Titelaufnahme

Titel
Auswahl &Analyse von therapeutischen Übungen zur Vorbeugung des Impingement Syndroms bei Rollstuhlfahrern & Rollstuhlfahrerinnen mit Querschnittlähmun
Weitere Titel
Selection and analysis of therapeutic exercise to prevent the impingement syndrome of wheelchair users with paraplegia
VerfasserHauck, Christian
GutachterBucher, Harriet
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Impingement Syndrom / Rollstuhl / Schulterschmerz / Vorbeugen / Rotatorenmanschette / selbstständiges Kräftigungsübungen
Schlagwörter (EN)Impingement Syndrome / Wheelchair / Shoulder pain / prevent / rotator cuff / independent strengthening exercise
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel: Ziel dieser Arbeit ist es die therapeutischen Übungen bei querschnittgelähmten Roll- stuhlfahrern und Rollstuhlfahrerinnen mit Impingement Syndrom zu analysieren und eine Auswahl an Übungen zu treffen, welche in der Frührehabilitation zur Vorbeugung des Im- pingement-Syndroms und den damit verbunden Schmerzen dienen.

Methode: Es wurden drei Studien, die therapeutische Übungen bei Rollstuhlfahrern und Rollstuhlfahrerinnen mit Querschnittlähmung bei Patienten und Patientinnen mit und ohne Schulterschmerz untersucht haben, miteinander verglichen.

In allen drei Studien wurde der „Wheelchair User’s Shoulder Pain Index“ (WUSPI)1 zur Messung der Schmerzreduktion in der Schulter verwendet.

Jede dieser Studien enthielt Dehnungs- und Kräftigungsübungen für die Schulter. Die Studie von Curtis und Kollegen2 dauerte sechs Monate und enthielt zwei Dehnungs- und drei Kräftigungsübungen.

Nawoczenski et al.3 hatten in ihrem Trainingsprogramm, welches über acht Wochen ging, vier Dehnungsübungen und drei Übungen zur Kräftigung ausgewählter Schultermuskeln. In der dritten Studie von Mulroy und Kollegen4 gab es eine Aufwärmphase mit drei Bewe- gungsübungen, gedehnt wurden anteriore und posteriore Kapsel sowie der obere Anteil des Trapeziusmuskels und vier Kräftigungsübungen bildeten den Abschluss des 12 wö- chigen Trainingsprogrammes.

Ergebnisse: In allen drei Studien wurde eine Reduktion der Schulterschmerzen gemes- sen. Der größte Differenzwert wurde in der Studie von Mulroy et al.5, mit 36,3 Punkten zwischen Pretest 51,2 und Posttest 14,9 Punkten, erreicht, was eine Verbesserung um 29% bedeutet.

Limitation: Alle drei Studien hatten eine unterschiedliche Laufzeit und verwendeten ähn- liche Übungen. Somit lässt sich nicht feststellen, welche Übungen wirklich am effektivsten sind. Es lässt sich nur erkennen, welches Training in Kombination aus Übungen und Trai- ningsdauer die größte Reduktion der Schulterschmerzen erreicht hat.

Conclusio: Nach der Literaturrecherche stellte sich heraus, dass es keine Studien zu vorbeugenden Maßnahmen für querschnittgelähmte Personen mit einem Impingement Syndrom im Rollstuhl gibt. Daher wurden therapeutische Übungen, welche den Schulter- schmerz reduzieren miteinander verglichen, um daraus effektive Übungen abzuleiten, da diese möglicherweise auch in der Vorbeugung gegen Impingement Syndrome wirkungs- voll sind.

Aufgrund der Ergebnisse wäre es sinnvoll, das Trainingsprogramm von Mulroy und Kolle- gen1 bestehend aus 10 Übungen zur Vorbeugung eines Impingement Syndroms bei quer- schnittgelähmten Rollstuhlfahrern und Rollstuhlfahrerinnen in der Frührehabilitation einzu- setzen.

Zusammenfassung (Englisch)

Goal: The goal of this bachelor thesis is the analysis of therapeutic exercises for wheel- chair users with paraplegia and impingement syndrome and the selection of exercises which support the prevention of an impingement syndrome and the coexistent pain in the early phase of rehabilitation.

Method: Comparison of three studies which examined therapeutic exercises for wheel- chair users with paraplegia and with or without shoulder pain. The shoulder pain reduction was measured by the Wheelchair User’s Shoulder Pain Index (WUSPI)1 in all studies. All of them contained distension and strengthening exercises for the shoulder.

The study from Curtis and his colleagues2 had duration of sixth month and contained two distension and three invigoration exercises. Nawoczenski et al.3 inspected an eight week exercise programme with four distension and three invigoration exercises to strengthen the shoulder muscles. Mulroy and his colleagues4 monitored a twelve week exercise pro- gramme and introduced a warm-up phase with three movements (distension of the anteri- or and posterior capsule and parts of the trapezius) and defined four strengthening exercises.

Results: All three studies demonstrated a reduction of shoulder pain. The biggest im- provement (29%) between the results of the pretest (51,2 points) and the posttest (14,9 points) was achieved in the study of Mulroy et al.5.

Limitation: It is hard to identify the most effective therapeutic exercises as all three stud- ies had a different duration and used similar exercises. They can show which combination of exercises and training period reached the biggest reduction of shoulder pain.

Conclusion: The literature research emphasized that no studies exist which analyse pre- ventive measures for wheelchair users with paraplegia and impingement syndrome. Therefore this bachelor thesis compares therapeutic exercises which intend to reduce the shoulder pain as those potentially prevent an impingement syndrome as well.

Based on the results it would be reasonable to use the training programme of Mulroy and colleagues1 consisting of ten exercises to prevent an impingement syndrome at wheel- chair users with paraplegia in the early phase of rehabilitation.