Titelaufnahme

Titel
Soziale Arbeit und die Ordnung des Diskurses
Weitere Titel
Social work and the order of discourse
VerfasserSchmidt, Klemens
Betreuer / BetreuerinDiebäcker, Marc
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuli 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Diskurs / Soziale Arbeit / Professionalisierung
Schlagwörter (EN)discourse / Social Work / professionalisation
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die Bedeutung der Foucaultschen Diskurstheorie für die Soziale Arbeit zu erfassen. Aus diesem Grund werden theoretische Grundlagen des Diskursbegriffes Foucaults, sowie dessen Charakteristika, mit Diskursen in der Sozialen Arbeit verknüpft. Der Diskursbegriff Foucaults weist eine Dualität auf, welche sich einerseits auf die Kontrolle und Regulierung der Diskurse und andererseits auf die Produktion der Wirklichkeit durch diese bezieht. Weiters werden diese Erkenntnisse mit Aspekten der Machtverhältnisse innerhalb von Gesellschaften verknüpft, wodurch ein umfassenderer Blickwinkel ermöglicht wird. Es kann gezeigt werden, dass eine Betrachtung der Diskurse in der Sozialen Arbeit mit einer „Foucaultschen Brille“ einerseits Machtverhältnisse innerhalb der Diskurse der Sozialen Arbeit aufdeckt bzw. vorhandene Denkmuster und Wirklichkeit dekonstruiert. Weiters wird die Kontrolle und Disziplinierung der Klient_innengruppen durch Soziale Arbeit aufgezeigt, welche durch die vorangehende Konstruktion ebendieser „Anderen“ möglich wird. Abschließend werden die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Professionalisierung der Sozialen Arbeit diskutiert und der Möglichkeit einer De-Professionalisierung gegenüber gestellt.

Zusammenfassung (Englisch)

The objective of this study is to capture the importance of Foucault's discourse theory for social work. For this reason, theoretical foundations of Foucault's notion of discourse as well as their characteristics are connected with discourses in social work. Foucault's notion of discourse exhibits a duality, which on the one hand refers to the control and regulation of discourses and on the other hand to the production of reality through them. Furthermore, these findings are linked with aspects of power relations within societies, offering a more comprehensive view. It is shown that an examination of discourses in social work through Foucault’s eyes not only reveals power relations within the discourse of social work, but also deconstructs existing paradigms and realities. In addition, the control and disciplining of clients through social work is demonstrated, which is possible following the previous construction of these "others". Finally, the resulting consequences for the professionalisation of social work are discussed and compared to the possibility of a de-professionalisation.