Titelaufnahme

Titel
Augenprophylaxe und Konjunktivitis beim Neugeborenen
Weitere Titel
Ocular Prophylaxis and Conjunctivitis of the Newborn
VerfasserWurth, Catherine
GutachterRakos, Elisabeth
Erschienen2015
Datum der AbgabeJanuar 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Augenprophylaxe / Ophthalmia neonatorum / Konjunktivitis / Credé
Schlagwörter (EN)ocular prophylaxis / ophthalmia neonatorum / conjunctivitis / Credé
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Bachelorarbeit befasst sich mit der Augenprophylaxe beim Neugeborenen, einer Intervention, die im 19. Jahrhundert von Credé wegen der damals hohen Prävalenz der Ophthalmia neonatorum eingeführt worden ist. Es stellt sich die Frage, ob unter den heutigen Bedingungen in Ländern wie Österreich diese Routinemaßnahme noch bei allen Neugeborenen notwendig ist. Zur Beantwortung dieser Frage wird nach einem einleitenden Überblick über die Erkrankung die Entwicklung der Prophylaxe seit ihrer Einführung dargestellt. Anschließend werden unter Berücksichtigung wissenschaftlicher Studien die Vor- und Nachteile verschiedener Prophylaxemethoden erörtert und mögliche Alternativen aufgezeigt.

Die Ergebnisse vieler Studien sprechen dafür, in Ländern mit guter medizinischer Versorgung auf eine generelle Augenprophylaxe zu verzichten und stattdessen das Hauptaugenmerk auf das Screening und gegebenenfalls die Therapie Schwangerer sowie die Früherkennung bei Neugeborenen zu legen. 2,5%ige Polyvidon-Jodlösung scheint bei der Entscheidung für eine Prophylaxe die geeignetste Substanz zu sein.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor paper deals with the ocular prophylaxis of the newborn. This intervention was introduced in the 19th century by Credé because of the high prevalence of ophthalmia neonatorum at this time. It is arguable whether in countries like Austria this routine-intervention is still necessary. To find an answer to this question, an overview of the disease is given, followed by the presentation of the history of ocular prophylaxis. In the scientific part the findings of the literature review concerning the effectiveness of different prophylactic agents are discussed and possible alternatives are explained.

Many studies suggest that general ocular prophylaxis could be abandoned in countries with good medical care. These countries could instead focus on the screening and treatment of pregnant women as well as early diagnosis in newborns. 2.5% povidone-iodine seems to be the most suitable agent if prophylaxis is applied.