Bibliographic Metadata

Title
Conferencing als neues Verfahren in der Österreichischen Straffälligenhilfe
Additional Titles
Conferencing as a new technique in the Austrian offender support system
AuthorZiegler, Corinna
Thesis advisorWieländer, Georg
Published2014
Date of SubmissionApril 2014
LanguageGerman
Document typeBachelor Thesis
Keywords (DE)Straffälligenhilfe / Jugendliche / Untersuchungshaft / Conferencing / Sozialnetz-Konferenz
Keywords (EN)Offender support system / Juveniles / Pretrial detention / Conferencing / Social-net-conference
Restriction-Information
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Classification
Abstract (German)

Conferencing als neues Verfahren in der Österreichischen Straffälligenhilfe - Sozialnetz-Konferenzen als Alternative zur Untersuchungshaft bei Jugendlichen

Das Conferencing-Verfahren wird in zahlreichen Bereichen der Sozialen Arbeit auf unterschiedliche Art und Weise eingesetzt. Es dient als Entscheidungsfindungsverfahren, bei dem das soziale Netzwerk der KlientInnen gemeinsam mit professionellen HelferInnen und unabhängigen KoordinatorInnen zusammentrifft, um in eigener Regie Lösungspläne für die jeweils vorherrschenden Problematiken zu finden. Das Verfahren berücksichtig deshalb im besonderen Maße die Lebensautonomie der KlientInnen und empowert die sozialen Netzwerke selbstständige Lösungswege zu finden, neue Ressourcen aufzudecken und sich auf die Zukunft hin zu orientieren. Seit 2012 wird das Conferencing Model in Österreich unter dem Namen Sozialnetz-Konferenz auch im Bereich der Straffälligenhilfe mit Jugendlichen durch den Verein NEUSTART als zweijähriges Projekt getestet. Auf Grund von regen Diskussionen über die Untersuchungshaftbedingungen für Jugendlichen wird diese seit dem Sommer 2013 als sogenannte U-Haftentlassungskonferenz auch dazu verwendet Alternativen zur Untersuchungshaft zu suchen und HaftrichterInnen die erstellten Pläne als Entscheidungshilfe zur Verfügung zu stellen. Unter besonderer Berücksichtigung der U-Haftentlassungskonferenzen beschäftigt sich vorliegende Arbeit damit, das Projekt vorzustellen, den Ablauf sowie die Rollen der TeilnehmerInnen zu beschreiben und erste Erkenntnisse der Projekt-Testphase als Entscheidungshilfe für eine Haftverkürzung/Haftvermeidung zu präsentieren.

Abstract (English)

This research paper examines the subject matter “Conferencing as a new technique in the Austrian offender support system –´Sozialnetz-Konferenzen` as an alternative of imprisonment of juveniles on pretrial detention”.

Different concepts of conferencing-models are applied in various fields of social work as a technique for decision-making. With the support of professional social workers and coordinators, the social net of clients assembles in order to find solutions for predominant issues. The model considers the autonomous living of the clients in particular and thereby empowers the social environment to resolve certain issues self-reliantly, detect new resources of support and focus on the future perspectives. Since 2012 the project of the so called “Sozialnetz-Konferenz” is used in Austria´s offender support system for juveniles by the association “NEUSTART”. Due to active discussions about alternatives for pretrial detention on juveniles, the conferences are also used as a decision-making support method for judges since summer 2013. This bachelor thesis describes the mentioned project, the procedure of the conference and the roles of the participants as well as first notions of its use as a support to shorten or avoid pretrial detention on juveniles.