Titelaufnahme

Titel
Beobachtung der Gesichterwahrnehmung durch die Orthoptistin und den Orthoptisten als Teilbereich der visuellen Wahrnehmung
Weitere Titel
Inspection of face perception as a partial area of visual perception through the orthoptist
AutorInnenHussain, Fatima
GutachterMühlberger, Claudia ; Hirmann, Elisabeth
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Schlüsselbegriffe / Akinetopsie / Balint-Holmes-Syndrom / Gesichterwahrnehmung / Objektagnosie / Prosopagnosie / Visuell- räumliche Wahrnehmungsstörung
Schlagwörter (EN)Keywords / Akinetopsia / Balint-Holmes-Syndrome / Face perception / Object perception / Prosopagnosia / Dysfunction of visual-spatial perception
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Kurzfassung

Einleitung

Die Problemstellung dieser Arbeit umfasst den Bereich der Gesichterwahrnehmung als Teilbereich der visuellen Wahrnehmung. Derzeit wird auf die Diagnostik und Therapie der Gesichterwahrnehmung im orthoptischen Prozess nur wenig Augenmerk gelegt.

Hintergrund

In diesem Kapitel werden die Grundlagen zu basalen Sehfunktionen, Beeinträchtigung visueller Basisleistungen, höhere visuelle Wahrnehmungsstörungen und die Gesichterwahrnehmung beschrieben. Bei der Beschreibung der höheren visuellen Wahrnehmungsstörungen wird besonders auf die Störung der Objektwahrnehmung, die Störung der visuell- räumlichen Orientierungsstörungen, das Balint- Holmes- Syndrom und die Störung der Bewegungswahrnehmung eingegangen. Die Beschreibung der Gesichterwahrnehmung umfasst die Entwicklung, die kongenitale Prosopagnosie, die erworbene Gesichtsblindheit, den Vergleich dieser beiden Störungen, Diagnostik und Therapie dieser Erkrankung.

Methodik

Im Rahmen der Bachelorarbeit erfolgte eine schriftliche Befragung von ausgewählten ExpertInnen (OrthoptistInnen, NeurologInnen, NeuropsychologInnen, Kinderpsychologin, PsychologInnen und ErgotherapeutInnen). Der Fragebogen sowie die angewendeten Methoden zur Auswertung werden beschrieben.

Ergebnisse

Die Ergebnisse der schriftlichen Befragung werden dargestellt. In Einzelfällen wurde angegeben, dass die Gesichterwahrnehmung mittels Heidi Expressions Test Game Cards, Gesichtererkennungs- und Mimikspiele, Spiegeltraining, Pantomime, Clown oder gemeinsame Entwicklung mit den Patienten von Kompensationsstrategien untersucht wird. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind der Meinung, dass die Beobachtung und/ oder Überprüfung der Gesichterwahrnehmung als Teilbereich der visuellen Wahrnehmung durch OrthoptistInnen abgedeckt werden sollte, da durch Früherkennung von Defiziten den PatientInnen und deren Umfeld ein besserer Umgang mit der Störung ermöglicht werden könnte und OrthoptistInnen über geeignete Möglichkeiten und Wissen verfügen.

Diskussion

In diesem Kapitel werden die Ergebnisse durch Beantwortung der Forschungsfragen und Einbeziehen von Literaturrecherchen analysiert, interpretiert und kritisch betrachtet. Dass die Gesichterwahrnehmung noch ein aktueller Forschungsbereich ist, lässt sich aufgrund von vielen weiterführenden Fragen wie: „Was sind die Ursachen einer kongenitalen Prosopagnosie? Welches Gen ist dafür verantwortlich? Gibt es bei Defiziten erfolgsversprechende Behandlungsmaßnahmen?“, feststellen. Die Notwendigkeit die Gesichterwahrnehmung vermehrt in den Aufgabenbereich der Berufsgruppe der OrthoptistInnen miteinzubeziehen und in den orthoptischen Prozess zu verankern, wird geäußert.

Zusammenfassung (Englisch)

Abstract

This thesis lays the focus on the topic of face perception as a partial area of visual perception. At the current state, the diagnose and therapy of face perception is less often performed in the orthoptic examination.

Background

This chapter describes the foundations of the basal visual functions, the impairment of visual efforts, the visual perception dysfunctions and the face perception. Visual perception dysfunctions like impairment of object perception, dysfunction of visual- spatial perception, Balint- Holmes- syndrome and impairment of motion perception are mentioned. The description of face perception includes the development, the congenital prosopagnosia, the acquired face blindness, the comparison of these two disorders, the therapy and diagnose of this disease pattern.

Methology

In the context of this work selected experts (Orthoptists, Neurologists, Neuropsychologists, a Childpsychologist, Psychologists and Occupational therapists) were consulted. All analysis methods concerning the questionnaire are highlighted.

Results

The results of the questionnaire are outlined. In individual cases it is mentioned, that the examination of face perception is performed by the use of Heidi Expressions Test Game Cards, face recognition and facial expression games, training with a mirror, pantomime, clown or the assessment of strategies compensating for the perception dysfunction. More than two thirds of the respondents are on the opinion, that the inspection and/ or examination of face perception as a partial area of visual perception should be done by orthoptists. Through early recognition of dysfunctions it is possible to improve the dealing with this disorder for the affected patients. Orthoptists do have suitable possibilities and the knowledge consulting the impairment of face perception.

Discussion

In this part, the results are analyzed through answering the research questions and including the literature. The theme of face perception is still in need of research. Many research questions are still unanswered such as: „ What are the main causes of congenital prosopagnosia? Which gene is involved with genetically- based prosopagnosia? Are there methods, which can improve their face recognition?“ It appears to be necessary that the inspection of face perception should be included in the orthoptic procedure of examination.