sophie
Betreuer / BetreuerinGerlich, Chiara
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuli 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Soziale Arbeit / Macht / Soziale Ordnung / Michel Foucault / Pierre Bourdieu / Postkoloniale Theorie / Doppeltes Mandat
Schlagwörter (EN)Social work / Power relations / Social order / Michel Fouchault / Pierre Bourdieu / Postcolonial studies / Double mandate
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

In der vorliegenden Arbeit wird die Debatte über die Rolle(n) der Sozialen Arbeit innerhalb politischer, gesellschaftlicher und globaler Machtstrukturen aufgegriffen. Durch ihren staatlichen Auftrag ist die Soziale Arbeit einerseits sowohl materiell als auch normativ an sozialpolitische Arrangements gebunden, andererseits setzt sie sich zum Ziel, Interessensvertretung für die Bedürfnisse und Lebensbedingungen ihrer Adressat*innen zu sein. Dieses doppelte Mandat bringt potentielle Interessenskonflikte mit sich, mit denen sich die Soziale Arbeit häufig konfrontiert sieht. Die Begünstigung der Interessen der einen Partei durch die Soziale Arbeit, kann zu Benachteiligungen der anderen führen, wodurch Macht- und Herrschaftsverhältnisse in der Gesellschaft verschoben oder stabilisiert werden. Die mehrdimensionale Verwobenheit der Profession in bestehende Macht- und Herrschaftsverhältnisse kann anhand von theoretischen Wissensbeständen Michel Foucaults, Pierre Bourdieus und der Postkolonialen Studien veranschaulicht werden. Wie die Soziale Arbeit ihre Machtposition positiv nützen kann, wird anhand der kritischen Reflexion der theoretischen Beiträge diskutiert.

Zusammenfassung (Englisch)

This paper takes on the debate about the different roles of social work within political, social and global power structures. On the one hand public social work is financially and normatively dependent on socio-political policies while on the other hand social work aspires to represent interests and fulfill service users’ needs. The resulting double mandate of social work potentially brings about interest conflicts between the parties. Priveleging one party’s interests can lead to disadvantaging the other’s needs and by that relations of power and leadership in society may be either relocated or stabilized. Theoretical contributions of Michel Foucault, Pierre Bourdieu and the Postcolonial Studies will illustrate the profession’s multidimensional involvement in existing relations of power and leadership. Prospects for a positive utilization of power in social work will be discussed on the basis of the theoretical contributions.