Titelaufnahme

Titel
Steuerliche Behandlung von Wirtschaftsgütern, die ins EU-Ausland verbracht/überführt werden : Rückwirkendes Ereignis gem. § 295a BAO
Weitere Titel
Tax Treatment of assets which are transferred in EU member countries Retrospective event acc.to § 295a BAO
VerfasserMattes, Hans Christian
Betreuer / BetreuerinWiesinger, Rupert
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Betriebsstätte / Dienstleistung / Firmenwert / Fremdvergleich / Funktionsanalyse / Gewinnrealisierung / Gewinnverlagerung / Grenzüberschreitende Sachverhalte / Kostenaufschlagsmethode / Nutzungseinlage / Nutzungsüberlassung / Risikoanalyse / Rückwirkendes Ereignis / Selbstständigkeitsfiktion / Stille Reserven / Überführung / Veräußerung / Verdeckte Einlage / Wirtschaftsgüter / Materielle / Immaterielle
Schlagwörter (EN)Cost plus method / Cross-border issues / Functional analysis / Goodwill / Hidden contribution / Hidden reserves / Independence fiction / Intangible assets / Material assets / Permanent establishment / Profit realization / Profit-shifting / Retrospective event / Risk analysis / Sale / Service / Third-party comparison („Arm’s-length-principle) / Transfer / Use deposit / Use Transfer
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die vorliegende Arbeit zeigt zunächst eine Zusammenfassung der Rechtsgrundlagen von § 6 Z 6 EStG 1988 und auf das rückwirkenden Ereignisses gem § 295a BAO. Dieses wird durch den Steueraufschub in lit b von § 6 Z 6 EStG ermöglicht.

Anschließend wird anhand von drei Sachverhalten beschrieben, welche komplexen und nicht immer eindeutigen, rechtlichen Beurteilungen von grenzüberschreitenden Sachverhalten mit Wirtschaftsgütern und sonstigen Leistungen möglich sind.

Nur der erste Sachverhalt stammt aus der steuerlichen Praxis.

Die beiden anderen Sachverhalte wurden vom Verfasser konstruiert.

Brisanz erhält das Thema durch das EuGH-Urteil Hughes de Lasteyrie du Saillant. In diesem Fall wurde Privatvermögen beim Wegzug aus Frankreich besteuert und diese Besteuerung im Urteil durch den EuGH aufgehoben: Sie verstößt gegen die Niederlassungsfreiheit und gegen die Kapitalverkehrsfreiheit. Dieses Urteil wurde auch auf Betriebsvermögen angewendet, was zu unterschiedlichen Rechtsmeinungen der nationalen und internationalen Steuerexperten führt.

Als Reaktion auf dieses Urteil wurde mit dem Abgabenänderungsgesetz in § 6 Z 6 lit b EStG eine Option zum Aufschub der sofortigen Besteuerung eingeführt.

Ein Resümee zu den drei Sachverhalten zeigt die Gedankenansätze des Autors.

Zusammenfassung (Englisch)

The present work shows a summary of the legal basis of § 6 Z 6 EStG 1988 and on the retroactive event of § 295a BAO. The latter is possible by tax deferral acc. to lit b of § 6 Z 6 EStG.

Then the analysis of three case studies describes what complex and not always clear-cut legal assessments of cross-border issues with assets and other services may arise.

Only the first case study is obtained from tax practice.

The other two case studies are designed by the author.

The subject receives explosive power (alt: particular relevance) by the European Court of Justice judgement of Hughes de Lasteyrie du Saillant. Taxation of private assets levied on the occasion of relocation outside of France was set aside by the ECJ in this judgment: Exit taxation offends against the freedom of establishment and the free movement of capital. This judgment was also applied to business assets, resulting in different legal opinions of national and international tax experts.

In response to this ruling Austria introduced an option for deferred taxation in § 6 (6) lit b EStG by the Tax Amendment Act („Abgabenänderungsgesetz 2004“).

A summary of the three case studies shows the approaches and reflections of the author.