Titelaufnahme

Titel
Der Zusammenhang zwischen psychosomatischen sowie sozioökonomischen Faktoren und einer Frühgeburtsbestrebung
Weitere Titel
The connection between psychosomatic as well as socio- economic factors and preterm birth
VerfasserBrandstetter, Esther
Betreuer / BetreuerinHeinzl, Silke
Erschienen2015
Datum der AbgabeJuni 2015
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Ätiologie / Corticotrophin- releasing Hormone / Frühgeburt / Psychosomatisch / Psychosozial / Sozioökonomisch / Stress
Schlagwörter (EN)Aetiology / Corticotrophin- releasing hormone / Preterm birth / Psychosomatic / Psychosocial / Socio- economic / Stress
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Neugeborene die vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen stellen nach wie vor eine Hochrisikogruppe für neonatale Mortalität und Morbidität dar. Trotz steigendem Forschungsinteresse an dieser Thematik konnte die weltweite Frühgeburtenrate nicht signifikant gesenkt werden.

Da die optimale Betreuung von Mutter und Kind in der Hebammenarbeit einen zentralen Schwerpunkt darstellt, war es die Ambition hinter dieser wissenschaftlichen Arbeit einen bestimmten Aspekt der Ätiologie von Frühgeburten zu beleuchten um neue Erkenntnisse darin zu erlangen und somit möglichst ganzheitlich nach dem neuesten Stand der Wissenschaft als Hebamme arbeiten zu können.

Da eine Frühgeburt laut dem aktuellen Stand der Wissenschaft ein multifaktorielles Geschehen darstellt, dessen Ursachen oft nicht eindeutig geklärt werden können wurde mittels einer Literaturrecherche versucht Antworten auf folgende Forschungsfrage zu finden: Haben sozioökonomische und psychoendokrinologische Komponenten einen Einfluss auf das Auftreten einer Frühgeburt und in welchem Zusammenhang stehen diese?

Die Resultate der Literaturrecherche ergaben, dass zahlreiche umweltbedingte und emotionale Komponenten zu einer erhöhten Rate an Frühgeburten führen können. Die genauen Prozesse die dabei stattfinden waren selten Thema der Studien, jedoch ergaben einige endokrinologisch orientierte Studien, dass Stress zu hormonellen Prozessen im Körper führt, die wiederrum zu einer Zervixinsuffizienz und zur Reifung der uterinen Oxytocinrezeptoren führen können. Auch zeigte sich anhand eines Vergleiches der Frühgeburtenrate zwischen zwei verschiedenen Städten im Gebiet des Gaza Streifens, dass die eine Stadt, welche regelmäßig über Jahre hinweg unter Bombenbeschuss gestanden hatte, eine erhöhte Frühgeburtenrate aufwies, was eindeutig im Zusammenhang mit diesen starken Stressoren stand.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with Neonates, who are born prior to the 37th week of pregnancy because they pose a significant risk for neonatal mortality. Despite rising research interests, the rate could not be significantly reduced. Since support and care for mothers and their children are one of the top priorities for midwifes, the ambition of this research paper was to investigate a specific aspect of the aetiology of premature births to find new insights and consequently enable midwifes to work with state of the art knowledge. It was attempted to find an answer to the following question by means of searching through literature: Do socioeconomic and psychoneuroendocrinologic influence premature birth and in what context can they be seen?

The above mentioned components were asked on purpose, as premature births display a multifactorial event, whose causes can often not be distinctly clarified. Searching through literature revealed, that many environmental and emotional components may lead to an increasing rate of premature births. Even though the processes involved here were rarely a topic in the literature, some endocrinologic oriented studies have shown that for example stress is the reason of hormonal processes in the body, which may be the cause for an insufficiency of the cervix and the ripening of Oxytocin receptors. Furthermore, life- threatening stressful events are associated with an increased rate of preterm birth. This was shown by a study concerning women who were exposed to rocket attacks in the Gaza Strip during their pregnancy.