Titelaufnahme

Titel
Unawareness bei neurologischen Krankheitsbildern
Weitere Titel
Unawareness in clients with neurological disorders
VerfasserGelbenegger, Lisa
Erschienen2012
Datum der AbgabeJuni 2012
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Schlagwörter (DE)Unawareness / Neurologische Krankheitsbilder / Interventionsmethoden zur Awarenessverbesserung / Alltag
Schlagwörter (EN)Unawareness / Neurological disorders / Interventions to enhance self-awareness / Everyday life
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Unawareness bei KlientInnen mit neurologischen Störungsbildern und deren Auswirkungen auf den Alltag und die Therapie. Es werden ergotherapeutische Interventionsmethoden beschrieben, wodurch sich folgende Fragestellung ergibt: Wie wirkt sich Unawareness bei neurologischen Krankheitsbildern auf den Alltag und die Therapie aus? Welche ergotherapeutischen Interventionen werden eingesetzt, um an einer Verbesserung der Awareness zu arbeiten?

Zu Beginn der Arbeit werden die wesentlichsten Grundlagen zu diesem Thema erläutert. Die Begriffe „Unawareness“ und „neurologische Krankheitsbilder“ werden definiert, ein Awareness-Modell wird dargestellt und anatomische Grundlagen als auch Entstehungshypothesen für die Unawareness angeführt. Aufgrund der Unawareness ergeben sich Hindernisse im Alltag und in der Therapie, die in dieser Arbeit beleuchtet werden.

Anhand aktueller ergotherapeutischer und fachspezifischer neurologischer Literatur wurden die meistgenannten Interventionsmethoden, die in der Ergotherapie anwendbar sind, ausgewählt und näher beschrieben. Dazu zählen u.a. Schlüsselsituationen, geführtes Scheitern und Feedback. Die Interventionen werden kritisch hinterfragt, wobei jede Methode als geeignet für die ergotherapeutische Anwendung befunden wurde, wenn folgende Grundlagen eingehalten werden: der Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung, das Aufzeigen der Defizite mit gleichzeitiger Betonung der Ressourcen und der Einsatz von für die KlientInnen bedeutungsvollen Alltagsaktivitäten.

Die meisten angeführten Interventionen sind lediglich Empfehlungen, die auf klinischen Erfahrungen beruhen. Deswegen wird es als notwendig erachtet, vermehrt Studien zur Bestätigung der Wirksamkeit dieser Interventionsmethoden durchzuführen.

Zusammenfassung (Englisch)

This thesis deals with unawareness in clients with neurological disorders and their impact on everyday life and therapy. Occupational intervention approaches are described, whereby the following questions results: What is the impact of unawareness in clients with neurological disorders related to everyday life and therapy? Which occupational interventions are implemented to enhance self-awareness?

In the beginning basic information regarding this topic is given. The terms “unawareness” and “neurological disorders” are defined, one awareness-model is presented and anatomical basics and hypotheses for the development of unawareness are described. Due to unawareness obstacles in everyday life and therapy occur, which are mentioned in this thesis.

By means of currently occupational therapy and neurological literature the most frequently mentioned interventions, which are applicable to occupational therapy, like planned failure and feedback, are chosen and specified. Those intervention approaches are questioned. All of them seem appropriate for occupational therapy, if the following basics are observed: establishing a therapeutic alliance, demonstrating deficits and simultaneously emphasising resources and selecting meaningful real-life activities.

Most of the listed interventions are treatment recommendations, which are based on clinical experiences. Therefore it is essential to implement more studies to ensure the effectiveness of these treatment approaches.