Titelaufnahme

Titel
Die regenerativen Wirkungsbereiche des Beweglichkeitstrainings
Weitere Titel
The regenerative effects of flexibility training
AutorInnenKernbichler, Lisa
GutachterKainzbauer, Georg
Erschienen2016
Datum der AbgabeMärz 2016
SpracheDeutsch
DokumenttypBachelorarbeit
Zugriffsbeschränkung
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Klassifikation
Zusammenfassung (Deutsch)

Das Thema Dehnen wird in der heutigen Zeit vielfach diskutiert. Aber auch das Thema Regeneration gewinnt immer mehr an Bedeutung. Ein Abwärmprogramm mit diversen Dehnungskomponenten wird immer mehr zum Ritual, um nach der Belastung die Wiederherstellungsprozesse des Körpers so schnell wie möglich zu unterstützen. Auf Grund der Wechselbeziehung zwischen den beiden Komponenten sind diverse Theorien und Mythen in Bezug auf das Dehnen und die Regeneration verbreitet worden. Obwohl viele dieser Konzepte bereits wissenschaftlich widerlegt werden konnten, sind sie noch immer weit verbreitet. Dennoch kann die Hypothese aufgestellt werden, dass sich Dehnen regenerativ auf den physischen und psychischen Zustand auswirken kann, solange dieses Training nach entsprechenden Rahmenbedingen gestaltet wird. In den unterschiedlichen medizinischen Fachbereichen, macht man sich das Dehnen zunutze, um diverse Beschwerden zu behandeln. Dehnen wird oft nicht nur zur Behandlung von physischen Defiziten herangezogen, sondern dient auch der psychischen Entspannung.

Begriffserklärungen

Der Begriff „Dehnen“ sorgt mittlerweile für viele Unstimmigkeiten, da dieser meist nicht einheitlich definiert wird. Unterschiedliche methodische Vorgehensweisen können herangezogen werden, um diese motorische Grundeigenschaft zu fördern. Diverse Belastungsnormative müssen bei der Durchführung einer Dehnung berücksichtigt werden. Diese Aspekte variieren je nach therapeutischem Ziel und entsprechender Methode. Um ein entsprechendes Beweglichkeitstraining zu entwickeln, müssen die physiologischen Indikationen der Patienten erkannt und dementsprechend die passende Dehnmethode gewählt werden.

Durch das Absolvieren eines Beweglichkeitstrainings werden unterschiedliche anatomische Strukturen beeinflusst. Neben den Muskeln werden auch Sehnen, das Bindegewebe, die Blutversorgung, das Nervensystem und die Gelenke in ihrer Physiologie verändert.

Unter dem Begriff Regeneration kann eine biologische Wiederherstellung des geschwächten Organismus gesehen werden. Man kann dies daher auch als Heilungsphase des Körpers bezeichnen. Die Dauer der Regeneration ist sehr individuell, doch am Ende der Phase wird eine Leistungssteigerung erwartet.

Chronische Muskelschmerzen sind heutzutage häufig auftretende, schmerzhafte Beeinträchtigungen. Als schmerzauslösende Ursache kann die Erregung von Nervenendigungen gesehen werden. Das Resultat davon ist eine gesteigerte Druckempfindlichkeit und Bewegungsschmerz. Häufig kommt es zu einer Chronifizierung des bestehenden Muskelschmerzes.

Forschungsmethode

Diese Bachelorarbeit wird im Sinne einer nicht-empirischen Forschungsarbeit verfasst. Diesbezüglich wird in diversen Datenbanken nach qualitativ hochwertigen Studien, Artikeln, Bücher und Reviews recherchiert. Ein weiterer Zugang stellt die Schneeballmethode dar.

Der derzeitige Wissensstand der Literatur weißt einige Lücken und Problemstellungen auf. Die Bedeutung, die Durchführung und Wirksamkeit des Beweglichkeitstrainings sind noch nicht vollständig erforscht und können somit nicht eindeutig erklärt werden. Innerhalb der Grundlagenforschung wurden viele Tierexperimente oder Reagenzglasstudien durchgeführt, deren Ergebnisse sich nur schwer auf den menschlichen Körper übertragen lassen. Die Qualität der meisten Studien zu dieser Thematik ist gut, die Anzahl der Probanden ist jedoch zu klein und die durchgeführten Dehnungen werden nie einheitlich dargestellt. Es kann daher behauptet werden, dass es nicht genügend wissenschaftliche Erklärungen und Beweise über die Mechanismen des Beweglichkeitstrainings und deren Ergebnisse gibt, um die Umsetzung dieses regenerativen Trainings zu unterstützen.

Als Grundlage für diese Bachelorarbeit werden deutsch- und englischsprachige Werke herangezogen, sowie Bücher und freizugängliche Studien, welche als Volltext-Version verfügbar sind. Neben zwei essentiellen Büchern, wurden primär Studien, Artikel und Reviews herangezogen, um den Wissensstand zu überprüfen.

Ausblick

Die Wirkung des Dehnens auf die Durchblutung und den Tonus der Muskulatur werden in der nachfolgenden wissenschaftlichen Forschungsarbeit erläutert. Des Weiteren wird der Einfluss eines Beweglichkeitstrainings auf Muskelschmerzen näher dargestellt. Ebenso wird zwischen einer psychischen und physischen Regeneration unterschieden, wobei diese in Abhängigkeit zueinanderstehen. Außerdem werden effektive Strategien des Beweglichkeitstrainings dargestellt, um den bestmöglichen regenerativen Effekt auf Körper und Geist zu gewährleisten. Hierbei wird auf die Dauer der Dehnung, die Intensität und die entsprechende Methode eingegangen. Des Weiteren wird zwischen Dehnen nach Maximal- und Schnellkraft-, Kraft-Ausdauer-, und Ausdauereinheiten differenziert. Zusätzlich wird erläutert, welche psychologischen Aspekte berücksichtigt werden müssen.

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