Titelaufnahme

Titel
Gefährliche Jungen? Gefährliche Männer?
Weitere Titel
Dangerous Boys? Dangerous Men?
VerfasserSagmeister, Aurelia
GutachterDiebäcker, Marc
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Soziale Arbeit / männerorientierte Soziale Arbeit / Soziale Arbeit mit Jungen und Männern / Migration / Intersektionalität / Postkoloniale Theorie / Männlichkeitstheorie / Anti-essentialismus
Schlagwörter (EN)Social work / social work with boys and men / migration / intersectionality / postcolonial studies / postcolonial theory / men’s studies / critical men’s studies / anti-essentialism
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Bachelorarbeit soll die Relevanz von Raewyn Connells Konzept der Hege-monialen Männlichkeit sowie die der Postkolonialen Theorie für die männerorientierte Soziale Arbeit ergründen. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf Sozialer Arbeit mit Männern mit Migrationshintergrund. Das Konzept der Hegemonialen Männlichkeit schafft eine Grund-lage für ein differenziertes Wahrnehmen von Männlichkeiten, das für eine fundierte Ausei-nandersetzung und eine Etablierung passender Angebote innerhalb der Sozialen Arbeit wich-tig ist. Die Postkoloniale Theorie befasst sich mit Machtverhältnissen und ungleichen Diskur-sen, die von einem ‚westlichen‘ Standpunkt ausgehen. Sie stellt Fragen danach wer über wen sprechen kann und wie Machtverhältnisse dadurch geprägt werden. Für die Soziale Arbeit ist ein kritischer Blick auf die eigene Position in solchen Machtverhältnissen wesentlich, um die Funktion Sozialer Arbeit in deren Reproduktion verändern zu können. Denkt man diese bei-den Ansätze zusammen und kombiniert man sie mit einem interesektionalen Zugang, kann es Sozialer Arbeit gelingen besser auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer*innen eingehen zu können und Diskriminierung entgegenzuwirken.

Zusammenfassung (Englisch)

The following paper explores the benefits of combining and introducing Raewyn Connell’s concept of hegemonic masculinity and postcolonial studies to social work with boys and men. Its focus lies on men with migration background. The concept of hegemonic masculinity pro-vides a differentiated view on masculinities, which is of high relevance for establishing appro-priate social work offers that meet their respective users’ needs. It also helps social workers gain a more profound understanding of masculinity as a sociological factor. Postcolonial stud-ies seek to make global power relations visible – concerning material, political as well as dis-cursive power relations. They address questions of representation and the hegemonic position of the ‘west’ in powerful/hegemonic discourses. Social work can benefit from postcolonial theory for example when it comes to question its own position in these power relations as well as its function in reproducing these relations. By combining the two concepts/theories and adding an intersectional approach social work could succeed in improving its offers and tar-geting discrimination.