Titelaufnahme

Titel
Auswirkungen des Reaktorunfalls "Fukushima" auf Lebensmittel, : Kontamination durch ausgetretene Radioaktivität
Weitere Titel
Effects on food based on the nuclear disaster "Fukushima", Contamination with radioactive substances
VerfasserKesselbacher, Julia
Betreuer / BetreuerinKarlhuber, Barbara
Erschienen2013
Datum der AbgabeJuni 2013
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Fukushima / Reaktorunglück / Radioaktivität / Lebensmittel / Kontamination / Gammaspektroskopie / Ganzkörperzähler / Marinelli-Becher / Lebensmittelmessungen
Schlagwörter (EN)Fukushima / Nuclear Disaster / Radioactivity / Food / Contamination / Gammaspectroscopy / Human-Body-Counter / Marinelli-Beaker / Food-Measurements
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Kontamination von Lebensmitteln durch ausgetretene Radioaktivität“ und damit ferner mit dem Kernkraftwerksunglück in Fukushima, Japan, am 11. März 2011. Hauptaugenmerk in dieser Arbeit wird auf die Messdatenergebnisse im Zeitraum von Mitte März 2011 bis Ende April 2011gelegt.

Um die Gesundheit der Bevölkerung und die Lebensmittelsicherheit zu wahren, wurden Proben in den einzelnen Staaten, wie beispielsweise Österreich, Schweiz , Kalifornien und Japan entnommen und gemessen, um festzustellen, ob Lebensmittel kontaminiert worden waren und ob die festgelegten Grenzwerte für Radioaktivität in Lebensmitteln überschritten wurden. Ebenfalls wurde die Aktivität in Regenwasser überprüft, da Regenwasser im Zusammenhang mit der Kontamination der Lebensmittel steht.

Dabei wurden in den Vereinigten Staaten im Bundesstaat Kalifornien Spuren von Radioaktivität im Regenwasser und der Milch entdeckt, die aus Fukushima stammten. In Österreich und der Schweiz waren die Werte so gering, dass sie weit unter die EU-Grenzwerte fielen und standen nur teilweise in Zusammenhang mit Fukushima, da in Österreich keine Spuren des radioaktiven Cäsium-134 nachgewiesen werden konnten. In Japan überschritten die getesteten Lebensmittel Milch und Spinat deutlich die von der japanischen Behörde festgelegten Grenzwerte.

Auch der Warentransport von Japan nach Europa wird an den Häfen und Flughäfen überprüft, damit keine kontaminierten Lebensmittel in Verkehr gebracht werden. Dafür wird die Fracht stichprobenartig vor Ort überprüft und bewertet. Wenn keine Kontamination vorliegt, darf sie den Transport fortsetzen. Ansonsten muss diese entsorgt, oder an Japan zurückgeschickt werden, wenn die Messergebnisse zu hoch sind. Messungen werden mittels Gammaspektroskopie, meist mit Germanium-Detektoren, die eine sehr gute Energieauflösung besitzen, durchgeführt. Dazu verwenden kann man zusätzlich Marinelli-Becher, welche die Messgeometrie verbessern. Lebensmittelmesssonden sind spezielle Sonden, die nach dem Prinzip der Gammaspektroskopie messen und für schnelle Messungen eingesetzt werden, wie an Flughäfen oder Schiffanlegestellen.

Der Ganzkörperzähler wird in Österreich im AKH Wien, zur Überwachung bei der Strahlenschutzuntersuchung des nuklearmedizinischen Personals eingesetzt, kann aber auch zum Nachweis von Radioaktivität im Körper bei Aufnahme von radioaktiven Substanzen durch Nahrungsmittel verwendet werden.

Zusammenfassung (Englisch)

This bachelor thesis is about contamination of food and environment based on the nuclear disaster in March 2011 in Fukushima, Japan. The main focus of the thesis is on the measurement data of milk and rainwater and also spinach in the time period from March 2011 to April 2011 in California, Switzerland, Austria and of course Japan.

The measurements have been performed to establish radioactivity in food to shield the population of each state from contaminated food. Rainwater measurements have been tested for radioactive substances like Iodine-131, Caesium-134 and Caesium-137 because rainwater might contaminate food as well. The results of the countries of the European Union like Austria and Switzerland do not reveal contamination with radioactive substances in milk, only in rainwater little concentration of Iodine-131 was found. The limit for radioactivity in food of Iodine-131, Caesium-134 and Caesium-137 fell below the safety value throughout the European Union.

Only in Japan the measurements of radioactive substances in milk and spinach exceeded the limit of radioactivity food which has been defined by the Japanese government.

Also goods transport from Japan to Europe is being controlled at harbours and airports in order to test for food contamination. The gamma spectroscopy has been performed with the help of a germanium-detector because of the high energy resolution and also with a marinelli-beaker for a better measurement geometry.

In the general hospital of Vienna the human-body-counter is used for radiation testing of the employees in nuclear medicine, but also for ingestion of radioactive food, because this might be dangerous for human life.