Bibliographic Metadata

Title
"Ich bin mehr als mein Migrationshintergrund!"
Additional Titles
"I'm more than my migration background!"
AuthorBonic, Bojana
Thesis advisorAli-Pahlavani, Zohreh
Published2015
Date of SubmissionAugust 2015
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Jugendliche der zweiten Generation / Migrationshintergrund / Identitätsfindungsprozesse / Ausgrenzungsprozesse / Kulturelle Hintergründe / Stigmatisierung / Integration / Identität
Keywords (EN)Adolescents of the second generation / Migration background / Identity-finding processes / Processes of exclusion / Cultural backgrounds / Stigmatisation / Integration / Identity
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Die vorliegende Bachelorarbeit mit dem Titel „Ich bin mehr als mein Migrationshintergrund!“ thematisiert Identitäts- und Integrationsprozesse Jugendlicher der zweiten Migrationsgeneration. Es findet eine Auseinandersetzung mit mehrheitsgesellschaftlichen, stigmatisierenden Zuschreibungen und Kategorisierungen der Jugendlichen statt. So werden diese mit dem Bild des „zwischen zwei Kulturen stehen“, benannt. Des Weiteren werden Defizite in verschiedenen Bereichen der Lebenswelt dieser von der Mehrheitsgesellschaft durch “kulturelle Hintergründe“ erklärt. Den Jugendlichen werden Identitätskrisen aufgrund zwei dualistischer, sich widersprechender Normen- und Wertesysteme – die der Herkunfts- und Aufnahmekultur – unterstellt. Hier wird oftmals außer Acht gelassen, welche Rolle strukturelle Bedingungen und soziale Nachteile und soziale Benachteiligungen in der Entstehung von Defiziten der Jugendlichen der zweiten Migrationsgeneration spielen. Eine ressourcenorientierte Herangehensweise an die Identitätsfindungsprozesse zeigt auf, dass die Jugendlichen Strategien und Fähigkeiten besitzen, Stigmatisierungen und der „dualistischen Zerrissenheit“ zwischen den Kulturen, entgegenzuwirken und vielmehr neue Perspektiven und Grenzüberwindungen zu schaffen, so können auch multiple Zugehörigkeitsgefühle entstehen.

Die Bereiche der Lebenswelt der Jugendlichen der zweiten Generation, welche in dieser Arbeit näher behandelt werden, sind der „Kulturkonflikt“, die Bildung, das soziale Netzwerk und der Sprachgebrauch dieser. Anhand dieser Bereiche werden sowohl Ausgrenzungsprozesse und Benachteiligungen, als auch die Ressourcenvielfalt der Jugendlichen und Strategien in der Identitätsentwicklung dargestellt. Im letzten Teil der Arbeit wird auf die Rolle der Sozialen Arbeit in Bezug auf Jugendliche der zweiten Generation eingegangen.

Abstract (English)

This bachelor-thesis with the title „I'm more than my migration background!“ broaches the issue of processes of identity and integration of adolescents of the second migration generation. Aspects of majority societal stigmatisation towards the adolescents are shown in this thesis. They are categorized because of their migration background. There is the metaphor of „being between two cultures“, the majority society have this picture in mind when thinking of adolescents of the second generation. Deficits of the adolescents are described by „cultural differences“ by the majority society. There is the belief that the adolescents have identity crises because of contradictory value systems of the different cultures. Factors like structural circumstances or social disadvantages often aren't recognized in connection with deficits of the adolescents. A resource-oriented approach in concerns of the development of identity shows, that adolescents of the second generation can develop strategies and skills with which they can counteract stigmatisations and the feeling of disruption. They have the chance to develop new perspectives and to overcome constraints. In this way, multiple feelings of affiliation can arise.

The fields of the living environment of adolescents of the second generation, which are part of this thesis, are the „cultural conflict“, education, the social network and language use. On the basis of these fields, phenomena of exclusion and disadvantages, but also the diversity of resources and strategies of the development of identity can be shown. The last part of this thesis includes the role of social work related to adolescents of the second generation.

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