Titelaufnahme

Titel
Management der Nachgeburtsperiode : Zwei Methoden im Vergleich
Weitere Titel
Management of the third stage Comparison of two methods
VerfasserBiegl, Beate
GutachterWokurek-Biebel, Vera
Erschienen2016
Datum der AbgabeJuni 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Nachgeburtsperiode / Nachgeburtsphase / Plazentarperiode / Aktives Management / Abwartendes Management / Plazenta / Mutterkuchen / Postpartale Blutung
Schlagwörter (EN)Third stage of labour / Active management / Expectant/Physiological management / Placenta / Post partum haemorrhage
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich der Betreuung während der Nachgeburtsperiode. Zur Leitung dieser Geburtsphase gibt es zwei Möglichkeiten: das aktive oder abwartende Management.

Diese Bachelorarbeit gibt Aufschluss darüber, wodurch sich die beiden Methoden zur Leitung der Plazentarperiode hinsichtlich der Durchführung und des mütterlichen Outcomes unterscheiden. Weiters erläutert sie, welches dieser Managements in Leitlinien empfohlen wird.

Mit der Methode der Literaturrecherche wurde nach geeigneter Fachliteratur zum Thema gesucht, womit die Forschungsfragen beantwortet wurden.

Grundsätzlich sind das aktive und abwartende Management zwei von Grund auf verschiedene Herangehensweisen zur Leitung der Nachgeburtsperiode. Die erstgenannte Methode setzt sich aus verschiedenen Interventionen zusammen. Dazu zählen die prophylaktische Gabe eines Uterotonikums und die Durchführung einer Cord traction (Zug an der Nabelschnur) nach dem Abnabeln des Neugeborenen. Die abwartende Leitung beruht auf der natürlichen Freisetzung von Oxytocin, einem Abwarten der Lösungszeichen und der Geburt der Plazenta durch Gravidität und mütterlichem Mitschieben.

Hinsichtlich der Auswirkungen zeigte sich, dass das aktive Management den Blutverlust und das Auftreten von postpartalen Blutungen reduziert. Weiters verkürzt sich die Dauer der Nachgeburtsperiode aufgrund der gesetzten Interventionen. Die abwartende Leitung führte zu weniger Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerzen und Hypertonie, als in der Vergleichsgruppe. Auch die Notwendigkeit einer manuellen Plazentalösung war in dieser Gruppe geringer.

Die international gültigen Leitlinien der International Federation of Gynaecologists and Obstetricians, International Confederation of Midwifes und World Health Organization empfehlen allesamt die aktive Leitung zur Betreuung in der Nachgeburtsperiode. Das National Institute for Health and Care Excellence hingegen erläutert beide Methoden in ihrer Empfehlung, wovon abhängig von der individuellen Situation entschieden wird, wie die Nachgeburtsperiode geleitet wird.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with the care during third stage of labour. There are two main opportunities to manage this part of birth: the active and the expectant management.

This bachelor thesis discusses the differences of these two approaches in implementation and the outcomes of the mother. Furthermore it points out the actual recommendations of management of the third stage.

The method of literature research was chosen to answer the above stated topics.

Fundamental, active and expectant management are two completely different opportunities to handle the third stage. The first of those both approaches involves a package of interventions: a prophylactic administration of an uterotonic and controlled cord traction after cord clamping. Expectant management is based on the natural release of oxytocin, waiting signs of separation and birth of the placenta by maternal effort.

In regard to the outcomes it turns out that active management reduces the vaginal bleeding and the incidence of post partum haemorrhage. In additions it shortens the duration of the third stage. The expectant approach leads to less side effects like nausea, vomiting, headache and hypertension and lowers the chance of necessity of manual removal of the placenta.

The global valid guidelines of the International Federation of Gynaecologists and Obstetricians, International Confederation of Midwifes and World Health Organization recommend active management for the third stage of labour. In contrast to this, the National Institute for Health and Care Excellence illustrate both approaches in their guideline. Depending on the individual situation they decide which method is used to manage the third stage.